Ungarn

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Ungarn liegt als europäischer Binnenstaat in Zentraleuropa und grenzt an die Nachbarländer Ukraine, Rumänien, Serbien, Kroatien, Slowenien, Österreich und Slowakei. Mit circa 93.000 Quadratkilometern ist das Land flächenmäßig fast dreimal so groß wie Nordrhein-Westfalen.
Am 9. Mai 2026 wurde Péter Magyar als Ministerpräsident vereidigt. Sein Kabinett besteht aus 16 teils neu zugeschnittenen Ministerien. Das Ressort für Wirtschaft und Energie wird vom früheren Shell-Manager István Kapitány geleitet, der künftig auch die Außenwirtschaft verantwortet. Wirtschaftspolitisch deutet sich eine stärkere Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), Innovation sowie Forschung und Entwicklung an. Dagegen dürften industrielle Großinvestitionen künftig selektiver unterstützt werden. Als strategische Zukunftsfelder gelten etwa Energiespeicher, künstliche Intelligenz, Robotik, Raumfahrt oder Biotechnologie.
Viele wirtschaftspolitische Vorhaben sind noch in der Ausarbeitung. Vorrang haben derzeit die Haushaltskonsolidierung und die Umsetzung der mit Brüssel vereinbarten Reformen. Unternehmen und Investoren räumen der neuen Führung zwar einen Vertrauensvorschuss ein, warten jedoch auf konkrete politische Entscheidungen. Kritisch bewertet die Wirtschaft den angekündigten Stopp von Arbeitserlaubnissen für Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Ländern. Der Arbeitgeberverband VOSZ sieht angesichts des strukturellen Arbeitskräftemangels Risiken für die industrielle Produktion.

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