Belastung für Alzenauer Unternehmen

IHK Aschaffenburg warnt vor Erhöhung der Gewerbesteuer

Die IHK Aschaffenburg kritisiert die geplante Erhöhung der Gewerbesteuer in Alzenau. Die Stadt will unter anderem mit höheren Gewerbesteuereinahmen ein Defizit von 1,4 Millionen Euro im Haushalt schließen. Der Gewerbesteuerhebesatz soll von derzeit 380 auf 410 Prozentpunkte steigen.
„Wir verstehen, dass die Stadt Alzenau nach Lösungen sucht, um ihre finanziellen Engpässe in den Griff zu bekommen. Allerdings wenden wir uns entschieden gegen weitere Belastungen für die regionale Wirtschaft. Die schwierige wirtschaftliche Situation lässt den Unternehmen wenig Spielraum. In dieser Lage die Gewerbesteuer zu erhöhen, sendet ein fatales Signal“, kritisiert IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Andreas Freundt. Schließlich braucht die Stadt Alzenau starke und finanziell gut ausgestattete Betriebe. „Die geplante Erhöhung der Gewebesteuer, um die finanzielle Schieflage der Stadt zu verbessern, wird das Gegenteil bewirken“, warnt der IHK-Chef.
Wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht mehr stimmen, hat das gravierende Folgen für die Stadt: Unternehmen verschieben Investitionen, wandern ab, ansiedlungswillige Betriebe schauen sich nach Alternativen um, Arbeitsplätze gehen verloren, die Wertschöpfung sinkt.
Die IHK Aschaffenburg appelliert daher an die Stadt, nicht auf kurzfristige Effekte für den Haushalt zu setzen, sondern mittel- und langfristig auf attraktive wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Sie fordert, daher auf die Erhöhung der Gewerbesteuer zu verzichten.