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Praxisnahe Unterstützung bei der Wärmewende in Unternehmen
ALZENAU. Das Technologietransferzentrum für Nachhaltige Energien (NETZ) der Technischen Hochschule Aschaffenburg in Alzenau unterstützt regionale Unternehmen und Kommunen bei der Energiewende. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Forschung sowie der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die betriebliche und kommunale Anwendung. Ziel ist es, Energiekosten zu senken, nachhaltige Entwicklungen voranzubringen und faktenbasiert zu informieren.
Unternehmen profitieren von fachlicher Unterstützung und individueller Beratung, etwa bei der Weiterentwicklung bestehender Technologien oder der Optimierung der Strom- und Wärmeprozesse im Zuge der Energiewende. So fördert das NETZ Innovationen im Energiebereich und trägt dazu bei, den Bayerischen Untermain als klimaneutrale Modellregion zu etablieren.
Als unabhängige Einrichtung agiert das NETZ objektiv, transparent und wertneutral. Da keine eigenen Produkte vermarktet werden, stehen die neutrale Beratung und die Entwicklung passgenauer Lösungen im Vordergrund.
Wärmetechnologien als ein Schlüssel zur Energiewende
Innovative Wärmetechnologien spielen eine zentrale Rolle für die Energiewende in Industrie und Gesellschaft, da 56 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland auf Wärme entfallen. Während der Anteil erneuerbarer Energien im Stromsektor bereits über 50 Prozent liegt, sind es im Wärmesektor erst rund 20 Prozent. Hier besteht großer Handlungsbedarf in der Forschung.
Wissenschaftler des NETZ beschäftigen sich mit einer Reihe zukunftsweisender Forschungsthemen, um Unternehmen in diesem Bereich zu unterstützen. Wichtige Forschungsziele sind die Weiterentwicklung bestehender Anlagen und Komponenten wie Wärmepumpen und Speicher, aber auch die Optimierung des Zusammenspiels von Wärmequellen und -verbrauchern.
Im Labor für Wärmepumpensysteme und innovative Speichertechnologien werden intelligente Steuerungs- und Regelungsstrategien entwickelt, um die Effizienz von Wärmepumpensystemen zu steigern und gleichzeitig die Betriebskosten zu senken. Ein vorausschauendes Energiemanagement eröffnet insbesondere im Gebäudebestand große Potenziale zur Optimierung vorhandener Systeme, etwa durch den Einsatz innovativer Speichertechnologien.
Im Reallabor „Kaltes Nahwärmenetz mit Multiquellen-Management“ werden kalte Wärmequellen mit einbezogen, um die Temperatur im Wärmenetz abzusenken und Wärmeverluste zu reduzieren. Dazu zählen zum Beispiel oberflächennahe Geothermie-Kollektoren, Tiefengeothermie und PVT-Kollektoren, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen. Ergänzend können Abwärmequellen aus der Industrie oder perspektivisch aus Rechenzentren hinzukommen. Ziel ist, das Zusammenspiel von Wärmequellen und verschiedenen Verbrauchergruppen zu simulieren und Optimierungspotenziale zu identifizieren.
Damit der Einsatz von Wärmepumpen künftig auf eine Vielzahl von Anwendungsfeldern ausgeweitet werden kann, müssen neue Systeme unter verschiedensten Betriebsbe-dingungen erprobt werden. Dies ist am Prüfstand für Wärmepumpen des NETZ möglich,
der unterschiedliche Umgebungstemperaturen und Wärmequellen simulieren kann.
Damit der Einsatz von Wärmepumpen künftig auf eine Vielzahl von Anwendungsfeldern ausgeweitet werden kann, müssen neue Systeme unter verschiedensten Betriebsbe-dingungen erprobt werden. Dies ist am Prüfstand für Wärmepumpen des NETZ möglich,
der unterschiedliche Umgebungstemperaturen und Wärmequellen simulieren kann.
Wärmeversorgung in Alzenau: Ein Projekt für die Wärmewende vor Ort
Dass das NETZ bereits heute als kompetenter Partner gefragt ist, zeigt die Zusammenarbeit mit Unternehmen und Kommunen in laufenden Kooperationsprojekten.
Ein aktuelles Beispiel ist das kürzlich bewilligte EU-Forschungsprojekt, in dem ein umsetzungsreifes Konzept für die nachhaltige Wärmeversorgung in Alzenau entwickelt wird. Dieses wird durch Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und Finanzierungsmöglichkeiten fundiert und baut auf der kommunalen Wärmeplanung der Stadt auf. Berücksichtigt werden dabei innovative Ansätze wie kalte Nahwärme und die Abwärmerückgewinnung aus Produktions-prozessen im Zusammenspiel mit nachhaltigen Wärmequellen. Nach Abschluss der
Analyse-, Entwicklungs- und Planungsphase verfügt Alzenau über eine belastbare Grundlage für die weitere Ausführungsplanung und Umsetzung.
Analyse-, Entwicklungs- und Planungsphase verfügt Alzenau über eine belastbare Grundlage für die weitere Ausführungsplanung und Umsetzung.
Kooperationsmöglichkeiten
Der Themenbereich Wärmetechnologien ist eines von sechs Fokusfeldern, in denen das NETZ aktuelle Bedarfe der Wirtschaft aufgreift und Kooperationsmöglichkeiten bietet.
Weitere Schwerpunkte sind die Energietransformation von Unternehmen, die Energiewandlung und -speicherung, nachhaltige Materialien für Energiesysteme, Nachhaltigkeitscontrolling sowie die energieeffiziente Quartiersentwicklung.
Das NETZ bietet vielfältige Formen der Zusammenarbeit – von Auftragsforschung und technischen Dienstleistungen über Studien- und Promotionsarbeiten bis hin zu gemeinsam getragenen, öffentlich geförderten Forschungs- und Innovationsprojekten. Darüber hinaus unterstützen erfahrene Forschungsreferentinnen und -referenten bei der Auswahl geeigneter Förderprogramme.
Know-how-Transfer in die Praxis
Um Plattformen für den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu schaffen, bietet das NETZ Veranstaltungsformate wie das Anwendungsforum, an. Das letztjährige Forum zum Thema Energiespeicher stieß auf große Resonanz in der Region.
Dieses Jahr steht das Thema Innovative Wärmetechnologien im Mittelpunkt. Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft stellen aktuelle Entwicklungen, Praxisbeispiele und Lösungs-ansätze vor, die Unternehmen bei einer effizienten und nachhaltigen Wärmenutzung und
-versorgung unterstützen.
-versorgung unterstützen.
Ziel des Forums ist es, den Transfer von Wissen in die Wirtschaft zu stärken, Unternehmen zu vernetzen und Innovationsprojekte anzustoßen.
Mit Transferformaten wie dem Anwendungsforum bringt das NETZ Wissenschaft und Wirtschaft zusammen.
Kontakt:
Jutta Schneider und Prof. Dr.-Ing. Andreas Vath, Technologietransferzentrum für Nachhaltige Energien (NETZ)
Kontakt
Industrie- und Handelskammer Aschaffenburg
Kerschensteinerstraße 9
63741 Aschaffenburg
Tel.: 06021 880-0 Fax: 06021 880-22000
E-Mail: info@aschaffenburg.ihk.mom
Montag bis Donnerstag 07:30 bis 17:00 Uhr
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Freitag 07:30 bis 15:00 Uhr
