Informationspflichten Berufliche Bildung

Verarbeitung personenbezogener Daten - berufliche Bildung Informationspflichten nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gegenüber Auszubildenden, Umschülern, Teilnehmern an Berufsausbildungsvorbereitungsmaßnahmen sowie Fortbildungsprüfungen und AEVO, Anerkennungssuchenden, Ausbildungspersonal gem. Art. 13 DSGVO und Art. 14 DSGVO

1. Bezeichnung der Verarbeitungstätigkeit

Die Datenschutzhinweise erfolgen im Zusammenhang mit Ihrem Berufsausbildungsverhältnis bzw. Umschulungsvertrag oder Ihrer Berufsausbildungsvorbereitung und der Betreuung Ihres in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse eingetragenen Ausbildungsberufs durch die Bergische IHK.
Sie sind dazu verpflichtet, Ihre Daten anzugeben. Diese Verpflichtung ergibt sich aus Art. 6 Abs. 1 c und Abs. 3 b DSGVO i.V.m. §§ 10, 11, 27 bis 30, 34 bis 36, 87, 88 BBiG und den jeweiligen Prüfungsordnungen der Bergischen IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid (Bergische IHK). Wenn Sie die erforderlichen Daten nicht angeben, kann die Bergische IHK Ihr Berufsausbildungsverhältnis/Ihre Berufsbildung nicht betreuen.

2. Name und Kontaktdaten des Verantwortlichen

Bergische Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid
Heinrich-Kamp-Platz 2
D-42103 Wuppertal
Telefon 0202 24 90 - 0
Fax 0202 24 90 - 999
E-Mail ihk@bergische.ihk.mom
Vertretungsberechtigte: Präsident Henner Pasch, Hauptgeschäftsführer Thomas Grigutsch

3. Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten

Die Datenschutzbeauftragte der Bergischen IHK erreichen Sie unter:
Tobias Erdmann
sicdata Unternehmensberatung
Heiligenstock 34c
42697 Solingen
Telefon 0212 738724-0
E-Mail erdmann@sicdata.de

4. Herkunft der Daten

Die Daten aus dem Berufsausbildungsvertrag und des Ausbildungspersonals erhalten wir von den Ausbildenden und Ausbildern. Die Daten aus dem Umschulungsvertrag oder bei Berufsausbildungsvorbereitungsmaßnahmen erhalten wir von dem durchführenden Bildungs-/Maßnahmeträger und Ausbildern. Die Daten für Teilnehmer an Fortbildungsprüfungen und AEVO aus den Anmeldeunterlagen, für Anerkennungssuchende aus den entsprechenden Anträgen, Zwecke und Rechtsgrundlagen der Verarbeitung.
Die Bergische IHK ist im Rahmen ihres gesetzlichen Wirkungskreises für die Berufsbildung zuständig und kann gem. § 1 Abs. 2 IHKG Maßnahmen zur Förderung und Durchführung der Berufsbildung treffen.
Ihre personenbezogenen Daten werden, entsprechend unserer gesetzlichen Aufgaben nach dem Berufsbildungsgesetz, Gesetz über die Feststellung der Gleichwertigkeit von Berufsqualifikationen sowie der jeweils geltenden Prüfungsordnung für Abschluss-, Umschulungs-, Fortbildungsprüfungen, zu folgenden Zwecken verarbeitet:
  • Überwachung der Durchführung der Berufsbildung gem. § 76 BBiG (Berufsausbildungsvorbereitung, Ausbildung, Umschulung),
  • Beratung der an der Berufsbildung beteiligten Personen gem. § 76 BBiG
  • Begründung des Ausbildungsverhältnisses §§ 10 - 12, 71 Abs. 2 BBiG,
  • Verkürzung und Verlängerung der Ausbildungszeit §8 BBiG
  • Überwachung der Eignung von Ausbildungsstätten und Ausbildungspersonal gem. §§ 27 - 33 BBiG,
  • Führung des Verzeichnisses gem. §§ 34 - 36 BBiG,
  • Ausbilderdaten; (beim der Erfassung des Geburtsdatums werden der Tag und Monat auf freiwilliger Basis erfasst; Erfassung ist für die eindeutige Zuordnung des Ausbilder erforderlich
  • Durchführung von Zwischen- und Abschlussprüfungen und die Klärung von Fragen zur Zulassung zu Prüfungen und zu Prüfungsvoraussetzungen gem. §§ 37 - 50a BBiG, einschließlich der §§ 64 ff. BBiG
  • Durchführung von Fortbildungsprüfungen und AEVO gem. § 37ff., § 53ff BBiG
  • Erstellung von Zeugnissen gem. § 37 BBiG sowie ggf. von deren Zweitschriften,
  • Erstellung von Statistiken gem. §§ 35 Abs. 3, 84 - 88, 101 BBiG
  • Preisträgerfeiern bzw.IHK-, Landes- und Bundesbestenehrungen §22 DSG NRW
  • Anerkennung von ausländischen Abschlüssen und Gleichstellung von Zeugnissen, §8 BQFG,
Diese gesetzlichen Aufgaben gelten im Rahmen von Ausbildungsverhältnissen gem. §§10 ff. BBiG, Umschulungsverhältnissen gem. §§ 58 - 63 BBiG, Ausbildungsverhältnissen von Menschen mit Behinderung gem. §§ 64 - 67 BBiG, Vertragsverhältnissen der Berufsausbildungsvorbereitung §§ 68 - 70 BBiG oder sonstigen Vertragsverhältnissen gem. § 26 BBiG (insbesondere EQ- Verträge).
Ihre Daten werden auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 Buchstabe c DSGVO i.V.m. Berufsbildungsgesetz (BBiG) (u. a. §§ 27 ff., 32 ff., 34 ff., 37 ff., 76 BBiG) verarbeitet.
Die Berufsbildung wird nach der Ausbildungsordnung, dem einschlägigen Ausbildungsberufsbild, dem BBiG und den Bestimmungen des Berufsausbildungsvertrages durchgeführt.
Die Fortbildungsprüfung wird nach der geltenden Fortbildungsordnung einschlägigen Fortbildungsabschlusses, dem BBiG und der geltenden Prüfungsordnung durchgeführt.
Die Bergische IHK verarbeitet Stamm-und Inhaltsdaten des Auszubildenden, ggf. Angaben über gesetzliche Vertreter oder Vertreterinnen, Umzuschulenden, Teilnehmer an Berufsvorbereitungsmaßnahmen sowie Stamm- und Inhaltsdaten des Ausbildenden sowie des Ausbildungspersonals.
Die Bergische IHK verarbeitet Stamm-und Inhaltsdaten des Teilnehmenden an Fortbildungsprüfungen, ggf. Angaben über gesetzliche Vertreter oder Vertreterinnen.
Die Bergische IHK verarbeitet Stamm-und Inhaltsdaten von Antragstellern für die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen und Gleichstellung von Zeugnissen.

5. Empfänger oder Kategorien von Empfängern der personenbezogenen Daten

Eine Übermittlung Ihrer Daten an Dritte findet nach gesetzlichen Vorgaben statt, insbesondere zu Zwecken:
  • der Berufsbildungsforschung, Planung und Statistik gem. §§ 84 - 88 BBiG,
  • der Erfüllung von Auskunftspflichten gem. § 101 BBiG gegenüber dem Bundesinstitut für Berufsbildung,
  • der Erfüllung von Auskunftspflichten gem. § 35 Abs. 3 BBiG gegenüber der Bundesagentur für Arbeit und
  • im Rahmen der Aufgaben des Berufsbildungsausschusses der zuständigen Stelle.
Es findet im Rahmen der Betreuung der Ausbildungs- Umschulungs- oder Berufsausbildungsvorbereitungsverhältnisse sowie zur Durchführung von Fortbildungsprüfungen/AEVO eine Weitergabe in folgenden Fällen statt:
  • an Prüfer zur Durchführung und Auswertung der Prüfungen und deren Ergebnisfeststellung.
  • an Aufsichtspersonen im Rahmen von Prüfungshandlungen zu ablauforganisatorischen Zwecken.
  • an weitere zuständige Stellen (Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern) bei kammerübergreifender Prüfungsabwicklung.
  • Die IHK lässt die Daten auch von Dienstleistern verarbeiten. Hierzu zählen Datenverarbeiter im Auftrag z. B. zur Durchführung und Organisation von IHK-Veranstaltungen und IHK- Prüfungen, Hoster und sonstige IT-Dienstleister.
  • Ihre Prüfungsergebnisse erhalten auf Anforderung die Ausbildungsbetriebe, § 37 Abs. 2 BBiG.

6. Übermittlung von personenbezogenen Daten in ein Drittland

Es ist nicht geplant, Ihre personenbezogenen Daten in ein Drittland oder eine internationale Organisation zu übermitteln.

7. Dauer der Speicherung der personenbezogenen Daten

Aufbewahrungsfristen ergeben sich grundsätzlich aus den gesetzlichen Regelungen zur Aufgabenübertragung auf die IHKs, aus dem Satzungsrecht der IHKs und/oder aus steuer- oder handelsrechtlichen Regelungen, dem Berufsbildungsgesetz und den geltenden Prüfungsordnungen, sofern Daten nicht darüber hinaus aufbewahrt werden müssen, weil diese benötigt werden, um Gewährleistungsrechte oder sonstige Rechtsansprüche geltend machen zu können.

8. Betroffenenrechte

Nach der EU-Datenschutz-Grundverordnung stehen Ihnen folgende Rechte zu:
a) Werden Ihre personenbezogenen Daten verarbeitet, so haben Sie das Recht, Auskunft über die zu Ihrer Person gespeicherten Daten zu erhalten
(Art. 15 DSGVO).
b) Sollten unrichtige personenbezogene Daten verarbeitet werden, steht Ihnen ein Recht auf Berichtigung zu (Art. 16 DSGVO).
c) Liegen die gesetzlichen Voraussetzungen vor, so können Sie die Löschung oder Einschränkung der Verarbeitung verlangen sowie Widerspruch gegen die Verarbeitung einlegen (Art. 17, 18 und 21 DSGVO).
d) Wenn Sie in die Datenverarbeitung eingewilligt haben oder ein Vertrag zur Datenverarbeitung besteht und die Datenverarbeitung mithilfe automatisierter Verfahren durchgeführt wird, steht Ihnen gegebenenfalls ein Recht auf Datenübertragbarkeit zu (Art. 20 DSGVO).
e) Wenn sie in die Verarbeitung durch die Bergische IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid durch eine entsprechende Erklärung eingewilligt haben, z.B. bei der Angabe des Geburtstags und -monats, können sie die Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit, der aufgrund der Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung wird durch diesen nicht berührt.
Sollten Sie von Ihren oben genannten Rechten Gebrauch machen, prüft die Bergische IHK, ob die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür erfüllt sind.
Zur Ausübung Ihrer Rechte wenden Sie sich bitte an unseren Datenschutzbeauftragten unter Ziffer 3.
Bei datenschutzrechtlichen Beschwerden können Sie sich an die zuständige Aufsichtsbehörde wenden:
Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit
Nordrhein-Westfalen
Postfach 20 04 44
40102 Düsseldorf
Tel.: 0211/38424-0
Fax: 0211/38424-10
E-Mail poststelle@ldi.nrw.de

Stand: 01.10.2026/Gri/ba