Politische Positionen
Berliner Ausbildungsmodell (BAM)
Das Berliner Ausbildungsmodell (BAM) richtet sich an junge Menschen unter 21 Jahren, die eine duale Ausbildung absolvieren möchten, jedoch noch keinen passenden Ausbildungsplatz in ihrem Wunschberuf gefunden haben.
Im Berliner Ausbildungsmodell werden die Jugendlichen in der Regel direkt in die Berufsschulklassen des jeweiligen Ausbildungsberufes integriert. Dadurch eignen sich die BAM-Schülerinnen und -Schüler für maximal ein Jahr die gleichen theoretischen und praktischen Inhalte an wie im ersten dualen Ausbildungsjahr. Nach einer schulischen Einführungsphase besuchen sie zwei Tage die berufliche Schule und lernen drei Tage im Betrieb.
Unternehmen, die Probleme bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen haben, lernen durch BAM ausbildungsgeeignete und -entschiedene Jugendliche kennen und können sie jederzeit, jedoch spätestens im 2. Ausbildungsjahr in die duale Ausbildung übernehmen. Ausbildungszeiten können dabei angerechnet werden.
Damit der erfolgreiche Einstieg in die duale Ausbildung gelingt, unterstützt die Bildungsbegleitung am OSZ den Jugendlichen sowie den Betrieb im ersten BAM-Ausbildungsjahr.
Durch den erfolgreichen Abschluss des Berliner Ausbildungsmodells erhalten Jugendliche eine Garantie, ihre Ausbildung abschließen zu können: Denn sollte keine Übernahme durch den Ausbildungsbetrieb möglich sein, kann die Ausbildung im Rahmen des Berliner Ausbildungsplatzprogramms (BAPP) abgeschlossen werden.
Berliner Ausbildungsmodell (BAM) im Überblick:
- Altersgrenze 21 Jahre und bisher keine abgeschlossene Erstausbildung
- Angeboten für alle anerkannten Ausbildungsberufe, die in Berlin beschult werden
- Zugang zum Bildungsgang:
- Teilnahmevorschlag der JBA Berlin erforderlich
- Nachweis über erfolglose Bewerbungen im gewünschten Ausbildungsberuf
- Zentrales Bewerbungsverfahren
BAM ist eine Kooperation der IHK Berlin, der Senatsverwaltung für Bildung, der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg, der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, dem DGB, den Unternehmensverbänden Berlin-Brandenburg und der Handwerkskammer Berlin.