Warnung vor Phishing-Mails

Die IHKs in Deutschland und ihre Mitgliedsunternehmen sind immer wieder von ausgefeilten Phishing-Angriffen betroffen. Ziel des Angriffs ist das Erlangen von Daten der betreffenden Unternehmen. Vom Öffnen der in den E-Mails enthaltenen Links oder einer Dateneingabe raten wir dringend ab. Ein gezieltes Blockieren dieser E-Mails seitens der IHK Braunschweig ist technisch nicht möglich, weshalb die IHK ihre Mitgliedsunternehmen zu besonderer Wachsamkeit aufruft.

Aktuelle Beispiele

Auch zahlreiche Unternehmen in Braunschweig und der Region erhalten betrügerische Mails mit vermeintlichem IHK-Bezug. Diese aktuellen Beispiele sind im Umlauf:

"DIHK-Compliance-Hinweis – Fehlende Dokumentation | Ref.: #IHKDE211026" (vom 23. Oktober 2026)

Auch wenn sie keinen direkten Link anbietet, unter dem man Daten eingeben soll, ist eine derzeit kursierende Mail mit dem Betreff "DIHK-Compliance-Hinweis – Fehlende Dokumentation | Ref.: #IHKDE211026" nicht ungefährlich. Im Namen einer real existierenden DIHK-Mitarbeiterin – stutzig macht nur, dass sie als "Compliance-Beauftragter (IHK)" unterzeichnet – wird um die Bestätigung des Erhalts einer Mail "mit Dokumenten zur Unterschrift" gebeten, die angeblich am Vortag versandt worden sei. Die unterschiedlichen Absenderadressen lauten auf die Domain ihk-dihk.mom, die die DIHK umgehend offline nahm. Dennoch gilt: Sollten Sie auf diese Mail bereits geantwortet haben, beobachten Sie sehr wachsam weitere Aktivitäten, die sich womöglich auf diesen Vorgang beziehen! Noch besser natürlich: Löschen Sie die Mail ohne Rückmeldung. Sie stammt nicht von der DIHK.

Beschwerdeverfahren – Aktenzeichen: 89661 (vom 20. Oktober 2026)

Auf ein vorgebliches Beschwerdeverfahren bezieht sich ein weiterer Phishing-Versuch mit IHK-Bezug. Dabei fordert ein vermeintlicher IHK-Geschäftsführer "anlassbezogen einer eingegangenen Rückmeldung" die Empfänger auf, ein "beigefügtes Dokument" zu prüfen und innerhalb von 48 Stunden zu bestätigen. Andernfalls erlösche die Gewerbeerlaubnis nach § 34c. Das ominöse Dokument soll sich in einem "sicheren VHDX-Container" befinden, das per Link am PC zu öffnen ist. Wie immer sollten Sie genau das keinesfalls tun. Auch diese Mail gehört ohne jede weitere Aktion Ihrerseits in den Papierkorb.

"Betriebliche Steuerunterlagen" (vom 5. Oktober 2026)

Eher klassisch kommt diese Phishing-Mail mit dem Absender "Mein IHK" und einer ebenfalls verdächtigen Mailadresse daher. Unter dem Betreff "Betriebliche Steuerprüfung" werden die Empfänger auf die vermeintliche Fälligkeit einer vierteljährlichen Umsatzsteuer-Voranmeldung hingewiesen. Bei einer "nicht rechtzeitigen Einreichung innerhalb von 72 Stunden" könne eine "Einschränkung Ihrer Gewerbeanmeldung eintreten", drohen die Absender. Um den Vorgang abzuschließen, solle man auf einer verlinkten Seite seine Angaben hinterlegen, schreibt der Unterzeichner aus dem "Sachgebiet Steuerliche Angelegenheiten". Diese Mail stammt selbstverständlich nicht aus der IHK-Organisation. Bitte klicken und befüllen Sie nichts, sondern löschen diesen Phishing-Versuch.

Brief mit QR-Code: "Aktualisierung Ihrer Unternehmensdaten – Wichtige Frist" (vom 30. September 2026)

Extrem perfide ist eine neue Masche, mit der Kriminelle im Namen der IHK-Organisation versuchen, zu Missbrauchszwecken Daten abzugreifen: Die Betroffenen erhalten per Briefpost von einer angeblichen "IHK-Servicezentrale" die Aufforderung, ihre "im Handelsregister hinterlegten Unternehmensdaten" zu aktualisieren. Dies sei bislang trotz mehrfacher Hinweise und schriftlicher Mitteilungen nicht erfolgt, schreiben die Absender. Unter Verweis auf § 14 GeWO und § 34 HGB fordern sie eine Reaktion binnen 14 Tagen ein und schildern einen vermeintlichen Verifizierungsablauf. Um "ein Bußgeldverfahren sowie die Löschung aus dem Handelsregister zu vermeiden", soll ein QR-Code mit einem IHK-Logo in der Mitte gescannt werden. Unterzeichnet ist das Schreiben von einem angeblichen "Leiter Unternehmensregister" der IHK; in der Fußzeile sind die Adressdaten der DIHK genannt.
Bitte scannen Sie den enthaltenen QR-Code nicht, er führt wie ein Link in einer herkömmlichen Phishing-Mail auf eine gefährliche Seite! Und wie stets gilt auch hier: Geben Sie keine Daten preis.
Es ist nicht auszuschließen, dass die Betreiber der Phishing-Kampagne die so erlangten Daten für künftige Angriffe auf die Wirtschaft in der Region Braunschweig verwenden. Dazu zählen insbesondere sogenannte Social-Engineering-Angriffe, bei denen sich Angreifer ihr zuvor erlangtes Wissen für Betrugsversuche, das Erschleichen sensibler Informationen oder andere kriminelle Zwecke zunutze machen.
Die IHK Braunschweig empfiehlt ihren Mitgliedsunternehmen eine dauerhaft hohe Wachsamkeit für Phishing-E-Mails, Social-Engineering und weitere Betrugsversuche.
Auf der Homepage der DIHK können Sie sich ausführlich über die aktuellen Phishing-Kampagnen informieren.
Quelle: DIHK
Stand: 23.10.2026