PM 49 | 24.06.2026

IHK zeichnet Sieger des Ideenwettbewerbs aus

Mit mehr als 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde das Finale des Ideenwettbewerbs der IHK Chemnitz am Dienstag im Kraftverkehr zu einem eindrucksvollen Schaufenster regionaler Innovationskraft.
Im Mittelpunkt standen zukunftsweisende Geschäftsideen, die wirtschaftliche Transformation, Nachhaltigkeit und technologische Entwicklungen gleichermaßen adressieren. Die besten Projekte wurden ausgezeichnet. Insgesamt vergab die IHK Chemnitz Preisgelder in Höhe von 10.000 Euro.
Der Ideenwettbewerb ist Teil der Aktivitäten im Rahmen des Masterplans für die Region Chemnitz-Südwestsachsen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung von Innovation, Gründungskultur und Wettbewerbsfähigkeit am Standort. Er bringt gezielt Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gründungsszene zusammen und macht Zukunftspotenziale sichtbar.
„Innovation und Unternehmertum sind zentrale Treiber für Wachstum, Beschäftigung und die erfolgreiche Transformation unserer Wirtschaft. Gerade in Südwestsachsen brauchen wir den Mut, neue Ideen zu entwickeln und konsequent umzusetzen. Der Ideenwettbewerb zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in unserer Region steckt – und wie wichtig es ist, dieses gezielt zu fördern und zu vernetzen“,
betont Thomas Kolbe, Vizepräsident der IHK Chemnitz.
Staatssekretär Sören Trillenberg:
„Der Ideenwettbewerb zum Masterplan Südwestsachsen macht deutlich, was die Region auszeichnet: Akteure aus Forschung, Wirtschaft, Industrie, Politik und Verwaltung packen zusammen für eine starke Zukunft an und denken gemeinsam voraus. Die eingereichten Ideen werden dem Masterplan-Prozess zusätzlich Kraft und Schwung geben, die Region weiterzuentwickeln. Ich danke allen Teilnehmern für ihre Initiative. Sie ebnen den Weg für die Transformation im Südwesten Sachsens.“

Starke Ideen aus der Region

Im Finale präsentierten elf Teams aus insgesamt 60 Einreichungen ihre Konzepte vor Publikum und Jury. In kompakten Pitch-Formaten stellten sie sich dem Wettbewerb und beantworteten Fragen von Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft. Die Veranstaltung bot darüber hinaus Raum für Austausch und Vernetzung zwischen Gründern, Unternehmen, Investoren und institutionellen Partnern.
Die Finalisten griffen zentrale Zukunftsthemen auf und präsentierten konkrete Lösungen für aktuelle Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Die Bandbreite der vorgestellten Ideen reichte von Künstlicher Intelligenz über nachhaltige Produktionsverfahren bis hin zu Energie- und Infrastrukturinnovationen:
Die Projektideen verdeutlichen, wie Innovationen aus der Region konkrete Lösungsbeiträge für globale Herausforderungen leisten können – von Ressourceneffizienz und Klimaschutz bis hin zur Digitalisierung industrieller Prozesse.
Die Jury aus Unternehmern, Wissenschaftlern und Branchenexperten zeichnete die überzeugendsten Konzepte in mehreren Kategorien aus. Die Preisträger sind: Patrizia Anders / Heiko Schilling – „MODU“: Serielles Holzbaumodul nach Passivhaus-Standard
Ausgezeichnet wurde ein innovativer Ansatz im nachhaltigen Bauen: MODU verbindet seriellen Holzmodulbau mit konsequentem Passivhaus-Standard und ermöglicht so eine ressourcenschonende, energieeffiziente und gleichzeitig skalierbare Bauweise. Ein digitaler Konfigurator erlaubt die flexible Planung individueller Gebäudemodule, während ein durchdachtes Lizenz- und Planungsmodell die breite Anwendbarkeit in der Baupraxis unterstützt. Das Projekt überzeugt durch die gelungene Kombination aus Klimaschutz, Digitalisierung und wirtschaftlicher Umsetzbarkeit. Richard Jerzembek – „aDDiOS“: GPU-basierter DDoS-Schutz
Der 13-jährige Schüler Richard Jerzembek entwickelte mit aDDiOS eine hochmoderne Lösung zur Cyberabwehr. Durch den Einsatz GPU-beschleunigter Paketfilterung werden Angriffe deutlich effizienter erkannt und abgewehrt. Das System ermöglicht eine parallele Verarbeitung großer Datenströme sowie eine gezielte Isolation schädlichen Traffics. Damit adressiert das Projekt ein hochaktuelles Problem der IT-Sicherheit mit einem technisch anspruchsvollen und zukunftsweisenden Ansatz.

Robert Schlesiger – „Skyfall Defence“: Autonome Drohnenabwehr
Mit Skyfall Defence wurde ein System zur automatisierten Abwehr unbemannter Flugobjekte ausgezeichnet. Im Zentrum stehen gesteuerte Interceptor-Drohnen, die durch intelligente Schwarmkoordination Bedrohungen erkennen, verfolgen und neutralisieren können. Das Projekt verbindet moderne Drohnentechnologie mit autonomer Steuerung und zeigt eindrucksvoll das Potenzial KI-gestützter Sicherheitslösungen. Islam Elawdy / Florian Schmutzler – „WertLotse“: KI-Bewertungsplattform für Altfahrzeuge
Der Publikumspreis ging an WertLotse, eine innovative Plattform zur automatisierten Bewertung von Altfahrzeugen. Mithilfe von KI-gestützter Bildverarbeitung, 2D- und 3D-Sensorik sowie einem digitalen Komponentenpass werden Fahrzeuge präzise analysiert. Daraus entsteht eine multikriterielle Entscheidungshilfe für Verwertung und Weiterverarbeitung. Das Projekt überzeugte das Publikum durch seinen klaren Praxisbezug, seine Marktnähe und das hohe Innovationspotenzial in der Kreislaufwirtschaft.

Förderung von Unternehmergeist

Mit dem Ideenwettbewerb verfolgt die Region das Ziel, unternehmerisches Denken frühzeitig zu fördern und Gründungsinteresse nachhaltig zu stärken. Gleichzeitig fungiert das Format als Brücke zwischen Ideengebern, etablierten Unternehmen und Unterstützungsstrukturen im Rahmen des Masterplans.
Die Kombination aus Wettbewerb, professionellem Feedback, Coaching-Angeboten und öffentlicher Bühne schafft wichtige Impulse, um innovative Ansätze weiterzuentwickeln und in konkrete Geschäftsmodelle zu überführen.
„Wer heute Ideen entwickelt, gestaltet die Wirtschaft von morgen. Deshalb ist es uns wichtig, Mut zu machen und praxisnahe Unterstützung zu bieten“,
so Thomas Kolbe abschließend.

Impressionen vom Ideenwettbewerb am 23. Juni 2026