PM 57 | 11.08.2026

DIHK-Report Unternehmensgründung 2026

Wachsendes Interesse an einer beruflichen Selbstständigkeit haben zuletzt die Industrie- und Handelskammern (IHKs) registriert.

Sie führten 2025 bundesweit 13 Prozent mehr Einstiegsgespräche als im Vorjahr; die Zahl der IHK-Gründungsberatungen legte um 15 Prozent zu. Wie der aktuelle DIHK-Report Unternehmensgründung zeigt, spielt dabei jedoch immer häufiger die Sorge um die eigene berufliche Zukunft eine Rolle: 36 Prozent der angehenden Jungunternehmerinnen und -unternehmer wollen vor allem mangels Erwerbsalternativen gründen – ein Höchststand seit elf Jahren.

Im Jahr 2025 wurden bundesweit etwa 395.000 Existenzgründungen registriert. Das sind 8,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Enthalten sind Unternehmensübernahmen und Zuzüge. Damit wurde erstmals wieder das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 überschritten. In Sachsen sieht das ähnlich aus – 28.704 Neugründungen bedeuten eine Steigerung von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Südwestsachsen ist die Steigerung gegenüber dem Vorjahr mit 13,1 Prozent noch deutlicher (nominal 7461 Neugründungen).

Das Interesse am Unternehmertum in der Region Chemnitz ist also ungebrochen. Die IHK Chemnitz hat im vergangenen Jahr mehr als 660 Einzelberatungen für Gründungsinteressierte durchgeführt, darunter rund 260 Beratungen mit Frauen. Darüber hinaus fanden über 220 Intensivberatungen statt, von denen etwa 90 auf Gründerinnen entfielen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Unterstützung bei Finanzierungs- und Förderfragen. So hat die IHK Chemnitz im vergangenen Jahr mehr als 310 Stellungnahmen für Finanzierungen, Coachings und weitere Förderprogramme erstellt und damit zahlreiche Vorhaben auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleitet.
„Die Zahlen zeigen, dass es in den Regionen Chemnitz, Erzgebirge, Mittelsachsen, Vogtland und Zwickau weiterhin Menschen gibt, die Verantwortung übernehmen und ihre Geschäftsideen verwirklichen möchten. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Anforderungen an Gründerinnen und Gründer nicht geringer werden. Neben tragfähigen Geschäftsmodellen sind insbesondere verlässliche Finanzierungsstrukturen und ein möglichst einfacher Zugang zu Förderangeboten gefragt“,
sagt Franca Heß, Referatsleiterin Starthilfe und Unternehmensförderung der IHK Chemnitz.
Für die wirtschaftliche Entwicklung Südwestsachsens sind erfolgreiche Unternehmensgründungen von großer Bedeutung. Sie schaffen Innovationen, sichern Unternehmensnachfolgen und tragen zur Zukunftsfähigkeit unserer Region bei. Umso wichtiger sind Rahmenbedingungen, die den Weg in die Selbstständigkeit erleichtern und unternehmerisches Engagement fördern.