PM 80 | 22.10.2026

IHK Chemnitz begrüßt Vorschläge für die Zukunft von VW Sachsen

Die IHK Chemnitz sieht im Vorschlag von Ministerpräsident Michael Kretschmer, eine neue „Auto-Union GmbH“ zu gründen und damit die Fahrzeugproduktion im VW-Werk Zwickau langfristig zu sichern, einen Ansatz, der eine vertiefte Prüfung verdient.
Entscheidend ist, wie sich damit tragfähige wirtschaftliche Perspektiven für den Automobilstandort Sachsen schaffen lassen.
„Die Idee, die Kräfte des sächsischen Automobilstandorts zu bündeln und neue Partnerschaften zu ermöglichen, begleitet uns schon länger. Mit unserem Ansatz einer ‚ReUnion‘ hat die IHK Chemnitz bereits vor fünf Jahren dafür geworben, vorhandene Kompetenzen zusammenzuführen und die Wettbewerbsfähigkeit der Branche aus eigener Kraft zu stärken. Der Vorschlag einer neuen Auto-Union knüpft an diesen Grundgedanken an. Jetzt kommt es darauf an, daraus ein wirtschaftlich tragfähiges Konzept zu entwickeln, das international wettbewerbsfähige Produktion ermöglicht und die Innovationskraft des Standorts nutzt“,
sagt Christoph Neuberg, Hauptgeschäftsführer der IHK Chemnitz.
Für die IHK kommt es darauf an, die Zukunft des Werks Zwickau nicht isoliert zu betrachten. Der Automobilstandort Sachsen umfasst ein enges Netzwerk aus Herstellern, Zulieferern, Dienstleistern und Forschungseinrichtungen. Ihre Kompetenzen und industriellen Wertschöpfungsketten sind eng miteinander verbunden. Entscheidungen über die künftige Ausrichtung der Fahrzeugproduktion haben deshalb Auswirkungen weit über das Werk hinaus.
„Wir brauchen eine Perspektive, die industrielle Wertschöpfung, Arbeitsplätze und das Know-how der Beschäftigten in Sachsen hält. Dafür müssen bestehende Kompetenzen zusammengeführt, neue Partnerschaften ermöglicht und klare wirtschaftliche Rahmenbedingungen geschaffen werden“,
so Neuberg weiter.
Die IHK Chemnitz wird den weiteren Prozess konstruktiv begleiten. Maßgeblich wird sein, ob die Idee in ein belastbares Geschäftsmodell mit klaren Verantwortlichkeiten, wettbewerbsfähigen Kostenstrukturen und einer langfristigen Perspektive für den Automobilstandort Sachsen überführt werden kann.