Aus- und Weiterbildung
Fotowettbewerb 2026 gewonnen - Natalie Noack im Interview
Um zu zeigen, wie vielfältig die duale Ausbildung sein kann, führten die Brandenburger Industrie- und Handelskammern im Frühjahr 2026 wieder einen Fotowettbewerb für Auszubildende durch. Das Thema in diesem Jahr: „Ausbildung. Leidenschaft. Ich“. Die 20-jährige Natalie Noack erreichte Brandenburgweit die meisten Stimmen für ihr Foto, worauf zu sehen ist, wie sie voller Freude einen Bus lenkt. Wir haben Sie gefragt wie es dazu kam.
Natalie Noack, Fachkraft im Fahrbetrieb bei der Regionalen Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH, hat Brandenburgweit die meisten Stimmen für Ihr Bild bekommen und belegt somit den ersten Platz der IHK-Azubichallenge 2026.
Fragen an Natalie Noack, Gewinnerin der Fotochallenge 2026
Wie hast du zu deinem Ausbildungsberuf gefunden?
Ich habe mich für meinen Ausbildungsberuf schon relativ früh interessiert. Bereits seit der Grundschule hatte ich großes Interesse daran, da ich ein "Bus-Kind" war. Als ich dann aufs Gymnasium gewechselt bin, musste ich auch längere Strecken mit dem Bus fahren und bin dabei öfter mit den Fahrern ins Gespräch gekommen. Dadurch ist mein Interesse weiter gewachsen. Letztendlich habe ich dann mehrmals einen Ferienjob bei der RVS gemacht, sowie ein Praktikum im Rahmen meiner Seminararbeit absolviert. Dann war es endlich soweit und ich durfte meine Ausbildung bei der RVS beginnen.
Was macht dir während der Ausbildung am meisten Freude?
Am meisten Spaß macht mir das Busfahren. Seit Beginn der Ausbildung habe ich darauf hin gefiebert, den Busführerschein zu machen. Und seit ich fahren darf, ist kein Tag vergangen, an dem ich mich nicht auf den Dienst gefreut habe. Es ist ein schönes Gefühl, mit diesem großen Fahrzeug als junge Frau auf der Straße unterwegs zu sein. Insgesamt macht mir aber die ganze Ausbildung Spaß, da sie sehr abwechslungsreich und locker gestaltet ist.
Warum würdest du den Ausbildungsberuf und deinen Ausbildungsbetrieb weiterempfehlen?
Ich würde die Ausbildung weiterempfehlen, da der Beruf einen sicheren Arbeitsplatz bietet. Der ÖPNV wird immer gebraucht und somit auch die Fachkräfte. Außerdem verdiene ich während der Ausbildung schon gutes Geld und habe gute Chancen, später übernommen zu werden. Meine Ausbildung ist außerdem sehr abwechslungsreich, da ich zwischen Büroarbeit und Busfahren wechseln kann. Außerdem herrscht hier ein angenehmes Arbeitsklima. Zwischen uns Auszubildenden und den anderen Kollegen besteht ein lockeres und respektvolles Verhältnis, was den Arbeitsalltag deutlich erleichtert.
Auf welche Stärken kommt es bei deiner Ausbildung an?
Man sollte auf jeden Fall gut mit Stress umgehen können und in schwierigen Situationen Ruhe bewahren. Außerdem sollte man sich der großen Verantwortung bewusst sein, die man trägt. Es ist wichtig, keine Angst vor dem großen Fahrzeug zu haben, sondern Respekt davor. Eine gute Konzentration spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, da man seine Augen immer auf die Straße gerichtet haben muss – und natürlich auch auf die Fahrgäste. Technisches Verständnis und Kundenfreundlichkeit sind ebenfalls von Vorteil, da man täglich mit Menschen in Kontakt steht.
Fragen an Ausbilder (Christopher Roll):
Was sagen Sie zur Teilnahme Ihrer Auszubildenden am Fotowettbewerb?
Um ehrlich zu sein, wollten wir schon im letzten Jahr gemeinsam am Fotowettbewerb teilnehmen. Allerdings haben wir das Zeitfenster damals ganz professionell verschlafen. Deshalb stand für uns fest: Beim nächsten Mal sind wir dabei! Die Teilnahme war also schon länger geplant, nur das passende Foto musste noch entstehen. Dafür haben wir gemeinsam eine kleine Busfahrt gemacht und nach wirklich unzähligen Versuchen hatten wir schließlich genau das Bild im Kasten, mit dem wir beide rundum zufrieden waren. Besonders schön daran ist, dass dieses Foto unsere Natalie im Herzen widerspiegelt. Man sieht darauf einfach, wie sehr sie ihren Beruf liebt und mit wie viel Freude sie dabei ist. Genau diese Begeisterung macht das Bild für mich so besonders.
Wie haben Sie Ihre Auszubildende unterstützt?
Wenn man ganz ehrlich ist, hatte Natalie Unterstützung von ganz vielen Kolleginnen und Kollegen, vor allem von unseren Busfahrerinnen und Busfahrern aus dem Raum Mittenwalde. Die waren nicht einfach nur engagiert, die sind regelrecht auf Sternenjagd gegangen — ähnlich wie andere auf Pokémon-Suche. Da wurden Fahrgäste freundlich auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht, es wurde erklärt, worum es geht, und natürlich darum gebeten, sich die Seite anzuschauen und Sterne zu vergeben. Intern haben wir zusätzlich mit einem Aushang informiert und auch über Social Media auf die Teilnahme aufmerksam gemacht. Das war dann mein Teil der Unterstützung. Den größten Anteil hatten aber eindeutig unsere Busfahrerinnen und Busfahrer, die jeden Tag mitgefiebert, motiviert und richtig Gas gegeben haben. Es war wirklich schön zu sehen, wie sehr wirklich alle hinter Natalie standen.