Nr. 5079200
Neue Leitplanken und Spielregeln

Green Deal

Europa soll bis zum Jahr 2050 klimaneutral sein. Dazu definiert der European Green Deal neue Leitplanken und Spielregeln für die Wirtschaft: Sie muss ihre CO2-Emissionen reduzieren und ressourcenschonender produzieren. Gleichzeitig soll die Digitalisierung den Transformationsprozess unterstützen. Der Green Deal bietet auch Chancen für neue Geschäftsfelder. Die IHK Darmstadt Rhein Main Neckar unterstützt die gewerbliche Wirtschaft beim anstehenden Transformationsprozess mit Informationen, Fördermöglichkeiten, Beratungs- und Qualifizierungsangeboten sowie einem regelmäßigen Austausch in ihren themenspezifischen Netzwerken.
IHK Darmstadt
Photovoltaik © Danny
IHK-Service

Mit dieser Broschüre informieren die IHKs in Hessen über die aktuellen politischen Entwicklungen und die betriebliche Klimaneutralität. Letztere wird auch anhand von Best-Practice-Beispielen hessischer Unternehmen dargestellt und mit Serviceangeboten im Land verknüpft. Betriebliche Klimaneutralität, das soll diese Broschüre verdeutlichen, ist längst zu einem strategischen Zukunftsthema für jedes Unternehmen geworden, unabhängig von Größe oder Branche.

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Ausdruck © Stefan Yang - stock.adobe.com
CSRD und EU-Taxonomie im Überblick

Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) ist eine EU-Richtlinie, die Unternehmen im Rahmen des Green Deals zur Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet. Durch die CSRD sollen Nachhaltigkeitsberichte auf europäischer Ebene reglementiert werden, um Transparenz, Einheitlichkeit und Vergleichbarkeit der Berichte zu erhöhen. Die CSRD trat am 5. Januar 2023 in Kraft und muss in nationales Recht übersetzt werden – die nationale Regelung wird den aktuell bestehenden nationalen Rechtsrahmen (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz, CSR-RUG) ersetzen. Zwischenzeitlich wurde die CSRD im Rahmen des EU-Omnibus-I Pakets deutlich entschärft. Auch die EU-Taxonomie ist mit vielen Neuerungen in der Nachhaltigkeitsberichterstattung verbunden. Beide Gesetztesinitiativen werden im Folgenden beleuchtet.

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Zwei Personen schütteln Hände © insta_photos
IHK-Service

Der Leitfaden „Geschäftsoptionen mit dem Green Deal“ gibt Anregungen, wie man die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen nutzt, um sich neue Geschäftsfelder zu erschließen. Dazu arbeitet er die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen ab und gibt Hinweise, wo Potenziale für Geschäftsentwicklungen liegen.

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Gruppe von Personen mit Helm in einer Industrieanlage © IHK Darmstadt
Fit für den Green Deal

In den Netzwerken für Energieeffizienz und Klimaschutz schließen sich Unternehmen zusammen, um die Energieeffizienz ihres Betriebes zu steigern. Damit reduzieren sie ihre Energiekosten und schützen das Klima. Die IHK Darmstadt Rhein Main Neckar koordiniert hierfür zwei Netzwerke.

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Die Themen des Green Deals

Fit für den Green Deal
Nachhaltige Immobilienwirtschaft © Joaquin Corbalan - stock.adobe.com

Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) gelten neue gesetzliche Rahmenbedingungen für die Modernisierung, den Neubau und die Wärmeversorgung von Gebäuden. Gemeinsam mit den Vorgaben der Europäischen Union prägt das Gesetz die zukünftige Entwicklung des Gebäudesektors und hat Auswirkungen auf Eigentümer, Unternehmen sowie die Bau- und Immobilienwirtschaft. Diese Seite bietet einen Überblick über die wichtigsten Regelungen und Entwicklungen.

Fit für den Green Deal
Fabriken mit rauchenden Schornsteinen hinter einem grünen Wald © Wonderful pictures - stock.adobe.com

Der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid (CO2) wird teurer. Dies liegt zum einen daran, dass die Zertifikate im europäischen CO2-Handel verknappt werden. Zum anderen trägt die nationale CO2-Bepreisung seit 2021 dazu bei. Außerdem plant Europa Importe aus Drittstaaten mit einer CO2-Grenzsteuer zu belegen. Die steigenden CO2-Kosten fördern die Nachfrage nach klimafreundlichen Technologien.

Fit für den Green Deal
Lastwagen auf Landstraße bei Sonnenaufgang © Milos Muller

Der Verkehrssektor muss seine Emissionen deutlich reduzieren. Die Trendwende kann mit einem intelligenten Technologiemix gelingen: elektrischen Fahrzeuge, Wasserstoff-betriebenen Antriebssysteme sowie E-Fuels und synthetische Kraftstoffen insbesondere für den Schwerlasttransport und im Rahmen des Luftverkehrs schaffen Möglichkeiten für Unternehmen. Mobilität neu zu denken eröffnet Unternehmen nicht nur innerbetrieblich Optionen beim Flottenmanagement, sondern eröffnet auch neue Geschäftsperspektiven.

Fit für den Green Deal
Hochhäuser, in den sich Bäume spiegeln © jamesteohart - stock.adobe.com

Die EU veranschlagt einen jährlichen Investitionsbedarf von 180 Milliarden Euro, um die gesteckten klima- und energiepolitischen Ziele zu erreichen. Die EU will mit Hilfe der Regulierung des Finanzsektors Investitionen in Umweltschutz, Emissions- und Abfallreduzierung und eine höhere Ressourceneffizienz fördern. Für den Finanz- und Immobiliensektor bedeutet das neue Bewertungskriterien für Investitionen. Betriebe der Realwirtschaft müssen mit mehr Bürokratie durch Dokumentationspflichten rechnen.

Fit für den Green Deal
Windkrafträder und Solarpanels © lovelyday12 - stock.adobe.com

Die erneuerbaren Energien in Betrieben müssen ausgebaut werden, damit die Klimaziele der EU erreicht werden. Gleichzeitig müssen Ressourcen- und Energieverbrauch in den Produktionsprozessen reduziert werden. Innovative Technologien, die Eigenstromversorgung oder ein intelligentes Lastmanagement bieten dazu Chancen für viele Unternehmen. Dies wird durch Förderprogramme unterstützt.