Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit
Regionale Erfolgsgeschichten der IHK-Energie-Scouts
Mit der kostenlosen Zusatzqualifikation der IHK-Energie-Scouts bietet die IHK zu Dortmund ihren Mitgliedsunternehmen bereits seit 2017 eine Möglichkeit, zwei grundlegenden Problemen zu begegnen – den hohen Energiekosten und dem Fachkräftemangel. Als „gute Beispiele“ finden Sie nachfolgend eine Projektbeschreibung der Gewinnerteams der regionalen Abschlussveranstaltung, der Energie-Scout-Challenge. Insgesamt trugen die Projekte der Gewinnerteams zu einer beachtlichen Reduktion von über 145.000 kWh Energie und mehr als 95 Tonnen CO₂ bei.
Siegerehrung Energie Scouts. 2. Platz REMONDIS Production GmbH Bei der Challenge hatten die Teams sieben Minuten Zeit für ihren Vortrag und wurden anhand verschiedener Kriterien bewertet. In der Jury saßen in diesem Jahr IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber, Professor Udo Gieseler (FH Dortmund, Organisationseinheit Elektrotechnik), Ilona Dierschke (Effizienz-Agentur NRW) und Jens Christian Kneißel (Hochschule Hamm-Lippstadt, Projekt Werkbank Sektorenkopplung im Institut für Sektorenkopplung in der Energiewende). Die Moderation übernahm auch in diesem Jahr wieder Christopher Deppe von Radio 91.2.
Siegerehrung Energie Scouts. In der Kategorie KMU sicherte sich die Tremonia Mobility GmbH den 1. Platz. Bei der Challenge hatten die Teams sieben Minuten Zeit für ihren Vortrag und wurden anhand verschiedener Kriterien bewertet. In der Jury saßen in diesem Jahr IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber, Professor Udo Gieseler (FH Dortmund, Organisationseinheit Elektrotechnik), Ilona Dierschke (Effizienz-Agentur NRW) und Jens Christian Kneißel (Hochschule Hamm-Lippstadt, Projekt Werkbank Sektorenkopplung im Institut für Sektorenkopplung in der Energiewende). Die Moderation übernahm auch in diesem Jahr wieder Christopher Deppe von Radio 91.2.
Siegerehrung Energie Scouts. Bei den Großunternehmen belegte die Bayer AG am Standort Bergkamen den 2. Platz Bei der Challenge hatten die Teams sieben Minuten Zeit für ihren Vortrag und wurden anhand verschiedener Kriterien bewertet. In der Jury saßen in diesem Jahr IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber, Professor Udo Gieseler (FH Dortmund, Organisationseinheit Elektrotechnik), Ilona Dierschke (Effizienz-Agentur NRW) und Jens Christian Kneißel (Hochschule Hamm-Lippstadt, Projekt Werkbank Sektorenkopplung im Institut für Sektorenkopplung in der Energiewende). Die Moderation übernahm auch in diesem Jahr wieder Christopher Deppe von Radio 91.2.
Siegerehrung Energie Scouts. Bei den Großunternehmen belegte die Welser Profile GmbH Deutschland den 1. Platz. Bei der Challenge hatten die Teams sieben Minuten Zeit für ihren Vortrag und wurden anhand verschiedener Kriterien bewertet. In der Jury saßen in diesem Jahr IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber, Professor Udo Gieseler (FH Dortmund, Organisationseinheit Elektrotechnik), Ilona Dierschke (Effizienz-Agentur NRW) und Jens Christian Kneißel (Hochschule Hamm-Lippstadt, Projekt Werkbank Sektorenkopplung im Institut für Sektorenkopplung in der Energiewende). Die Moderation übernahm auch in diesem Jahr wieder Christopher Deppe von Radio 91.2.
Projektrunde 2025/ 2026
In dieser Projektrunde wurde das Bewertungssystem angepasst. Um die Transparenz der Platzierungen zu erhöhen, erfolgte die Bewertung der Projekte in zwei Gruppen: Auszubildende aus Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden (Großunternehmen). Auszubildende aus Unternehmen mit 250 oder weniger Mitarbeitenden (KMU). So können die unterschiedlichen Voraussetzungen und Unterstützungsmöglichkeiten der Betriebe besser berücksichtigt werden. Innerhalb jeder Gruppe werden zwei Platzierungen vergeben. Darüber hinaus wurde eine Sonderpreis für Biodiversitätsprojekte vergeben.
Platz 1 Großunternehmen: Welser Profile Deutschland GmbH
Mit dem innovativen Praxisprojekt „BDE Powercut –Modernes Energie-Management durch kontrollierten Abschaltimpuls“. Im Rahmen des Energie-Scout-Projekts wird eine intelligente Lösung entwickelt, um unnötigen Energieverbrauch durch versehentlich eingeschaltete Produktionsanlagen zu vermeiden. Hierfür werden relevante Maschinen mit einem Zeitrelais ausgestattet, das an das bestehende Betriebsdatenerfassungssystem (BDE) angebunden ist und Schichtzeiten sowie Produktionsstatus berücksichtigt. Bleibt eine Anlage nach Schichtende oder über das Wochenende unbeabsichtigt in Betrieb, sorgt die automatisierte Steuerung für eine rechtzeitige Abschaltung. Das Projekt trägt so zur Senkung des Energieverbrauchs, zur Reduzierung vermeidbarer Kosten und zu einer effizienteren Betriebsführung bei.
Platz 2 Großunternehmen: Bayer AG Standort Bergkamen
Vom Dauerbrenner zur Präzisionstechnologie: Das Projekt ersetzt energieintensive Muffelöfen durch moderne Mikrowellenöfen zur Produktanalyse und reduziert dadurch sowohl den Energieverbrauch als auch die Prozesszeiten erheblich. Statt elf Muffelöfen werden künftig drei Mikrowellenöfen eingesetzt, wodurch der jährliche Stromverbrauch von 72.270 kWh auf 5.919 kWh sinkt – eine Einsparung von rund 66.350 kWh und knapp 20.000 Euro Energiekosten pro Jahr. Gleichzeitig werden etwa 3,5 Tonnen CO₂ vermieden, was den Emissionen von rund 1.484 Litern Benzin entspricht. Das Projekt verbindet damit eine effizientere Analytik mit messbaren ökologischen und wirtschaftlichen Vorteilen.
Platz 1 KMU: Tremonia Mobility GmbH
In der Kategorie Kleine und mittlere Unternehmen überzeugte die Tremonia Mobility GmbH mit einer durchdachten Optimierung des Druckluftsystemsund dessen Nutzung. Geplant sind unter anderem das Abtrennen nicht benötigter Leitungsbereiche, die Installation von Durchflussmessern und zeitgesteuerten Ventilen sowie die Modernisierung von Arbeitsmitteln, um Leckagen und unnötigen Druckluftverbrauch zu minimieren und gleichzeitig Arbeitssicherheit sowie den bewussteren Umgang mit Druckluft zu fördern.
Mit ihrem innovativen Projekt zur Optimierung des Druckluftsystems überzeugten die Auszubildenden der Tremonia Mobility GmbH nicht nur auf regionaler Ebene, sondern wurden im Rahmen der bundesweiten Bestenehrung von DIHK und Bundesumweltministerium mit dem Bundespreis in der Kategorie „Energie & Klima – kleine und mittlere Unternehmen“ ausgezeichnet.
Platz 2 KMU: Remondis Production GmbH
Im Rahmen des Projekts „ReHeat – Abwasser in der Kreislaufwirtschaft“ identifiziert die REMONDIS Production GmbH ungenutzte Abwärmepotenziale im Produktionsprozess der Gipsaufbereitung. Mithilfe von Wärmebilddrohnen werden Anlagen analysiert und Wärmeverluste systematisch erfasst, um das energetische Potenzial von Prozesswasser zu nutzen. Dadurch können der Heizenergiebedarf und die CO₂-Emissionen des Unternehmens reduziert sowie Entsorgungskosten gesenkt und fossile Energieträger eingespart werden. Das Projekt zeigt, wie durch innovative Technologien Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft erfolgreich miteinander verbunden werden können.
Sonderpreis Biodiversität: Diagramm Halbach GmbH & Co. KG
Die Diagramm Halbach GmbH& Co.KG sicherte sich den diesjährigen Sonderpreis für Biodiversität mit dem Projekt „Lebensraum Klimagarten“ an ihrem Unternehmenssitz in Schwerte. Herzstück ist eine großflächige Wildblumenwiese mit heimischen und teils gefährdeten Pflanzenarten, ergänzt durch Kleinlebensräume wie Totholzbereiche, Steinlesehaufen, Insektenhotels und Sandarien sowie durch Apfelbäume, Sträucher und Vogeltränken.
Projektrunde 2024/2025
Platz 1: Flughafen Dortmund GmbH
Das Team vom Dortmund Airport entwickelte mit dem Projekt Green Terminal ein nachhaltiges Begrünungskonzept für das Terminalgebäude und sicherte sich den ersten Platz! Die Ausgangslage: hohe Temperaturen im Sommer und ein signifikanter Energieverbrauch für Heizung und Klimatisierung – allein für Gate 11/12 rund 38.000 kWh jährlich. Durch die Kombination aus bodengebundener Fassadenbegrünung und konserviertem Moos im Innenbereich soll künftig nicht nur das Raumklima verbessert, sondern auch die Energieeffizienz gesteigert werden. Berechnungen zeigen: Bis zu 35 Prozent Energieeinsparung sind durch die natürliche Dämmwirkung der Pflanzen möglich – rund 5 Tonnen CO₂ können jährlich eingespart werden. Die Investitionskosten des Pilotprojekts liegen bei rund 11.250 Euro, die sich durch die prognostizierten Einsparungen nach etwa zehn Jahren amortisieren. Eine Ausweitung auf weitere Gebäudeteile ist bei Erfolg des Projekts geplant.
Platz 2: Diagramm Halbach GmbH & Co. KG
Das zweite prämierte Projekt stammt von Auszubildenden der Diagramm Halbach in Schwerte. Unter dem Motto Effizient und umweltfreundlich heizen entwickelten die Scouts ein alternatives Heizkonzept für das Hochregallager des Unternehmens. Statt großflächiger Öl-Heizsysteme setzen sie auf punktuell platzierte Infrarotstrahler in Kombination mit beheizbaren Arbeitswesten. Durch die Absenkung der Lagertemperatur um drei Grad Celsius ergibt sich eine Einsparung von rund 2.800 Litern Heizöl pro Jahr. Dies entspricht einer Reduktion von knapp 7,5 Tonnen CO₂. Die Investitionskosten von rund 2.800 Euro amortisieren sich bereits nach gut einem Jahr – ein überzeugender Beleg dafür, dass Klimaschutz auch wirtschaftlich attraktiv sein kann.
Das zweite prämierte Projekt stammt von Auszubildenden der Diagramm Halbach in Schwerte. Unter dem Motto Effizient und umweltfreundlich heizen entwickelten die Scouts ein alternatives Heizkonzept für das Hochregallager des Unternehmens. Statt großflächiger Öl-Heizsysteme setzen sie auf punktuell platzierte Infrarotstrahler in Kombination mit beheizbaren Arbeitswesten. Durch die Absenkung der Lagertemperatur um drei Grad Celsius ergibt sich eine Einsparung von rund 2.800 Litern Heizöl pro Jahr. Dies entspricht einer Reduktion von knapp 7,5 Tonnen CO₂. Die Investitionskosten von rund 2.800 Euro amortisieren sich bereits nach gut einem Jahr – ein überzeugender Beleg dafür, dass Klimaschutz auch wirtschaftlich attraktiv sein kann.
Projektrunde 2023/2024
Platz 1: Vitesco Technologies
Zur Reduzierung des Energieverbrauchs in der Kunststoffspritzerei installierte Vitesco Technologies Frequenzumrichter an Vakuumpumpen, um deren Leistung bedarfsgerecht zu steuern. Dies führte zu einer jährlichen Einsparung von 24.105 kWh Energie und 12,052 Tonnen CO₂ sowie Kosteneinsparungen von 5.321 €. Die Investitionskosten von 6.000 € amortisierten sich in nur 1,13 Jahren.
Zur Reduzierung des Energieverbrauchs in der Kunststoffspritzerei installierte Vitesco Technologies Frequenzumrichter an Vakuumpumpen, um deren Leistung bedarfsgerecht zu steuern. Dies führte zu einer jährlichen Einsparung von 24.105 kWh Energie und 12,052 Tonnen CO₂ sowie Kosteneinsparungen von 5.321 €. Die Investitionskosten von 6.000 € amortisierten sich in nur 1,13 Jahren.
Platz 2: Diagramm Halbach GmbH & Co. KG
Zur Erhöhung der Nachhaltigkeit ergänzte das Unternehmen seine Photovoltaikanlage mit vertikalen Windkraftanlagen. Diese liefern ganzjährig grünen Strom und sparen jährlich 0,506 Tonnen CO₂ ein. Die Investition von 3.000 € amortisiert sich nach 8,23 Jahren bei jährlichen Einsparungen von 364,42 €.
Projektrunde 2022/2023
Platz 1: Vitesco Technologies
Das Projekt „Thermische Isolierung der Spritzgusswerkzeuge“ reduzierte Wärmeverluste bei konstant beheizten Maschinen erheblich. Die Maßnahme führte zu Einsparungen von 63.600 kWh Energie und 23,3 Tonnen CO₂ pro Jahr. Bei Investitionskosten von 22.700 € betrug die Amortisationszeit nur 1,02 Jahre.
Das Projekt „Thermische Isolierung der Spritzgusswerkzeuge“ reduzierte Wärmeverluste bei konstant beheizten Maschinen erheblich. Die Maßnahme führte zu Einsparungen von 63.600 kWh Energie und 23,3 Tonnen CO₂ pro Jahr. Bei Investitionskosten von 22.700 € betrug die Amortisationszeit nur 1,02 Jahre.
Platz 2: GEA Farm Technologies
GEA entwickelte ein „Smart Lighting System“ für die Außenbeleuchtung. Sensoren regulieren das Licht bedarfsgerecht, wodurch jährlich 54.387 kWh Energie und 20 Tonnen CO₂ eingespart werden. Die Investition von 43.250 € amortisiert sich nach zwei Jahren.
GEA entwickelte ein „Smart Lighting System“ für die Außenbeleuchtung. Sensoren regulieren das Licht bedarfsgerecht, wodurch jährlich 54.387 kWh Energie und 20 Tonnen CO₂ eingespart werden. Die Investition von 43.250 € amortisiert sich nach zwei Jahren.
Projektrunde 2021/2022
Platz 1: Murtfeldt Kunststoffe GmbH & Co. KG
Durch den Einsatz von Recyclingpapier konnte das Unternehmen 600.000 Blatt herkömmliches Papier ersetzen. Dies sparte 2 Tonnen CO₂, 11.000 kg Holz und 155.000 Liter Wasser. Künftige Digitalisierungsmaßnahmen sollen den Papierverbrauch weiter senken.
Durch den Einsatz von Recyclingpapier konnte das Unternehmen 600.000 Blatt herkömmliches Papier ersetzen. Dies sparte 2 Tonnen CO₂, 11.000 kg Holz und 155.000 Liter Wasser. Künftige Digitalisierungsmaßnahmen sollen den Papierverbrauch weiter senken.
Platz 2: Voestalpine Böhler Welding Germany
Im Projekt zur Abdichtung von Druckluftleckagen identifizierte das Unternehmen 97 Lecks und reduzierte dadurch Energieverluste signifikant. Die Maßnahmen amortisierten sich bereits nach sechs Monaten.
Im Projekt zur Abdichtung von Druckluftleckagen identifizierte das Unternehmen 97 Lecks und reduzierte dadurch Energieverluste signifikant. Die Maßnahmen amortisierten sich bereits nach sechs Monaten.
Projektrunde 2020/2021
Platz 1: Diagramm Halbach GmbH & Co. KG
Im Projekt „Smart Halbach“ entwickelten Auszubildende Energieeinsparmaßnahmen wie smarte Thermostate und Zeitschaltuhren. Dies reduzierte die Heizkosten um 30 % und sparte 2 Tonnen CO₂ pro Jahr. Die Investition amortisierte sich in etwas mehr als zwei Jahren.
Im Projekt „Smart Halbach“ entwickelten Auszubildende Energieeinsparmaßnahmen wie smarte Thermostate und Zeitschaltuhren. Dies reduzierte die Heizkosten um 30 % und sparte 2 Tonnen CO₂ pro Jahr. Die Investition amortisierte sich in etwas mehr als zwei Jahren.
Platz 2: Louis Opländer GmbH
Das Projekt „Ice Age 4 – Voll Effizient“ implementierte Technologien wie einen Eisspeicher und eine Wärmepumpe, wodurch jährlich über 24 Tonnen CO₂ eingespart werden konnten. Die Investition amortisierte sich bereits nach 13 Monaten.
Das Projekt „Ice Age 4 – Voll Effizient“ implementierte Technologien wie einen Eisspeicher und eine Wärmepumpe, wodurch jährlich über 24 Tonnen CO₂ eingespart werden konnten. Die Investition amortisierte sich bereits nach 13 Monaten.