Herzlichen Glückwunsch

IHK ehrt langjährige Prüferinnen und Prüfer

IHK-Präsident Roland Klein ließ in seiner Laudatio persönliche Erfahrungen einfließen
Für die ehrenamtliche Mitwirkung im Prüfungsausschuss der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund gibt das Berufsbildungsgesetz vor, dass Prüfende für die Prüfungsgebiete sachkundig und für die Mitwirkung im Prüfungswesen geeignet sein müssen. Die mehr als 2.300 Mitglieder in den rund 300 Prüfungsausschüssen erfüllen nicht nur diese Kriterien. Sie sind häufig auch schon seit Jahrzehnten bei der IHK zu Dortmund engagiert. Für 20, 40 und 50 Jahre Mitwirkung im Prüfungswesen wurden im Silbersaal des Kongresszentrums Dortmund am 30. Juli 108 Prüferinnen und Prüfer geehrt.
Im Namen der IHK zu Dortmund bedankte sich IHK-Präsident Roland Klein im Beisein von IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber bei den Jubilaren für zusammen 2.660 Jahre Prüfungstätigkeit. Bis heute sei der Großteil der IHK-Arbeit nur durch freiwilliges Engagement möglich – dem von Frauen und Männern aus der Wirtschaft ebenso wie von Vertreterinnen und Vertretern der Beruflichen Schulen. „Es liegt mir sehr am Herzen, auch Ihren Familien zu danken“, betonte Klein. Denn solch ein intensives Ehrenamt neben dem eigentlichen Beruf bedeute natürlich auch Verzicht im privaten Leben.
Der IHK-Präsident ließ in seiner Ansprache auch persönliche Erfahrungen miteinfließen: „Seit nahezu 32 Jahren bin ich selbst als Prüfer und Vorsitzender im Prüfungsausschuss Großhandel Sanitär tätig. In dieser Zeit habe ich viele der Situationen, die Sie aus Ihrer Arbeit kennen, selbst erlebt – die Freude über gelungene Prüfungen ebenso wie die Herausforderungen, die dieses Ehrenamt mit sich bringt. Deshalb kann ich sehr gut nachvollziehen, was es bedeutet, Verantwortung in einem Prüfungsausschuss zu übernehmen. Auch meine Mitarbeit im Berufsbildungsausschuss hat mir immer wieder vor Augen geführt, wie unverzichtbar ehrenamtliches Engagement für die berufliche Bildung ist.“
Die ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfer stehen für das hohe Niveau der Ausbildungsarbeit in der IHK-Region mit den Städten Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna. Gleichwohl würden die Ausbildungsbemühungen der Unternehmen von Teilen der Öffentlichkeit offensichtlich nicht ausreichend wahrgenommen und nicht wertgeschätzt. Dabei verfügen beruflich Fortgebildete über die Kompetenzen, die Unternehmen benötigten. „Wir haben demnach bestimmt kein Qualitätsproblem, sondern ein Imageproblem“, so der IHK-Präsident weiter. „Dies zu ändern ist eine große Aufgabe der Akteure im beruflichen Bildungssystem – auch noch in den kommenden Jahren.“
Im Anschluss überreichten Klein und Schreiber die Prüfernadeln. Für 20-jährige Mitwirkung gab es die silberne und für 40 Jahre die goldene Prüfernadel. Vier Prüfern wurde für 50 Jahre im Ehrenamt der Ehrenamtsfüller mit persönlicher Gravur überreicht. Moderiert wurde die Ehrung von IHK-Geschäftsführerin Maike Fritzsching, Leiterin des Bereichs Berufliche Bildung und Fachkräftesicherung.
31. Juli 2026