Schnelles Internet
Breitbandinfrastruktur
Eine leistungsfähige Breitbandversorgung ist eine zentrale Voraussetzung für die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Breitbandanschlüsse ermöglichen die schnelle Übertragung großer Datenmengen und bilden die Grundlage für digitale Geschäftsprozesse und moderne Kommunikationsformen.
Dabei kommen unterschiedliche Technologien zum Einsatz, darunter Kupfer- und Glasfaserkabel sowie Funk- und Satellitenverbindungen. Insbesondere Glasfaser bietet langfristig die notwendigen Kapazitäten, um steigenden Anforderungen an Geschwindigkeit, Stabilität und Datenübertragung gerecht zu werden.
Warum ist schnelles Internet wichtig für die Wirtschaft?
Leistungsfähige Breitbandanschlüsse sind ein entscheidender Standortfaktor. Ob vernetzte Produktionsanlagen, Cloud-Anwendungen, digitale Dienstleistungen oder mobiles Arbeiten – Unternehmen sind heutzutage auf schnelle und zuverlässige Internetverbindungen angewiesen.
Neben hohen Übertragungsgeschwindigkeiten gewinnen auch stabile Verbindungen, leistungsfähige Uploadkapazitäten und Ausfallsicherheit an Bedeutung. Eine unzureichende Breitbandversorgung kann betriebliche Abläufe beeinträchtigen, Investitionen erschweren und die Wettbewerbsfähigkeit von Wirtschaftsstandorten schwächen. Darüber hinaus trägt eine leistungsfähige digitale Infrastruktur zur Attraktivität einer Region als Wohn- und Arbeitsstandort bei und unterstützt damit auch die Gewinnung und Bindung von Fachkräften.
Wie unterstützt die IHK Elbe-Weser den Breitbandausbau?
Die IHK Elbe-Weser setzt sich für einen flächendeckenden und bedarfsgerechten Ausbau leistungsfähiger Breitbandnetze ein. Gerade im ländlich geprägten Elbe-Weser-Raum müssen auch Gewerbegebiete und dezentral gelegene Unternehmensstandorte zuverlässig erschlossen werden.
Dabei kommt der Glasfasertechnologie eine zentrale Bedeutung zu. Sie bietet hohe Übertragungskapazitäten und ermöglicht eine langfristig leistungsfähige digitale Infrastruktur. Ziel sollte daher sein, Glasfaseranschlüsse möglichst bis in die Gebäude und Geschäftsräume zu führen. Um bestehende Versorgungslücken zu schließen, sind vereinfachte Genehmigungsverfahren, eine bessere Koordinierung von Baumaßnahmen und geeignete Förderinstrumente erforderlich. Entscheidend ist, dass Unternehmen unabhängig von ihrem Standort Zugang zu leistungsfähigen und wirtschaftlich tragbaren Internetanschlüssen erhalten.
Welche Breitbandstrategien gibt es von Bund und Land?
Die Bundesregierung und das Land Niedersachsen verfolgen das Ziel, den flächendeckenden Ausbau leistungsfähiger digitaler Infrastrukturen voranzutreiben. Mit der Gigabitstrategie des Bundes wurde das Ziel formuliert, bis 2030 eine flächendeckende Versorgung mit Glasfaseranschlüssen zu erreichen. Der Ausbau soll vorrangig eigenwirtschaftlich durch Telekommunikationsunternehmen erfolgen. Dort, wo sich dies wirtschaftlich nicht realisieren lässt, können öffentliche Förderprogramme unterstützen.
Auch Niedersachsen fördert den Glasfaserausbau, insbesondere in bislang unzureichend versorgten Gebieten. Im Mittelpunkt steht dabei zunehmend die direkte Glasfaseranbindung von Gebäuden (FTTB – Fiber to the Building) und einzelnen Wohneinheiten beziehungsweise Geschäftsräumen (FTTH – Fiber to the Home).
Aktuelle Informationen zur Breitbandversorgung und zum Ausbaufortschritt stellt die Bundesnetzagentur im Breitbandatlas bereit.
Wie wird der Ausbau gefördert?
Bund und Land unterstützen den Ausbau gigabitfähiger Netze mit unterschiedlichen, aufeinander abgestimmten Förderprogrammen. Ziel ist es, insbesondere dort eine leistungsfähige Versorgung zu ermöglichen, wo ein eigenwirtschaftlicher Ausbau nicht zustande kommt. Ein wesentliches Instrument ist die Gigabitförderung des Bundes. Ergänzend unterstützt das Land Niedersachsen den Ausbau in bislang unterversorgten Gebieten. Antragsberechtigt sind insbesondere Landkreise, Kommunen und weitere öffentliche Träger. Unternehmen profitieren vor allem durch die Erschließung ihrer Standorte.
Informationen zu aktuellen Fördermöglichkeiten bieten die Gigabitförderung des Bundes und die NBank.
Ein weiterer wichtiger Ansprechpartner ist das Breitbandzentrum Niedersachsen-Bremen in Osterholz-Scharmbeck. Es unterstützt Kommunen und Landkreise bei der Planung, Koordinierung und Umsetzung von Ausbauvorhaben sowie bei der Fördermittelakquise.
