Pressemitteilung

Städtebauförderung 2026

IHK Elbe-Weser begrüßt Investitionen in die Zukunft der Ortskerne in der Region

Elbe-Weser-Raum (IHK). Rund 22 Millionen Euro aus der Städtebauförderung 2026 fließen nach Berechnungen der IHK Elbe-Weser in die Landkreise Stade, Rotenburg (Wümme), Cuxhaven, Verden und Osterholz in Stadtentwicklungsprojekte. Für die IHK ist das ein starkes Signal für eine Region, die stark von kleinen und mittleren Städten geprägt ist. Landesweit stellen Bund und Land in diesem Jahr rund 185 Millionen Euro bereit.
Besonders begrüßt die IHK, dass ein Großteil der Mittel in Maßnahmen des Programms „Lebendige Zentren“ fließt. Aus Sicht der Wirtschaft setzt das Programm genau dort an, wo viele Kommunen derzeit vor großen Herausforderungen stehen. „Lebendige Innenstädte und Ortskerne sind längst kein Selbstzweck mehr. Sie sind Schaufenster des Wirtschaftsstandorts, Begegnungsorte für die Menschen und ein entscheidender Standortfaktor für Unternehmen und Fachkräfte. Deshalb freuen wir uns, dass Bund und Land hier einen klaren Schwerpunkt setzen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Christoph von Speßhardt.
Den größten Anteil der Fördermittel im Elbe-Weser-Raum erhält der Landkreis Rotenburg (Wümme) mit rund 7,15 Millionen Euro. Es folgen die Landkreise Stade (5,24 Millionen Euro), Osterholz (4,8 Millionen Euro), Verden (3,55 Millionen Euro) und Cuxhaven (0,91 Millionen Euro).
Aus Sicht der IHK kommt die Förderung genau zur richtigen Zeit, da die Zentren im Elbe-Weser-Dreieck seit Jahren unter Druck durch verändertes Konsumverhalten, Onlinehandel, demografischen Wandel und den Wettbewerb mit den Metropolregionen Hamburg und Bremen stehen. Vor dem Hintergrund stark belasteter kommunaler Haushalte und weitgehend erschöpfter Förderspielräume nach den Corona-Förderungen gewinnen Programme der Städtebauförderung wieder stärker an Bedeutung. Für viele Kommunen sind sie inzwischen eines der wenigen verlässlichen Instrumente, um Investitionen in Ortskerne überhaupt noch zu ermöglichen und gleichzeitig private Folgeinvestitionen anzustoßen.
„Der Elbe-Weser-Raum lebt nicht von einer großen Metropole, sondern von vielen starken Klein- und Mittelstädten. Noch keine Kommune in unserem IHK-Bezirk überschreitet die Marke von 50.000 Einwohnern. Gerade deshalb sind lebendige Zentren von besonderer Bedeutung. Sie sichern Nahversorgung, Arbeitsplätze und gesellschaftliches Leben in der Fläche. Wenn die Zentren an Attraktivität verlieren, verliert die gesamte Region. Investitionen in Ortskerne sind deshalb Investitionen in die Zukunft des ländlichen Raums und damit in gleichwertige Lebensverhältnisse“, betont Kathrin Wiellowicz, IHK-Expertin für Handel und Stadtentwicklung.
Die IHK setzt sich seit Jahren dafür ein, Innenstädte und Ortskerne als multifunktionale Zentren weiterzuentwickeln. Neben dem klassischen Einzelhandel gewinnen Wohnen, Gastronomie, Dienstleistungen, Kultur, Freizeitangebote und öffentliche Räume zunehmend an Bedeutung. Städtebauförderung schafft hierfür laut IHK wichtige Rahmenbedingungen.
Ergänzend zur Innenstadtentwicklung umfasst die Förderung in diesem Jahr auch Quartiere, Wohnumfelder sowie Maßnahmen zur Klimaanpassung und nachhaltigen Stadtentwicklung, etwa in Achim, Harsefeld, Stade und Zeven. Davon profitieren nicht nur die Kommunen selbst, sondern auch das regionale Baugewerbe und zahlreiche Dienstleistungsunternehmen. „Die Städtebauförderung ist weit mehr als ein Bauprogramm. Sie löst private Investitionen aus, stärkt die regionale Wirtschaft und macht unsere Kommunen attraktiver für Unternehmen, Beschäftigte und Besucher. Entscheidend ist nun, dass die Projekte effizient umgesetzt werden und die Fördermittel schnell Wirkung entfalten können“, sagt von Speßhardt abschließend.