Auswertung der Sommertour 2026 - Wirtschaftliche Situation und Ableitungen der IHK Erfurt
Die diesjährige Sommertour der IHK Erfurt führte Präsident Peter Zaiß und Hauptgeschäftsführerin Dr. Cornelia Haase-Lerch von Mitte August bis Anfang September an zahlreiche Stationen in Nord-, Mittel- und Westthüringen. Bei 16 Unternehmensbesuchen und im Austausch mit allen Regionalen Wirtschaftsbeiräten der IHK Erfurt kamen die Einschätzungen und Erfahrungen von rund 250 Wirtschaftsvertretern zusammen.
Das Ziel der Sommertour: Zuhören, Stimmungen aufnehmen, Handlungsbedarfe erkennen und erfahren, was von politischen Entscheidungen tatsächlich in den Unternehmen ankommt. Der Fokus bei der Auswahl der besuchten Unternehmen lag in diesem Jahr auf dem Thema Nachfolge.
Das wichtigste Ergebnis vorab: Viele Betriebe sind wirtschaftlich stabil, investieren, bilden aus und entwickeln ihre Unternehmen weiter. Gleichzeitig wächst der Druck auf die Wettbewerbsfähigkeit durch hohe Kosten, fehlende Fachkräfte, komplexe Regulierung und langwierige Verfahren. Besonders deutlich wurde dabei, dass es den Unternehmen nicht an Mut, Ideen oder Veränderungsbereitschaft fehlt, sondern an den passenden wirtschafts- und standortpolitischen Rahmenbedingungen.
Auszüge zentraler Ergebnisse aus den Gesprächen
Unternehmensnachfolge
Nachfolge war das prägende Thema der Unternehmensbesuche zur diesjährigen Sommertour. Die besuchten Betriebe wurden innerhalb der Familie oder durch externe Nachfolger erfolgreich übernommen und zeigten eindrücklich, dass ein gelungener Generations- oder Eigentümerwechsel häufig neue Investitionen, Modernisierungen und Geschäftsideen auslöst.
Gleichzeitig verliefen die Übergaben keineswegs immer planmäßig. Ein externer Nachfolger eines metallverarbeitenden Industriebetriebs berichtete von einer langwierigen Suche nach einem geeigneten Unternehmen und einer nur begrenzten Auswahl passender Angebote. Die tatsächliche wirtschaftliche und organisatorische Situation des übernommenen Betriebs sei zudem im Vorfeld nur schwer vollständig einzuschätzen gewesen. Andere Betriebe stehen wiederum vor der Frage, ob überhaupt eine geeignete Nachfolge gefunden werden kann. Damit besteht das Risiko, dass wirtschaftlich tragfähige Unternehmen allein aufgrund einer fehlenden Nachfolgelösung verschwinden könnten.
Unternehmensnachfolge ist deshalb unmittelbar Bestandssicherung: Mit jedem erfolgreichen Übergang bleiben Arbeitsplätze, Know-how, Ausbildung und regionale Wirtschaftsstrukturen erhalten.
Wirtschaftliche Lage und Wettbewerbsfähigkeit
Die wirtschaftliche Lage wurde sehr unterschiedlich bewertet. Während einzelne Unternehmen von einer guten Auftragslage und hoher Auslastung berichteten, spüren andere rückläufige Aufträge, Kurzarbeit, Stellenabbau oder Insolvenzen in ihren Lieferketten. Besonders deutlich ist der Druck in Teilen der Industrie und der Automobilzulieferbranche.
Übergreifend belasten hohe Energie-, Arbeits- und Standortkosten. Ein Industriebetrieb berichtete, dass hohe Bau-, Energie- und Produktionskosten am Standort Deutschland inzwischen die Frage aufwerfen, ob sich Erweiterungsinvestitionen in der Region überhaupt noch lohnten. Der Wettbewerb mit deutlich günstigeren chinesischen Anbietern sei immens. Ein international tätiger Fertigungsbetrieb berichtete, Kunden würden Aufträge aufgrund des Kostenniveaus zunehmend außerhalb Deutschlands vergeben.
Demgegenüber stehen Unternehmen mit einer hohen Investitionsbereitschaft in ihrer Region. Produktionshallen werden erweitert, Maschinen modernisiert, Photovoltaikanlagen errichtet und neue Produkte entwickelt bzw. bestehende weiterentwickelt.
Bürokratie und Verwaltung
Bürokratische Belastungen gehören auch weiterhin zu den am häufigsten angesprochenen Themen der Sommertour. Kritisiert werden insbesondere Berichts-, Melde- und Nachweispflichten, Mehrfachabfragen, Doppelprüfungen und Gold-Plating.
Ein Handelsunternehmen berichtete, Amt für Verbraucherschutz und Berufsgenossenschaft hätten in engem zeitlichem Abstand gleiche oder ähnliche Sachverhalte geprüft. Kritisiert würden dabei weniger die Kontrollen selbst als parallele Strukturen, wiederholte Nachweise und zusätzlicher Papieraufwand.
Ein Bauunternehmen berichtete, dass es bei öffentlichen Vergabeverfahren, trotz Präqualifikation, dennoch umfangreiche Nachweise für eingesetzte Nachunternehmen einreichen müsse, obwohl benötigte Informationen bereits bei staatlichen Stellen vorlägen. Würden geforderte Unterlagen nicht rechtzeitig geliefert, drohe der Ausschluss aus dem Vergabeverfahren.
Auch schleppende Genehmigungsverfahren wurden wiederholt angesprochen. Ein Baustoffhersteller berichtete, er wolle gemeinsam mit einer Hochschule einen alternativen Rohstoffeinsatz in der Produktion erproben, sehe sich dabei jedoch mit einem komplexen und langwierigen Genehmigungsverfahren mit mehreren beteiligten Stellen konfrontiert.
Nach Angaben eines Industriebetriebs hätten sich die Kosten eines Hallenneubaus durch fortlaufend konkretisierte Brandschutzanforderungen erhöht.
Aus einem Unternehmensgespräch entstand als Lösung die Idee eines digitalen „Unternehmenskontos“, über das Unternehmen auf einen Blick erkennen können, welche Prüfungen, Nachweise und wiederkehrenden Pflichten gelten, welche bereits erledigt wurden und wann weitere Anforderungen anstehen.
Fachkräfte, Ausbildung und Arbeitsanreize
Die Fachkräftesituation in Nord-, Mittel- und Westthüringen bleibt angespannt. Besonders technische Fachkräfte und Spezialisten seien vielerorts schwer zu finden, berichtete ein metallverarbeitender Industriebetrieb.
Über alle Gespräche zeigte sich eine hohe Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen. Selbst Betriebe unter wirtschaftlichem Druck halten an Ausbildung fest. Doch strukturelle Rahmenbedingungen erschweren zunehmend die Nachwuchsgewinnung. Ein Industriebetrieb berichtete von einem Fahrtaufwand von teilweise vier bis fünf Stunden zum vorgesehenen Berufsschulstandort. Ausbildungsinteressierte hätten deshalb bereits von einem Vertragsabschluss Abstand genommen. Eine näher gelegene Beschulung sei bislang nur über eine Gastschullösung möglich.
In den Wirtschaftsbeiräten wurde zudem darauf hingewiesen, dass die Öffnungszeiten von Kindertageseinrichtungen teilweise nicht mit betrieblichen Arbeitszeiten vereinbar seien. Auch unzureichende ÖPNV-Anbindungen würden Beschäftigten die Erreichbarkeit der Betriebe erschweren.
Die Entwicklung der Arbeitskosten wurde ebenso in den Wirtschaftsbeiräten diskutiert. Der gesetzliche Mindestlohn werde aus Sicht der Unternehmen nicht nur wegen der direkten Mehrkosten kritisiert, sondern wegen seiner Auswirkungen auf das gesamte betriebliche Lohngefüge. Die Unternehmen sähen zudem die Gefahr, dass der Abstand zwischen ungelernten Tätigkeiten, Ausbildung und qualifizierter Facharbeit immer weiter schrumpfe. Ausbildung und berufliche Qualifikation müssten deshalb auch finanziell attraktiv bleiben.
Standortentwicklung, Infrastruktur und Förderung
Viele Unternehmen wollen wachsen, finden jedoch nicht immer geeignete Flächen oder Hallen. Veraltete Bebauungspläne und aufwendige Änderungsverfahren erschweren Erweiterungen. Auch in den Wirtschaftsbeiräten wurde darauf hingewiesen, dass bestehende Bebauungspläne häufig nur mit erheblichem Zeit- und Verwaltungsaufwand an veränderte Unternehmens- und Investitionsbedarfe angepasst werden könnten.
Unternehmen berichteten zudem, schlecht abgestimmte Baustellen und unzureichende ÖPNV-Verbindungen würden gerade außerhalb der größeren Städte Arbeitswege und betriebliche Abläufe erschweren.
Auch das Ladenöffnungsgesetz wird weiterhin kritisch gesehen. So ist es für die angespannte Situation im Einzelhandel zusätzlich erschwerend, wenn man in der Adventszeit an den verkaufsstarken letzten Adventssonntagen nicht öffnen darf. Zudem ist die Beantragung von verkaufsoffenen Sonntagen so aufwendig, bürokratisch und zum Teil realitätsfern, dass Händler dies kaum noch bewältigen können und somit ein weiteres Stück an Attraktivität der Innenstädte verloren gehen könnte.
Auch die Förderlandschaft wird kritisch gesehen. Ein produzierendes Unternehmen im Landkreis Sömmerda verwies auf Unterschiede bei den Förderintensitäten zwischen dem Gewerbestandort Kölleda und räumlich nahen Standorten, die aus Unternehmenssicht nur schwer nachvollziehbar seien. In den Wirtschaftsbeiräten kritisierten kommunale Vertreter zudem die Vielzahl kleinteiliger Förderprogramme und den damit verbundenen hohen Antrags- und Nachweisaufwand. Aus ihrer Sicht bräuchte es stärker gebündelte Programme oder pauschale beziehungsweise direkte Mittelzuweisungen.
Digitale Transformation und politische Umsetzung
Die Unternehmensrückmeldungen haben gezeigt, dass sich viele Betriebe intensiv auf Digitalisierung, Automatisierung und künstliche Intelligenz einstellen. Im Austausch der Wirtschaftsbeiräte wurde deutlich, dass Unternehmen mit erheblichen Veränderungen von Tätigkeiten und Qualifikationsanforderungen rechnen würden. Damit entstünden neue Qualifizierungsbedarfe, aber auch Chancen für produktivere Prozesse.
Gleichzeitig machten die Unternehmen deutlich, auch der Staat solle neue technologische Möglichkeiten stärker nutzen. In den Wirtschaftsbeiräten wurde angeregt, künstliche Intelligenz künftig auch zur Prüfung neuer Regelungen auf Praxistauglichkeit und mögliche bürokratische Belastungen einzusetzen.
Aus den Gesprächen kommt deshalb nicht nur Kritik, sondern auch der Wunsch nach mehr Experimentierfreude und einer Verwaltung, die digitale Prozesse neu denkt und neue Lösungen zulässt.
Konkrete Handlungsbedarfe aus Sicht der Unternehmen
- Unternehmensnachfolge erleichtern
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Unternehmensnachfolge als festen Bestandteil der Mittelstands- und Standortpolitik verankern und Unternehmen frühzeitig für Übergabeprozesse sensibilisieren.
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Vermittlungsplattformen wie nexxt-change stärker mit regionalen Beratungs- und Matching-Angeboten verzahnen und Unternehmen mit belastbaren Informationen auf externe Übernahmen vorbereiten
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Finanzierungs- und Förderinstrumente gezielt auf Betriebsübernahmen sowie anschließende Modernisierungs- und Erweiterungsinvestitionen ausrichten.
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Genehmigungen, Ummeldungen und Förderverfahren bei Betriebsübergängen bündeln und bestehende Genehmigungen soweit möglich ohne erneutes Vollverfahren übertragen.
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- Wettbewerbsfähigkeit und Investitionen sichern
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Auf dauerhaft wettbewerbsfähige Energiepreise hinwirken und staatlich beeinflussbare Preisbestandteile begrenzen.
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Den Anstieg von Sozialversicherungsbeiträgen und Lohnnebenkosten, wie Entgeltfortzahlung, begrenzen.
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Politische Eingriffe in die Lohnfindung unterlassen, die Festlegung der Höhe des Mindestlohns den sozialpartnerschaftlichen Verfahren überlassen und den Mindestlohn an eine abgeschlossene Ausbildung knüpfen.
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Erweiterungs- und Modernisierungsinvestitionen bei Bestandsunternehmen hinsichtlich Förderung und Standortbedingungen ebenso konsequent unterstützen wie bei Neuansiedlungen.
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Bei neuen Landesregelungen verpflichtend prüfen, welche zusätzlichen Kosten sie gegenüber Wettbewerbern in anderen Bundesländern oder im Ausland auslösen („Wettbewerbscheck“).
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- Bürokratie abbauen und Verwaltung modernisieren
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Berichts-, Melde- und Statistikpflichten systematisch reduzieren und für bestehende wie neue Pflichten eine Beweislastumkehr verankern.
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Doppelprüfungen vermeiden und bereits vorliegende Prüfergebnisse behördenübergreifend anerkennen, etwa zwischen kommunalen Kontrollbehörden und Berufsgenossenschaften.
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Once-Only verbindlich in Landes- und Kommunalverwaltung umsetzen und auch präqualifizierte Unternehmen von erneuten Nachweispflichten entlasten.
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Digitales „Unternehmenskonto“ pilotieren, das Prüfungen, Nachweise, Genehmigungen und Berichtspflichten einschließlich Bearbeitungsstand und Fälligkeiten zentral bündelt.
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Komplexe Genehmigungsverfahren über eine federführende Stelle koordinieren und Anforderungen, Bearbeitungsfristen sowie mögliche Genehmigungsfiktionen frühzeitig verbindlich festlegen.
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Innovative industrielle Erprobungsvorhaben durch beschleunigte Pilotverfahren und gezielte Experimentierklauseln erleichtern.
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Bau- und Brandschutzanforderungen bei Bestandsgebäuden und Erweiterungen frühzeitig abstimmen und stärker auf Verhältnismäßigkeit und tatsächliches Risiko ausrichten.
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Neue Gesetze, Verordnungen und Verwaltungsvorschriften einem verbindlichen KMU- und Praxischeck unterziehen und dabei perspektivisch KI nutzen, um Doppelpflichten und unnötige Nachweise frühzeitig zu erkennen.
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Ermessensspielräume stärker für praktikable Lösungen nutzen und Verwaltungsmitarbeitern durch klare Leitlinien und Rückendeckung mehr Entscheidungssicherheit geben.
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In den Verwaltungen eine Kultur etablieren, die wirtschaftliche Entwicklung ermöglicht und nicht verhindert und die ins Bewusstsein rückt, dass Verwaltung durch eine funktionierende Wirtschaft finanziert wird.
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- Fachkräfte und Ausbildung stärken
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Berufsschulnetz stärker am tatsächlichen Ausbildungsbedarf und an zumutbaren Fahrtzeiten ausrichten; bei dauerhaftem regionalem Bedarf näher gelegene Beschulungen ermöglichen, statt jährlich neue Gastschulanträge zu verlangen.
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Berufsorientierung frühzeitig mit verbindlichen Praxistagen und regelmäßigen Unternehmenskontakten verbinden.
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Verfahren für internationale Fach- und Arbeitskräfte zwischen Ausländerbehörden und Bundesagentur für Arbeit digitalisieren und parallelisieren sowie wiederholte Prüfungen bereits vorliegender Qualifikations-, Vertrags- oder Entgeltdaten vermeiden.
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Öffnungszeiten der Kinderbetreuung stärker an regionalen Arbeitszeitmodellen und den Bedürfnissen von Schichtbeschäftigten ausrichten.
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ÖPNV-Angebote zu größeren Unternehmens- und Gewerbestandorten stärker an tatsächlichen Schicht-, Ausbildungs- und Pendelzeiten orientieren.
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Unternehmen bei der Qualifizierung ihrer Beschäftigten für veränderte Tätigkeitsprofile durch KI, Robotik und Automatisierung gezielt unterstützen.
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- Standorte und Infrastruktur entwickeln
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Aktivierung und Entwicklung zusätzlicher Gewerbe- und Industrieflächen unterstützen und dabei Erweiterungsbedarfe bestehender Unternehmen ebenso berücksichtigen wie Neuansiedlungen.
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Änderungen bestehender Bebauungspläne für betriebliche Erweiterungen beschleunigen und prüfen, wo vereinfachte Änderungsverfahren für bereits gewerblich oder industriell geprägte Standorte möglich sind.
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Für größere Verkehrs- und Baumaßnahmen eine frühzeitige regionale Koordination einführen, damit parallellaufende Sperrungen wichtiger Zufahrtsachsen zu Gewerbegebieten vermieden werden.
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Bei Planung von ÖPNV-Angeboten die Erreichbarkeit größerer Arbeitgeber und Berufsschulen als eigenes Kriterium stärker berücksichtigen.
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Förderprogramme auf Überschneidungen prüfen, bündeln und Antrags- sowie Nachweisverfahren möglichst über ein einheitliches digitales Verfahren vereinfachen.
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Änderung des Thüringer Ladenöffnungsgesetzes wie folgt: Öffnung auch am 3. und 4. Adventssonntag, verkaufsoffene Sonntage ohne Anlassbezug, keine Einschränkung der Arbeit am Samstag auf zwei Samstage
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Unterschiede bei Förderintensitäten zwischen räumlich nahen Gewerbestandorten transparent machen und dort, wo möglich, stärker pauschalierte oder gebündelte Förderinstrumente nutzen.
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Zusammenfassung
Die Sommertour 2026 zeigt eine wirtschaftlich vielfältige, engagierte und an vielen Stellen bemerkenswert widerstandsfähige Region. Viele Unternehmen investieren, bilden aus, entwickeln neue Produkte, gestalten Nachfolgeprozesse und stellen sich aktiv auf Digitalisierung, Automatisierung und veränderte Märkte ein. Gleichzeitig unterscheiden sich Lage und Perspektiven deutlich – von guter Auslastung und Wachstum bis hin zu rückläufigen Aufträgen, Kostendruck und Unsicherheit über künftige Investitionen.
Über alle Gespräche hinweg wurde deutlich, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zunehmend von einer Vielzahl äußerer Rahmenbedingungen bestimmt wird. Hohe Energie- und Arbeitskosten, Fachkräftemangel, bürokratische Anforderungen, komplexe Genehmigungsverfahren, begrenzte Flächenverfügbarkeit, infrastrukturelle Defizite und teilweise schwer nachvollziehbare Förderbedingungen wirken zusammen und können betriebliche Entwicklung ausbremsen.
Die Unternehmen erwarten deshalb von Politik und Verwaltung verlässliche, planbare und wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen. Dazu gehören eine leistungsfähige und moderne Verwaltung, praxistaugliche Regulierung, bessere Voraussetzungen für Investitionen und Fachkräftesicherung sowie eine Standortpolitik, die bestehende Unternehmen ebenso in den Blick nimmt wie Neuansiedlungen.
Besuch bei der Feinwerk Göring GmbH und Co KG
Besuch bei der FSE Fluid Systems Erfurt GmbH
Besuch bei der Goldschmiede Lompe
Besuch bei der Leoni Schneider eK EDEKA
Besuch bei der Orthopädietechnik Schindewolf und Schneider GmbH
Besuch bei der STOCKMANN Prüf- und Qualitätszentrum GmbH
Besuch bei der Straub KG
Besuch bei der TECTRON WORBIS GmbH
Besuch bei der UFG Umformtechnik GmbH
Besuch bei der Witzki und Grimm GmbH
Besuch bei der Ziegelwerk Nordhausen Dipl-Ing. Sourell GmbH
Besuch bei Mubea Weißensee
Besuch des Wirtschaftsbeirates Gotha bei der Gothaer Stadtwerke ENERGIE GmbH
Besuch des Wirtschaftsbeirats Weimar - Weimarer Land bei der Bechtle GmbH
Besuch bei der Robert Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach GmbH