05.08.2026

IHK Erfurt begrüßt Infrastrukturerneuerungen zum Sommer

Die Sommerferien werden vielerorts genutzt, um Straßen, Schienen und Versorgungsnetze zu erneuern. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt begrüßt diese notwendigen Investitionen in die Infrastrukturmodernisierung ausdrücklich.
Eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur ist ein wichtiger Standortfaktor für die Unternehmen und eine wesentliche Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum. Gleichzeitig sollten die mit den Baumaßnahmen verbundenen Einschränkungen durch eine frühzeitige Abstimmung und Information möglichst geringgehalten werden.
„Eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur ist kein Luxus, sondern eine Grundvoraussetzung für einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort. Der Investitionsstau in der Wirtschaftsregion muss konsequent angegangen werden und die Sondermittel des Landes und des Bundes rasch umgesetzt werden. Zudem braucht es verlässliche Rahmenbedingungen, die auch private Investitionen in moderne Verkehrs-, Energie- und Digitalinfrastrukturen ermöglichen“, erklärt Dr. Cornelia Haase-Lerch, Hauptgeschäftsführerin der IHK Erfurt.
„Wir nutzen die Sommer- und Ferienzeit gezielt, um wichtige Bauprojekte im Bereich zentraler Verkehrsachsen und -knoten umzusetzen – etwa in Erfurt im Bereich von Stadtpark und Bahnhofstraße sowie in Nordhausen in der Arnoldstraße. Solche Modernisierungsvorhaben gelingen besonders dann unkompliziert, wenn öffentliche Verwaltung und Unternehmen partnerschaftlich, pragmatisch und flexibel zusammenarbeiten. Wenn zugleich übermäßig hohe Standards auf das notwendige Maß zurückgeführt und mehr Spielräume bei Bauvorgaben, Genehmigungsverfahren, Personaleinsatz und Arbeitszeiten geschaffen würden, ließen sich Projekte noch schneller und kosteneffizienter umsetzen.“ sagt Dipl.-Ing. Andreas Präger, Geschäftsführer der Rohde Tief-, Straßen- und Gleisbau GmbH in Erfurt.
Dieses konkrete Praxisbeispiel und weitere Rückmeldungen von Mitgliedsunternehmen an die IHK Erfurt zeigen: Neben einer guten Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und öffentlicher Hand gilt es an der Stellschraube Bürokratie zu drehen. Es müssen überhöhte Standards und unnötige Vorgaben zwingend reduziert werden. Dadurch ließen sich sowohl Nebenkosten wie zum Beispiel bei der Verkehrssicherung oder bei Deponiegebühren durch die Ersatzbaustoffverordnung sparen, die besser direkt investiert werden könnten. Und damit verbunden wären auch geringere Personalkosten in den Verwaltungen. Letztlich würde einer langjährigen Forderung der IHK entsprochen: mehr Investition und weniger Konsumtion.