04.08.2026

Statement zu den Vorschlägen der mitteldeutschen Ministerpräsidenten zur Reform von Rente und Pflege

Statement der Hauptgeschäftsführerin der IHK Erfurt, Dr. Cornelia Haase-Lerch, zu den Vorschlägen der mitteldeutschen Ministerpräsidenten Kretschmer, Schulze und Voigt zur Reform von Rente und Pflege
„In den Thüringer Unternehmen ist der demografische Wandel längst Realität: Fachkräfte fehlen, Belegschaften altern und der Faktor Arbeit ist bereits hoch belastet. Vor diesem Hintergrund greift der Vorstoß der drei Ministerpräsidenten aus Sicht der gewerblichen Wirtschaft in der jetzigen Situation zu kurz. Wer die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren dauerhaft festschreibt, setzt das falsche Signal, wenn gleichzeitig dringend Beschäftigung gebraucht wird.
Um die Folgen des demografischen Wandels wenigstens abzufedern, sollte längeres Arbeiten stärker angereizt werden. Wir brauchen deshalb keine Besitzstandsgarantien, sondern eine demografiefeste Reform, die Rente wie Pflege dauerhaft finanzierbar hält. Ostdeutsche Besonderheiten müssen berücksichtigt werden – sie dürfen notwendige Strukturreformen aber nicht verhindern.“