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Automation mit Erfahrung
Junge Unternehmen, frische Ideen, spannende Geschichten: In unserer Serie geben wir Gründerinnen und Gründern eine Bühne. In dieser Ausgabe steht Enginnxt im Fokus. WRF sprach mit Geschäftsführer Matthias Hohmann über Know-how, Technikbegeisterung und den Antrieb, Prozesse immer weiter zu verbessern.
Matthias, was genau macht Enginnxt?
Wir unterstützen kleine und mittelständische Unternehmen dabei, ihre Produktion sinnvoll zu automatisieren und ihre Prozesse effizienter zu gestalten. Die Idee dazu kommt aus meiner Erfahrung in der Automotive-Welt, wo es viele etablierte Technologien und Methoden gibt, deren Potenziale aber oft nicht genutzt werden. Deshalb schauen wir genau hin: Wo gehen Zeit und Ressourcen verloren? Wo entstehen Fehler? Wo sind Mitarbeitende körperlich belastet oder arbeiten monoton? Aus den Ergebnissen entwickeln wir technisch machbare und wirtschaftlich sinnvolle Konzepte. Dabei geht es nicht darum, Menschen zu ersetzen – es geht darum, Arbeit besser zu organisieren und Unternehmen so aufzustellen, dass sie an ihrem Standort wettbewerbsfähig sind und bleiben.
Welche Qualifikationen bringst Du mit?
Ich bin Maschinenbautechniker und arbeite seit mehr als 25 Jahren in der Automotive- Branche, im Sondermaschinenbau und in der Prozessautomation. In dieser Zeit habe ich zahlreiche Projekte begleitet: erfolgreiche, herausfordernde und auch solche, aus denen man besonders viel gelernt hat. Ob beruflich oder privat: Ich bin jemand, der Dinge gerne hinterfragt und kontinuierlich verbessert. Dieser Anspruch begleitet mich eigentlich immer und überall.
Was war bislang Dein spannendstes Projekt?
Besonders spannend für mich war das Projekt „Reifenhotel 24/7“, das wir vor Kurzem realisiert haben. Dabei ging es um die Idee eines vollautomatischen Reifenwechsels mit anschließender Einlagerung. Wir haben aus einer Idee ein technisches Konzept entwickelt, die Machbarkeit geprüft, den Markt betrachtet und die Ergebnisse in ein Lastenheft sowie in Unterlagen für Investoren überführt. Genau solche Projekte machen mir Spaß.
Warum hast Du Dich für die Selbständigkeit entschieden?
Ich habe viele Jahre in größeren Strukturen gearbeitet. Das war eine wertvolle Zeit, die mir aber auch gezeigt hat, wie wichtig schnelle Entscheidungen und direkte Verantwortung sind. Selbständigkeit heißt für mich nicht weniger Arbeit – eher im Gegenteil. Aber ich kann heute entscheiden, wofür ich meine Energie einsetze. Und wenn ein Kunde sagt: „Diesen Prozess müssen wir uns mal anschauen“, dann antworte ich „Gerne, gib mir 30 Minuten Zeit und eine Tasse Kaffee.“ Daraus entstehen oft die besten Lösungen.
