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Brücken für Fachkräfte bauen
In vielen Branchen fehlen weiterhin Fachkräfte. Gleichzeitig kommen zahlreiche Menschen nach Deutschland, die wertvolle Qualifikationen mitbringen. Ihr Potenzial bleibt jedoch häufig ungenutzt, weil ihre im Ausland erworbenen Berufsabschlüsse nicht ausreichend eingeordnet oder anerkannt werden können.
Genau hier setzt das Beratungsangebot der IHK Fulda an: Nadine Schaab, Beraterin für Anerkennung und Fachkräfteintegration, begleitet Menschen mit im Ausland erworbenen Bildungsabschlüssen durch das gesamte Verfahren. Die Beratung ist kostenfrei und richtet sich sowohl an Fachkräfte als auch an Unternehmen, die zugewanderte Mitarbeitende beschäftigen oder einstellen möchten.
Know-how nutzen
„Viele Antragstellerinnen und Antragsteller wissen zunächst nicht, ob und wie ihr Abschluss in Deutschland anerkannt werden kann“, berichtet Nadine Schaab über die meisten Nachfragen. In einem ersten Gespräch wird daher geklärt, welcher deutsche Referenzberuf infrage kommt und welche Unterlagen für das Verfahren benötigt werden. Die eigentliche Anerkennung für kaufmännische, gewerblich-technische und duale Ausbildungsberufe erfolgt dann bei der IHK FOSA (Foreign Skills Approval) in Nürnberg. Sie vergleicht die im Ausland erworbenen Qualifikationen mit den Anforderungen des entsprechenden deutschen Berufsabschlusses. Das Ergebnis kann eine vollständige oder teilweise Gleichwertigkeit sein – bei größeren Unterschieden ist es eine Nicht-Gleichwertigkeit.
Gute Vorbereitung wird belohnt
Für die Antragstellung werden in der Regel Abschlusszeugnisse, Identitätsnachweise, Belege über die Berufserfahrung, weitere Qualifikationsnachweise sowie ein Lebenslauf benötigt. Viele dieser Dokumente müssen zusätzlich in deutscher Übersetzung eingereicht werden. „Damit das Anerkennungsverfahren reibungslos und zügig abläuft, unterstütze ich bei der Zusammenstellung der erforderlichen Unterlagen und helfe dabei, typische Fehler schon im Vorfeld zu vermeiden“, so Schaab.
Die Kosten eines Anerkennungsverfahrens liegen – je nach Beruf und Aufwand – meist zwischen 100 und 600 Euro. Nach Vorlage aller erforderlichen Unterlagen beträgt die Bearbeitungszeit in der Regel rund drei Monate. Werden Unterschiede zum deutschen Berufsabschluss festgestellt, können Anpassungsqualifizierungen, Praktika oder Prüfungen in die Wege geleitet werden.
