Wirtschaftsmagazin
Nr. 7114012
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250 Millionen Euro für Rechenzentrum in Rosbach

Mit dem symbolischen Spatenstich ist der Bau des neuen Rechenzentrums FRA7 in Rosbach gestartet. Das Projekt des Unternehmens Firstcolo stärkt die IT-Infrastruktur für das gesamte Rhein-Main-Gebiet.
Mit einer geplanten Gesamtleistung von rund 24 Megawatt entsteht in Rosbach auf über 11.000 Quadratmetern das Rechenzentrum FRA7, das vor allem auf die Anforderungen von Cloud-, KI- und High-Performance-Computing-Anwendungen ausgelegt ist. Betrieben wird es vom Unternehmen Firstcolo aus Frankfurt. Für Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus ist das Projekt ein wichtiges Signal für den Standort Deutschland:
„Leistungsfähige Rechenzentren sind eine zentrale Voraussetzung für Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Dass ein deutsches Unternehmen in Hessen in moderne und nachhaltige Infrastruktur investiert, stärkt die digitale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.“
Sie betonte weiter, dass Hessen in diesem Feld in Deutschland führend sei.

Signal an andere Investoren

Rainer Schwarz, Präsident der IHK Gießen-Friedberg, hob die Bedeutung des Projekts für die Region hervor:
„Digitale Infrastruktur ist heute ein zentraler Standortfaktor für Unternehmen. Das Rechenzentrum FRA7 ist ein klares Bekenntnis zu unserem Wirtschaftsstandort und ein wichtiges Signal an andere Investoren.“
Rosbachs Bürgermeister Steffen Maar verwies auf die wirtschaftlichen Impulse für die Stadt. Er sieht zudem einen weiteren Vorteil: „Neben neuen Arbeitsplätzen und zusätzlicher Wertschöpfung entsteht durch die zugesagte Abwärmenutzung ein konkreter Mehrwert für unsere Stadt und unsere Bürgerinnen und Bürger.“

Weitere Projekte in Planung

Die Eröffnung des Rechenzentrums ist für Ende 2027 geplant. Der Betrieb wird vollständig durch zertifizierten Ökostrom sichergestellt. Ergänzend kommen Batteriespeicherlösungen zum Einsatz, die überschüssige Energie ins Netz zurückspeisen können.
Firstcolo-Gründer und Geschäftsführer Jerome Evans sprach über die strategische Bedeutung des Projekts für sein Unternehmen: „Mit FRA7 investieren wir langfristig in Deutschland und schaffen die Infrastruktur für die nächste Generation digitaler Anwendungen – von KI bis High-Performance-Computing. Das Projekt markiert den Startschuss einer umfassenden Investitionsoffensive: Wir planen, unsere Rechenzentrumskapazitäten in naher Zukunft signifikant zu erweitern und damit unsere Präsenz in der Region und darüber hinaus nachhaltig zu stärken.“
Stand: 10.07.2026