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Rechenzentren muss man von Anfang an als Gesamtsystem denken
3 Fragen an … Sina Lupp, Prokuristin und Gesellschafterin der Adolf Lupp GmbH + Co KG aus Nidda. Die Unternehmensgruppe Lupp realisiert als Generalunternehmer das neue Rechenzentrum FRA7 in Rosbach.
Sina Lupp engagiert sich auch ehrenamtlich als Mitglied der IHK-Vollversammlung.
Im Kurzinterview erklärt Sina Lupp, warum Rohbau und Technik untrennbar zusammengehören, welche Rolle Vorfertigung spielt und wie Künstliche Intelligenz den Markt für IT-Infrastruktur antreibt.
Frau Lupp, Ihre Unternehmensgruppe ist Generalunternehmer des FRA7-Projekts. Worauf ist beim Bau von Rechenzentren zu achten?
Beim Bau von Rechenzentren müssen Bauwerk und technische Infrastruktur von Anfang an als Einheit gedacht werden. Die Komplexität der Gebäude, der hohe Anteil an technischer Gebäudeausrüstung mit der notwendigen Redundanz sowie die Maßnahmen bezüglich „Health and Safety“ sind dabei die größten Herausforderungen. Beim Projekt für Firstcolo realisieren wir die Bauaufgabe in einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Technikunternehmen Spie. Wir verbinden unsere Expertise im anspruchsvollen Roh- und Hochbau mit der technischen Kompetenz von Spie. Das ermöglicht eine effiziente Umsetzung der hohen Anforderungen an Sicherheit, Verfügbarkeit und Energieeffizienz.
Wie bauen Sie vor Ort?
Wir setzen auf einen hohen Vorfertigungsgrad mit Betonfertigteilen und eine detaillierte Bauablaufplanung. Viele Bauteile werden bereits in unserem Fertigteilwerk an unserem Standort in Nidda vorbereitet und anschließend auf der Baustelle montiert. Das verkürzt die Bauzeit, erhöht die Ausführungsqualität und sorgt für effiziente Prozesse vor Ort – ein großer Vorteil bei komplexen Projekten wie einem Rechenzentrum.
Wie schätzen Sie die weitere Entwicklung bezüglich Bauten von IT-Infrastruktur ein?
Wir sehen einen weiterhin sehr dynamischen Markt. Die zunehmende Digitalisierung, Cloud-Anwendungen und vor allem Künstliche Intelligenz führen zu einem steigenden Bedarf an leistungsfähigen Rechenzentren. Gleichzeitig werden Nachhaltigkeit und Energieeffizienz zu entscheidenden Faktoren. Für die Bauwirtschaft bedeutet das eine wachsende Nachfrage nach spezialisierten Infrastrukturprojekten mit hohen technischen Anforderungen.
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Stand: 10.07.2026