Prüfungsvorgaben
Industrieelektriker
Im Rahmen der Abschlussprüfung ist neben zwei schriftlichen Prüfungsbereichen eine komplexe Arbeitsaufgabe und ein betrieblicher Auftrag durchzuführen.
Arbeitsauftrag (komplexe Arbeitsaufgabe)
Der Prüfungsbereich “Arbeitsauftrag” wird in Form einer komplexen Arbeitsaufgabe an einem zentralen Prüfort durchgeführt. Er ähnelt der praktischen Abschlussprüfung Teil 1 im Beruf Elektroniker/-in für Betriebstechnik bzw. Elektroniker/-in für Geräte und Systeme.
Für die Vorbereitung im Ausbildungsbetrieb werden die Unterlagen der IHK-PAL benötigt:
| Fachrichtung Betriebstechnik |
Fachrichtung Geräte und Systeme |
|
|---|---|---|
| Prüfungsvorbereitung | IHK-PAL | IHK-PAL |
| Anforderungen | Die Anforderungen sollen an einem funktionsfähigen Anlagenteil der elektrischen Betriebstechnik nachgewiesen werden. | Die Anforderungen sollen an einer funktionsfähigen Komponente oder einem Gerät nachgewiesen werden. |
| Gemeinsame Anforderungen |
|
|
| Struktur und Prüfungszeiten |
Der/die Prüfungsteilnehmer/-in soll eine
ausführen.
Die Prüfungszeit beträgt höchstens acht Stunden, wobei die situativen Gesprächsphasen insgesamt höchstens zehn Minuten umfassen sollen; die (schrifltichen) Aufgabenstellungen sollen einen zeitlichen Umfang von höchstens 90 Minuten haben.
|
|
Elektrische Sicherheit (betrieblicher Auftrag)
Der Prüfungsbereich “Elektrische Sicherheit” wird in Form eines betrieblichen Auftrags im Ausbildungsbetrieb durchgeführt.
Vor der Durchführung muss das Thema vom zuständigen Prüfungsausschuss genehmigt werden. Das Antragsverfahren läuft online. Die SIHK nutzt hierfür DiPa (Digitaler Projektantrag). DiPa ist Teil des Azubi-Infocenters. Sobald die Antragstellung möglich ist, können Auszubildende im Bereich “Weiterführende Links” die Schaltfläche “Digitaler Projektantrag” sehen.
Dem Antrag ist als Anlage eine Entscheidungshilfe beizufügen
(Vordruck für die Entscheidungshilfe (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 953 KB)).
(Vordruck für die Entscheidungshilfe (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 953 KB)).
Nach der Genehmigung kann der betriebliche Auftrag durchgeführt werden. Bei der Durchführung werden betriebsübliche Dokumente gesammelt und in einer Dokumentation zusammengefasst. Die IHK-PAL bietet passende Messprotokolle an - diese sind im Abschnitt “Dokumentation” verlinkt.
Kriterien für einen genehmigungsfähigen Antrag
- Einhaltung der berufsspezifischen Inhalte (siehe weiter unten)
- Prüfungsteilnehmende benötigen “facharbeitertypische” Entscheidungsspielräume
- Es muss sich um ein reales Projekt handeln
- Es muss sich um einen vollständigen Handlungszyklus handeln
(Information, Planung, Durchführung, Kontrolle) - Die Anforderungen müssen so komplex sein, dass die fehlerfreie Abwicklung der Arbeitsabläufe und die Erstellung mängelfreier Produkte bzw. Dienstleistungen keine Selbstverständlichkeit ist.
Welche Aufgaben müssen im betrieblichen Auftrag ausgeführt werden?
Die Ausbildungsordnungen gibt die folgende Projektinhalte vor.
- Auftragsabläufe planen und abstimmen, Schaltpläne nutzen, Teilaufgaben festlegen, Arbeitsabläufe und Zuständigkeiten am Einsatzort berücksichtigen
- eine Erst- oder Wiederholungsprüfung an einem elektrischen Gerät durchführen
- eine Erst- oder Wiederholungsprüfung an einer elektrischen Anlage durchführen
- Fehler und Mängel systematisch suchen und feststellen
- Mess- und Prüfprotokolle anfertigen und die Sicherheit elektrischer Anlagen und Geräte bewerten
Ablauf Antragstellung
Ungefähr eine Woche nach dem Anmeldeschluss können Prüfungsteilnehmende über das Azubi-Infocenter auf das Tool “DiPa” (Digitaler Projektantrag) zugreifen. Sobald die Antragstellung möglich ist erscheint hierzu im Bereich “Weiterführende Links” die Schaltfläche “Digitaler Projektantrag”. Nach der ersten Anmeldung müssen die Kontaktdaten des/der Teilnehmenden und des/der Projektbetreuenden eingegeben werden.
Der Antrag wird abschnittsweise in die hierfür vorgesehenen Felder eingetragen.
Zusätzlich benötigen die Prüfungsausschüsse eine Entscheidungshilfe.
Die ausgefüllte Entscheidungshilfe wird als Anlage in DiPa hochgeladen.
(Vordruck für die Entscheidungshilfe (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 953 KB))
(Vordruck für die Entscheidungshilfe (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 953 KB))
Was passiert bei einer Ablehnung?
Bei einer Ablehnung erhalten Teilnehmende eine Erläuterung der Gründe die zur Ablehnung geführt haben.
Der Antrag kann insgesamt drei Mal eingereicht werden – Es sind also zwei Nachbesserungen möglich.
Der Antrag kann insgesamt drei Mal eingereicht werden – Es sind also zwei Nachbesserungen möglich.
Wird ein Projektantrag zum zweiten Mal abgelehnt, so ist ein neues Thema zu wählen.
Vorgaben zur Dokumentation
Umfang
Die Dokumentation wird als PDF-Datei(en) hochgeladen. Der maximale Umfang beträgt 30 Seiten. Der eigentliche Dokumentationsteil darf maximal 10 Seiten umfassen, der Anhang maximal 20 Seiten.
Deckblatt
Das Deckblatt muss folgende Informationen enthalten:
- Prüfungsteilnehmer/-in
Name, Vorname
Telefonnummer
E-Mail-Adresse - Projektbetreuer/-in
Name, Vorname
Telefonnummer
E-Mail-Adresse - Ausbildungsbetrieb
Name
Anschrift - Beruf
- Prüfungstermin (z.B. Sommer 2027)
Format
Dokumentationen sollen gut lesbar und klar strukturiert sein. Empfehlungen zur Formatierung:
- DIN A4
- Arial, 12 Pt.
- einfacher Zeilenabstand
- schwarz/weiß optimiert
Vordrucke für das Messprotokoll
Die IHK-PAL bietet passende Messprotokolle an.
| Fachrichtung Betriebstechnik |
Fachrichtung Geräte und Systeme |
| IHK-PAL | IHK-PAL |
Grobtermine Antragstellung und Upload Dokumentation
| Sommerprüfung | Winterprüfung | |
|---|---|---|
| Freischaltung DiPa | ca. 7. Februar | ca. 7. September |
| 1. Abgabe Antrag | 28. Februar | 30. September |
| Bekanntgabe Genehmigung | ca. 15. März | ca. 15. Oktober |
| noch nicht genehmigte Themen: 2. + 3. Durchgang |
je eine Woche Zeit für Abgabe Teilnehmende gefolgt von je einer Woche für Prüfungsausschuss |
|
| Upload Dokumentation | 15. Mai | 15. Dezember |
21.07.2026