Versorgungssicherheit

Wasserstoff-Summit 2026

Mit rund 120 Teilnehmenden aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft ist der 6. Wasserstoff-Summit in Remscheid auf große Resonanz gestoßen. Die vom Netzwerk Wasserstoff-Brücke ausgerichtete Fachkonferenz bot eine Plattform für den Austausch über aktuelle Wasserstoffprojekte, den Ausbau der Infrastruktur sowie die Versorgung von Unternehmen mit zukunftsfähigen Energieträgern.
Zum Auftakt der Veranstaltung betonte Henner Pasch, Präsident der ausrichtenden Bergischen Industrie- und Handelskammer in Wuppertal, die Bedeutung der Technologie für die Region: „Wasserstoff wird eine wichtige Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie spielen. Der große Zuspruch zum Wasserstoff-Summit zeigt, dass Unternehmen das Thema aktiv vorantreiben und sich frühzeitig über Entwicklungen, Projekte und Perspektiven informieren wollen. Jetzt kommt es darauf an, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen.“
Das jährliche Top-Event der Wasserstoff-Brücke eröffnete mit einer Keynote zu Elektrolysesystemen und Wasserstoffintegration. Praxisnah berichtete Dr. Daniel Ritzberger von der Gast gebenden AVL List GmbH von der technologischen Entwicklung hin zu standardisierten Leistungswerten und intelligentem Betrieb. Wie der Hochlauf gelingen kann und welche Herausforderungen damit verbunden sind, darüber wurde im Panel mit Uwe Lewe vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW und Dr. Hanno Butsch vom Bund der Wasserstoffregionen diskutiert. Die Experten waren sich einig, dass auch in unserer Region die Bündelung von Unternehmen der richtige Ansatz ist, um in absehbarer Zeit eine Wasserstoffversorgung zu ermöglichen. Weitere Vorträge thematisierten Komponenten für die Wasserstoffwirtschaft, die Eigenversorgung durch Elektrolyse am Betriebsstandort, die Entwicklung neuer Geschäftsfelder rund um den Wasserstoffhochlauf und die Perspektive für Hochtemperaturwärmepumpen und Biomethan als mögliche Dekarbonisierungsalternativen.
Neben den inhaltlichen Impulsen nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum intensiven Netzwerken. Der Wasserstoff-Summit machte deutlich, dass das Interesse an der Zukunftstechnologie in der Region groß ist und zahlreiche Akteure bereits an konkreten Lösungen arbeiten. „Das große Interesse am Wasserstoff-Summit zeigt, dass die Industrie den Wandel aktiv gestalten will. Um das Potenzial von Wasserstoff voll auszuschöpfen, müssen Innovation, Infrastruktur und industrielle Umsetzung Hand in Hand gehen“, so Prof. Dr. Matthias Wellers, Geschäftsführer der AVL Schrick GmbH.
Das Netzwerk “Wasserstoff-Brücke” vereint die Wirtschaftsförderungen des Ennepe-Ruhr-Kreises, des Bergischen und Märkischen Kreises sowie der Städte Iserlohn und Hagen und die Industrie- und Handelskammern in Arnsberg, Hagen und Siegen. Gemeinsam verfolgen die Partner das Ziel, den Aufbau einer nachhaltigen und vernetzten Wasserstoffwirtschaft in der Region zu unterstützen.