Preisverleihung REVIERPIONIER 2026
Zerbst, 24. August 2026. „Entscheidend ist, ob die Region den Wandel aktiv gestaltet, denn Künstliche Intelligenz ist keine Zukunftsmusik mehr!“ Mit diesen einordnenden Worten eröffnete Prof. Dr. Thomas Brockmeier, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) am 22. August 2026 die IHK-Veranstaltung „Sind wir stark genug für KI?“ im Vorfeld der feierlichen Preisverleihung des REVIERPIONIER 2026 in der Stadthalle Zerbst. Den fachlichen Impuls dazu lieferte der Wissenschaftliche Leiter des Ludwig-Erhard-Forum für Wirtschaft und Gesellschaft und Professor für Volkswirtschaftslehre, Stefan Kolev. In der anschließenden Podiumsrunde diskutierten Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft aktuelle Fragen rund um die Bedeutung der Künstlichen Intelligenz aus vielseitigen Perspektiven.
Das Fazit: „Die entscheidende Frage lautet am Ende vielleicht gar nicht, ob die KI stark genug ist. Die entscheidende Frage lautet, ob wir stark genug sind, die Zukunft, die sie ermöglicht, verantwortungsvoll und selbstbewusst zu gestalten“, so Brockmeier.
Prof. Dr. Stefan Kolev setzte in seinem fachlichen Impuls einen weiteren wirtschaftspolitischen Schwerpunkt für die anschließende Podiumsdiskussion „Neue Arbeitswelten mit KI – Chancen und Risiken für Fachkräfte und Unternehmen“. Darin diskutierten mit ihm Dr. Jürgen Ude (Staatssekretär für Strukturwandel und industrielle Großprojekte), Norman Schaar (Geschäftsführer der Abasys GmbH Bitterfeld), Prof. Dr. Christian Hänig (Professor für Künstliche Intelligenz an der Hochschule Anhalt) und Dr. Sergii Kolomiichuk (Mittelstand-Digital Zentrum Magdeburg) unter anderem zum nötigen Tempo bei Aus- und Weiterbildungsangeboten, dem KI-Einsatz im Mittelstand und in ländlichen Räumen, Change-Management in den Betrieben sowie zur Frage, welche Kompetenzen künftig an Bedeutung gewinnen.
140 Revierpionier-Projekte wurden am Nachmittag als herausragendste Ideen zur Gestaltung des Strukturwandels im sachsen-anhaltischen Teil des Mitteldeutschen Reviers ausgezeichnet. Sie entstammen 598 Einsendungen von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und gemeinnützigen Einrichtungen aus den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld, Burgenlandkreis, Mansfeld-Südharz, Saalekreis und der Stadt Halle (Saale). Die Auszeichnungen erfolgten in den Kategorien REVIERGESTALTEN, ZUKUNFTGESTALTEN und GRÜNDERGESTALTEN.
Mit Blick auf das diesjährige Thema Bildung und Fachkräftesicherung betonte der Staatssekretär für Strukturwandel, Dr. Jürgen Ude: „Bildung, Qualifizierung und gute berufliche Perspektiven sind Faktoren, die Menschen an ihre Heimat binden. Gleichzeitig verändert sich gerade die Berufswelt durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz grundlegend und damit auch die Anforderungen an Beschäftigte und ihre Qualifikationen. Frühzeitige Qualifizierung, lebenslanges Lernen und berufliche Neuorientierung gewinnen daher zunehmend an Bedeutung. Die Vielzahl der Preisträgerprojekte zeigt, dass den Menschen im Revier dieser Fakt bewusst ist und eine enge Zusammenarbeit von Bildungsträgern, Unternehmen und Kommunen dazu beitragen kann, langfristig attraktive Perspektiven vor Ort zu schaffen.“
Hintergrund zum Wettbewerb:
Der Ideenwettbewerb REVIERPIONIER wird im Rahmen des Bundesprogramms STARK gefördert. Initiiert von der Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt wird er von der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland umgesetzt. Für den Wettbewerb ruft das Land Sachsen-Anhalt alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine, gemeinnützigen Institutionen sowie Schulen und Kitas in den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld, Burgenlandkreis, Mansfeld-Südharz, Saalekreis und der Stadt Halle (Saale) auf, den Strukturwandel in der Region miteinander zu gestalten. Für die Umsetzung lokaler Projektideen stehen jährlich Preisgelder in Höhe von einer Million Euro zur Verfügung. Die IHK ist Mitglied der Wettbewerbsjury und Partnerin der diesjährigen Preisverleihung.
Der Ideenwettbewerb REVIERPIONIER wird im Rahmen des Bundesprogramms STARK gefördert. Initiiert von der Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt wird er von der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland umgesetzt. Für den Wettbewerb ruft das Land Sachsen-Anhalt alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine, gemeinnützigen Institutionen sowie Schulen und Kitas in den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld, Burgenlandkreis, Mansfeld-Südharz, Saalekreis und der Stadt Halle (Saale) auf, den Strukturwandel in der Region miteinander zu gestalten. Für die Umsetzung lokaler Projektideen stehen jährlich Preisgelder in Höhe von einer Million Euro zur Verfügung. Die IHK ist Mitglied der Wettbewerbsjury und Partnerin der diesjährigen Preisverleihung.
Mehr Informationen unter www.revierpionier.de.
Die IHK Halle-Dessau ist die gemeinsame Stimme von 52.000 Unternehmen im südlichen Sachsen-Anhalt. Ihre Mitglieder sichern 400.000 Arbeitsplätze und tragen mit jährlich 30 Milliarden Euro maßgeblich zur regionalen Wertschöpfung bei. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts vereint die IHK Gesamtinteressenvertretung, Dienstleistungen und hoheitliche Aufgaben.