Debatte um Sachsen-Anhalts Zukunft: Was trägt unseren Wohlstand von morgen?

Bei der regionalpolitischen Jahrestagung des Bundeswirtschaftsministeriums in Halle (Saale) stand Sachsen-Anhalt bundesweit im Fokus. IHK-Präsident Sascha Gläßer, Ministerpräsident Sven Schulze und Wissenschafts- und Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann zogen Bilanz und diskutierten, wie sich der erreichte Wohlstand sichern lässt. Klar wurde: Der Standort steht unter Druck – jetzt kommt es auf die richtigen Entscheidungen an. Jetzt das ausführliche Interview lesen.
Porträt IHK Halle-Dessau Präsident Sascha Gläßer
Uns ist wichtig, sachlich und fundiert darüber zu diskutieren, was gut ist für unser Land und im internationalen Wettbewerb besteht.
Sascha Gläser, Präsident der IHK Halle-Dessau
Porträt Ministerpräsident Sven Schulze
Wir sind ein modernes, leistungsstarkes Land. Diesen Kurs werde ich konsequent fortsetzen.
Sven Schulze, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt
Prof. Dr. Armin Willingmann Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt
Das Wichtigste, wofür wir selbst sorgen können, ist politische Stabilität.
Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt
Herr Gläßer, Sie haben auf der Regionalpolitischen Jahrestagung Sachsen-Anhalt als Motor der Veränderung beschrieben, als Gestaltungsraum – für Wachstum, Innovation und Zukunft. Welche Stärke hat Sachsen-Anhalt dafür in den Jahren nach der Wende entwickelt, was ist unser Fundament?
Sascha Gläßer: In den vergangenen Jahrzehnten ist hier im Süden Sachsen-Anhalts etwas entstanden, das man nicht verordnen, sondern nur gemeinsam aufbauen kann: leistungsfähige industrielle Strukturen, innovative mittelständische Unternehmen, eine moderne Wissenschafts- und Forschungslandschaft und vor allem eine Unternehmenskultur, die Veränderung nicht scheut.

Wir haben Transformation erlebt, lange bevor sie zum politischen Leitbegriff wurde und wissen, was Veränderung bedeutet, was sie kostet, aber auch, was sie möglich macht. Dank unternehmerischem Mut, hoher Investitionsbereitschaft, engagierter Belegschaften und Menschen, die Verantwortung übernommen haben, blicken wir deshalb vor allem auf eins zurück: Aufbauarbeit, die gelungen ist. Diese Lebenserfahrung sollte unseren Blick nach vorn prägen, wenn wir Antworten für das Überwinden der Rezession und das Auflösen des Reformstaus suchen.
Herr Ministerpräsident, Herr Minister, letzteres verunsichert viele Menschen. Wenn man auf die Fakten schaut, wie gut oder schlecht geht es Sachsen-Anhalt wirklich?
Sven Schulze: In ganz Deutschland steht der Wirtschaftsstandort unter erheblichem Druck. Sachsen-Anhalt ist dabei keine Ausnahme, sondern aufgrund unserer industriellen Strukturen besonders betroffen. Hohe Energiepreise, globale Wettbewerbsverzerrungen, Bürokratie und Fachkräftemangel stellen große Herausforderungen dar.

Der Krieg im Iran trifft uns nun zusätzlich. Da ist die Verunsicherung der Menschen absolut nachvollziehbar. Aber im Land haben wir bereits wichtige Maßnahmen eingeleitet, um die Rahmenbedingungen zu verbessern, zum Beispiel zum Bürokratieabbau für KMU oder zur Fachkräftesicherung.
Prof. Dr. Armin Willingmann: Ich möchte der beschriebenen aktuellen Problemlage bewusst etwas Positives entgegenhalten: Zunächst einmal die uns allen lebendige Erinnerung, dass wir auch in Sachsen-Anhalt in den Jahren vor den Corona-Maßnahmen bis zum Jahr 2020 einen weitreichenden Aufschwung hatten.

Und: Gemessen an den internationalen Herausforderungen und Verwerfungen hat sich Sachsen-Anhalt auch in den letzten Jahren wacker geschlagen. Natürlich haben wir Probleme wie hohe Energiepreise, die die Chemieindustrie schwer belasten. Oder die Transformation der Automobilindustrie, die unsere Zulieferer vor Herausforderungen stellt. Aber Sachsen-Anhalt hat zugleich vielversprechende Entwicklungschancen, die es mit den richtigen wirtschaftspolitischen Weichenstellungen zu nutzen gilt.
Schulze: Hinzu kommt, dass neben dem geforderten eigenen Handeln, so mein Eindruck, auch unsere Initiativen beim Bund und der EU Wirkung zeigen. In Berlin und Brüssel wurde erkannt, dass unsere Unternehmen bei den Energiekosten entlastet werden müssen und auch im Außenhandel Unterstützung brauchen.
Vor dem Hintergrund des Gesagten, was ist Ihre Vorstellung davon, den erreichten Wohlstand in Sachsen-Anhalt zu sichern und welche Prioritäten setzen Sie dafür in Ihrem Verantwortungsbereich?
Schulze: Ich habe ja schon beschrieben, dass wir viele Lasten als Bundesland allein nicht stoppen können. Deshalb bin ich im ständigen, engen Austausch mit der Bundesregierung und der EU. Als Land Sachsen-Anhalt haben wir dort mittlerweile eine starke Stimme. Parallel kümmern wir uns natürlich auch um unsere Aufgaben hier im Land. Wir beschleunigen Verwaltungsprozesse und streichen unnötige Berichtspflichten, um unsere Unternehmen spürbar zu entlasten.

Bei den Fachkräften packen wir direkt an: Mit der Praktikumsprämie holen wir Schüler in die Betriebe, die Meistergründungsprämie hilft beim Start in die Selbstständigkeit und der Meisterbonus Plus sichert Unternehmensnachfolgen. Unsere Kampagne „Sachsen-Anhalt kann’s halt“ zeigt zudem allen: Wir sind ein modernes, leistungsstarkes Land. Diesen Kurs werde ich konsequent fortsetzen.
Willingmann: Ich komme auf meine These zurück, die richtigen wirtschaftspolitischen Entscheidungen jetzt zu treffen. Transformation der Automobilindustrie bedeutet in diesem Zusammenhang, dass unsere Zulieferer sich neu ausrichten, in Innovationen investieren, in neue Produkte oder Geschäftsmodelle, die im Zeitalter der Elektromobilität tragfähig sind.

In der nächsten Legislaturperiode werden wir uns in der Landesregierung darüber verständigen müssen, wie wir unsere Unternehmen im Lande dabei unterstützen können, etwa mit Blick auf Förderprogramme und Risikokapital. Gleiches gilt für die Chemieindustrie: Investieren in Innovationen. Ich habe sehr für den Anschluss Sachsen-Anhalts an das Wasserstoffkernnetz gekämpft und das erfolgreich. Wir müssen die Investitionszurückhaltung hier überwinden und mutig dort investieren, wo die Zukunft liegt.

Wir werden ganz sicher nicht erfolgreich sein, wenn wir eine Vogel-Strauß-Politik praktizieren: Kopf in den Sand, wirtschaftliche Umbrüche und Klimawandel ignorieren, die Realitäten ausblenden und suggerieren, dass man einfach nur in die Vergangenheit zurück müsse. Das klingt zwar für manche verlockend, führt Sachsen-Anhalt aber in die Sackgasse.
Gläßer: Hier möchte ich anschließen. Wir Unternehmerinnen und Unternehmer in der IHK sehen uns als Teil der von Ihnen beschriebenen nötigen Zukunftsdebatte. Gerade weil das Thema einerseits sehr komplex und andererseits ganz konkret ist, ist uns wichtig, sachlich und fundiert darüber zu diskutieren, was gut ist für unser Land und im internationalen Wettbewerb besteht.

Wir haben deshalb unter breiter Beteiligung der Unternehmerschaft in der Region ein Positionspapier zur anstehenden Landtagswahl 2026 (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 8769 KB) erarbeitet. Unsere Botschaft ist: Sachsen-Anhalt braucht eine wirtschaftspolitische Agenda, die unsere unternehmerische Basis stärkt – weniger Hürden, mehr Tempo und Vertrauen in die Initiative von Unternehmern und Belegschaften.
Wo müssen wir den vielerorts bestehenden Reformstau auflösen, um das von Ihnen beschriebene Entwicklungsziel umzusetzen? Wieviel Mut ist dafür nötig? Bei Ihnen selbst, bei uns allen?
Gläßer: Aus meiner Sicht geht es jetzt vor allem um Klarheit bei der Prioritätensetzung. Bestehendes bewahren, funktionierende Strukturen nicht leichtfertig auf‘s Spiel setzen und neue Abhängigkeiten vermeiden. Wir brauchen mehr energiepolitische Souveränität, eine verlässliche Versorgung und eine echte Stärkung der heimischen Produktion.

Und bei aller Bedeutung der Großindustrie in der Region dürfen wir eines nicht vergessen: Das Rückgrat unserer Wirtschaft ist der regional verwurzelte Mittelstand. Er trägt Beschäftigung, Ausbildung und Wertschöpfung in der Fläche. Reformen dürfen sich nicht nur an großen Strukturen orientieren. Sie müssen gerade für diese Unternehmen spürbar wirken: Und die Hauptbelastung, die alle Unternehmen trifft und unter der gerade der Mittelstand am meisten leidet, ist vor allem die überbordende Bürokratie.
Schulze: Meine Aufgabe als Ministerpräsident ist es, den Rahmen zu schaffen, damit sich Unternehmer und Bürger frei entfalten können. Die Verwaltung muss schlanker werden – darüber sind wir uns einig. Wir haben mit dem Bund bereits 200 konkrete Vorschläge erarbeitet, die jetzt zügig umgesetzt werden müssen. Wir brauchen schnellere Genehmigungen und weniger Papierkram. Dazu gehört auch Mut in den Behörden. Dass wir es können, beweist unser neues Vergabegesetz: Öffentliche Aufträge werden in Sachsen-Anhalt jetzt einfacher und mittelstandsfreundlicher vergeben. Das ist der Maßstab für alles, was folgt.
Willingmann: Kurzfristig wird es darum gehen, Energiepreise zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Das bedeutet: Wir brauchen die Stromsteuersenkung für alle, nicht nur für das verarbeitende Gewerbe. Die Netzentgelte müssen nicht nur in diesem, sondern auch in den kommenden Jahren gedeckelt werden. Wir müssen, gerade wenn der Iran-Krieg anhält, über die temporäre Senkung von Energie- und Umsatzsteuern nachdenken und sollten zugleich prüfen, wo eine Abschöpfung dieser unseriösen Profite aus der angespannten Weltlage mit Besteuerung der Über-Gewinne möglich ist.

Als Wirtschaftsstandort ist Sachsen-Anhalt übrigens attraktiv, sonst hätte es beispielsweise große Ansiedlungen wie UPM in Leuna mit über einer Milliarde Euro nicht gegeben. Hinzu kommt, wir haben exzellente Hochschulen und Forschungseinrichtungen, dadurch einen weitreichenden Innovations- und Fachkräftepool sowie viele Kooperationspartner für Unternehmen. Wissenschaft und Wirtschaft eng verzahnen ist seit 2016 mein ganz besonderes Anliegen und ich finde, dass es sich lohnt, hier weiter dran zu arbeiten.
Sie alle haben die Notwendigkeit von Veränderungen betont. Was können wir hier im Land selbst dafür leisten, wo brauchen wir Unterstützung: politisch aus dem Bund, von Menschen, die zu uns kommen?
Schulze: Ich erlebe die Menschen und unsere Unternehmer hier bei uns im Land als echte Anpacker. Dieser Wille zur Veränderung beeindruckt mich sehr. Das ist für mich Verpflichtung. Wir verzahnen Schule und Praxis noch enger. Wir geben der Jugend eine echte Perspektive in der Heimat – in unseren Traditionsbranchen wie Chemie und Maschinenbau, aber auch in neuen Feldern wie KI und Biochemie.

Wir modernisieren die Verwaltung für unsere Bürger und Betriebe. Als attraktiver Standort für Fachkräfte brauchen wir aber auch den direkten Draht nach Berlin und Brüssel, um bei Energiepreisen und Außenhandel das Beste für unser Land herauszuholen.
Willingmann: Das Wichtigste, wofür wir selbst sorgen können, ist politische Stabilität. Wir brauchen auch in Zukunft eine Regierung aus der demokratischen Mitte heraus.

Wir können auf das Erreichte stolz sein und sollten den notwendigen Mut daraus ziehen: Kurshalten bei der Energiewende, Investieren in Innovationen und kluge Köpfe. Kurshalten übrigens auch, wenn es um die Anpassung an den Klimawandel geht. Dabei geht es überhaupt nicht um ideologische Schattengefechte, sondern um nüchterne Analyse der Realität und der Einsicht in notwendige Maßnahmen: Wenn wir beispielsweise nicht in modernes Wassermanagement investieren, werden wir absehbar nicht mehr genug Wasser für Industrieansiedlungen haben. Dann werden es auch die landwirtschaftlichen Betriebe in heißen und trockenen Sommermonaten schwer haben. Anpassung an den Klimawandel bedeutet zudem konsequenter Hochwasserschutz. Sicher leben bedeutet nicht, Ressentiments zu pflegen.

Sicherheit müssen wir viel umfassender denken: Investitionssicherheit durch verlässliche Politik, die bei Grundsatzentscheidungen den Kurs hält. Sicherheit in Zeiten des Klimawandels. Und selbstverständlich auch soziale Sicherheit.
Gläßer: Ich habe ja schon erwähnt, dass die erfolgreiche Aufbauarbeit kein Selbstläufer war. Zum ganzen Bild gehört auch, dass daran viele Menschen aktiv und tatkräftig mitgewirkt haben, die aus dem Ausland zu uns gekommen sind. Mit Mut und Hand für unser Bundesland! Diese Attraktivität für leistungsfähige und leistungswillige Menschen müssen wir uns unbedingt erhalten. Auch das gehört zur Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstandssicherung.
Schauen wir nach vorn: Was fällt Ihnen ein zu Sachsen-Anhalt in zehn Jahren? Und welche Weichen möchten Sie dafür persönlich stellen?
Schulze: Sachsen-Anhalt bleibt das Kraftzentrum der europäischen Chemieindustrie. Das ist nicht nur Wirtschaft, das ist unsere Identität. Dafür kämpfe ich mit ganzem Herzen. Gleichzeitig bin ich stolz auf unsere Start-up-Szene, wie etwa die Robotik-Spezialisten aus Magdeburg.

Mit Spitzenforschung in der Medizintechnik am Wissenschaftshafen oder dem Weinberg Campus in Halle (Saale) spielen wir ganz vorne mit. Hier arbeiten mutige Menschen an unserer Zukunft. Diesen Mut brauchen wir, und diesen Mut werde ich als Ministerpräsident weiter vorleben und unterstützen.
Willingmann: Ich wünsche mir, dass Sachsen-Anhalt in zehn Jahren als ein Land wahrgenommen wird, das den Strukturwandel erfolgreich gemeistert hat.

Ein Land mit moderner, klimaneutral aufgestellter und wettbewerbsfähiger Industrie, starker Forschung, einer sicheren Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen.

Ein Land, das dank der richtigen wirtschaftspolitischen Weichenstellungen Unternehmen echte Zukunftsperspektiven bietet und der Ansiedlungs-Hotspot in Ostdeutschland ist, viele neue und gutbezahlte Arbeitsplätze geschaffen und gezeigt hat, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt auch in Krisen und ohne Ausgrenzungen möglich ist.

Ein Land, das in schweren Zeiten gelernt hat, nicht immer den einfachsten Weg zu gehen, sondern den richtigen.
Gläßer: Wenn ich zehn Jahre nach vorn schaue, dann sehe ich Sachsen-Anhalt als starken Industriestandort, der seine Basis nicht nur gehalten, sondern weiter ausgebaut hat. Industrie ist und bleibt unser Fundament. Es geht darum, Wertschöpfung im Land zu sichern und gleichzeitig offen für neue Technologien und Entwicklungen zu bleiben.

Gleichzeitig wünsche ich mir mehr Unternehmergeist. Mehr Menschen, die sagen: Ich mache das jetzt. Ich gründe, ich investiere, ich übernehme Verantwortung. Sachsen-Anhalt hat in den vergangenen Jahrzehnten viel aufgeholt. Wir haben die rote Laterne in vielen Bereichen abgegeben und sind heute deutlich besser aufgestellt als unser Ruf oft noch vermuten lässt. Jetzt geht es darum, diesen Weg konsequent weiterzugehen.

Als IHK-Präsident will ich all das als Teil von 52.000 IHK-Unternehmen im Süden Sachsen-Anhalts nach Kräften befördern.
  • Sascha Gläßer ist seit März 2024 Präsident der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau und vertritt als Sprecher der gewerblichen Wirtschaft die Interessen von rund 52.000 Unternehmen im Süden Sachsen-Anhalts. Als Vorstandsvorsitzender der Volksbank Halle (Saale) eG bringt er mehr als zwei Jahrzehnte Führungserfahrung im genossenschaftlichen Finanzverbund, insbesondere im Firmenkundengeschäft, in dieses Amt ein.
  • Sven Schulze studierte Umweltschutztechnik und Wirtschaftsingenieurwesen an der Technischen Universität Clausthal. Anschließend sammelte er Erfahrungen in der freien Wirtschaft, unter anderem als Projektleiter in mittelständischen Unternehmen und als Vertriebsleiter bei der Eckold GmbH & Co. KG. Von 2014 bis 2021 war er Mitglied des Europäischen Parlaments. Anschließend war er bis Januar 2026 Minister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen- Anhalt. Seit 28. Januar 2026 ist Sven Schulze Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt.
  • Prof. Dr. Armin Willingmann studierte Rechtswissenschaften, Volkswirtschaftslehre und Geschichte an den Universitäten in Mainz, München und Köln. 1998 promovierte er an der Universität Rostock zum Dr. iur. Vor seiner politischen Laufbahn war Willingmann als Rechtsassessor in einer Anwaltskanzlei sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Rostock tätig. 1999 wurde er als Professor für Wirtschaftsrecht an die Hochschule Harz berufen. Von 2003 bis 2016 war er deren Rektor. Seit September 2021 ist er Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt sowie erster Stellvertreter des Ministerpräsidenten.