Ausbildung

Verfahrenstechnologe/in Mühlen- und Getreidewirtschaft

Die Zeiten, in denen das Korn in der "klappernden Mühle am rauschenden Bach" gemahlen wurde, sind schon lange vorbei. Heutzutage sind Mühlen High-tech-Betriebe, die Mehl und Schälerzeugnisse für die verschiedensten Verwendungszwecke, vom Tierfutter bis zum Backmittel, in allen Variationen lagern und herstellen. Verfahrenstechnologen müssen vollautomatisierte Transportsysteme, Trocknungsaggregate und Produktionsanlagen beherrschen, am Laufen halten und ständig den Annahme-, Lager- und Produktionsprozess optimieren. Hinzu kommt die Arbeit im Labor, um festzustellen, ob Getreide, Ölsaaten, Leguminosen und Mehl die erforderliche Qualität haben. Sie kennen sich aus mit Düngemitteln, Pflanzenschutz und der Bekämpfung von Schädlingen.
Verfahrenstechnologe/-innen:
  • beurteilen Rohstoffe, Zwischen- und Enderzeugnisse und stellen z. B. Feuchtigkeit, Gewicht oder Fettgehalt fest
  • sie lagern die Rohstoffe, schützen sie vor negativen Einflüssen, wie Nässe, Überhitzung und Schädlingen.
  • behandeln und verarbeiten Rohstoffe z. B. durch Reinigen, Kühlen, Schroten, Pressen, Quetschen, Granulieren und Mahlen
  • stellen Mischungen, Zwischen- und Enderzeugnisse her
  • lagern Rohstoffe (z. B. Weizen, Mais oder Dinkel) und Zwischen- und Enderzeugnisse (z. B. Mehl, Kornflakes oder Haferflocken)
  • verpacken und verladen die Enderzeugnisse
  • halten die technischen Geräte, Anlagen und Systeme instand.
Müllerarbeiten für:
  • Mühlen, wie z. B. Handelsmühlen, Hafenmühlen, Gewürzhersteller
  • Saatguthersteller
  • Großbäckereien
  • Landwirtschaftliche Genossenschaften
  • Hersteller von Mühlen- oder Futtermittelanlagen
  • Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.
Die Ausbildungsdauer beträgt gemäß Ausbildungsordnung drei Jahre.
Stand: 24.04.2026