Fachkräfte
KI-Nutzung in Schulen wächst - Voraussetzungen aber sehr unterschiedlich
Bitkom-Studie zeigt: Künstliche Intelligenz (KI) wird von Lehrkräften zunehmend genutzt und überwiegend als Chance für die Bildung bewertet. Gleichzeitig bremsen Unterschiede bei Ausstattung, Kompetenzen und Unterstützung die digitale Entwicklung vieler Schulen.
Weitere Ergebnisse der Bitkom-Umfrage:
- Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend zu einem festen Bestandteil des Schulalltags. KI ist längst nicht mehr nur Unterrichtsgegenstand, sondern wird auch für Unterrichtsvorbereitung, Wissensvermittlung und organisatorische Aufgaben verwendet: So nutzen bereits 58 Prozent der Lehrkräfte KI für schulische Zwecke.
- Dabei sehen 66 Prozent der Lehrkräfte KI grundsätzlich als Chance für die Bildung. 23 Prozent schätzen KI hingegen eher als Risiko ein, 6 Prozent sogar überwiegend als Risiko.
- Die Studie offenbart auch deutliche Unterschiede zwischen den Schulen. Nur 48 Prozent der Lehrkräfte bewerten die technische Ausstattung und Infrastruktur ihrer Schule als gut oder sehr gut.
- Auch bei den digitalen Kompetenzen der Lehrkräfte zeigt sich ein geteiltes Bild: 58 Prozent bewerten diese an ihrer Schule positiv, 39 Prozent hingegen negativ.
- Die grundsätzliche Offenheit gegenüber der Technologie ist hoch. 89 Prozent der Lehrkräfte finden, dass die Schülerschaft lernen sollte, mit KI umzugehen. Gleichzeitig sehen allerdings 42 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer das Risiko, dass KI zu einer Verdummung von Schülerinnen und Schülern führt.
- Zugleich fühlen sich 58 Prozent der Lehrkräfte selbst noch unsicher im Umgang mit KI. Entsprechend groß ist der Wunsch nach Qualifizierung: So haben sich 51 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer im vergangenen Schuljahr zum Einsatz digitaler Technologien und Medien bereits fortgebildet. 78 Prozent sprechen sich für verpflichtende Fortbildungen zu digitalen Themen und Methoden aus.
- Die Digitalisierung trifft auf ein zunehmend belastetes Schulsystem: 82 Prozent der Lehrkräfte sehen ihre Überlastung als dringlichstes Problem, aber auch eine übermäßige Smartphone-Nutzung der Schülerschaft (83 %). Gleichzeitig erschweren Defizite in der digitalen Infrastruktur, wie fehlendes WLAN (40 %) und eine unzureichende technische Ausstattung (38 %), die Nutzung digitaler Potenziale.
- Digitale Technologien schaffen aus Sicht der befragten Lehrkräfte vielfältige Chancen: So haben 57 Prozent der Lehrkräfte durch den Einsatz digitaler Technologien mehr Freude am Unterrichten und die Unterrichtsvorbereitung wird erleichtert (67%). Außerdem empfinden 80 Prozent der Lehrkräfte die Schülerinnen und Schüler dadurch als motivierter und die digitale Technologie trägt dazu bei, individueller auf die einzelnen Schülerinnen und Schüler eingehen zu können (64 %).
Weitere Ergebnisse der Umfrage stehen auf der Bitkom-Website zum Download zur Verfügung.
Zur Umfrage
Die Aussagen basieren auf der Auswertung einer Umfrage bei gut 500 Lehrkräften der Sekundarstufen I und II in Deutschland, die im Auftrag des Digitalverbands Bitkom in diesem Jahr in den Kalenderwochen 22 bis 26 durchgeführt wurde.
Stand: 17.08.2026
