IHK-Energiewende-Barometer 2026: Kosten werden zum Standortproblem

Das IHK-Energiewende-Barometer 2026 fasst die Ergebnisse der Befragung von rund 3.100 Unternehmen zusammen. Die repräsentative Umfrage der Industrie- und Handelskammern im Juni bestätigt, dass die Stimmung nicht gut ist. Auf einer Skala von minus 100 bis plus 100 bewegt sich der Index seit mehr als einem Jahrzehnt zwischen +1 und -27. In diesem Jahr ist er bei -11,5.
Wesentliche weitere Ergebnisse: Industriebetriebe verlagern ihre Produktion ins Ausland und Investitionen in Kernprozesse werden verschoben. Die Unternehmen wünschen sich eine Klimapolitik, die Dekarbonisierung einerseits und Wettbewerbsfähigkeit andererseits ermöglicht. Vor allem für viele energieintensive Betriebe haben sich die Wettbewerbsbedingungen verschlechtert und die Energiepreise erhöht. Zusätzlich belasten fehlende Netzanschlüsse und lange Umsetzungszeiten viele Unternehmen. Die Energiekosten werden als entscheidender Faktor für Investitionen, Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung angesehen. Besonders positiv bewerten die Unternehmen Maßnahmen zur Stärkung der Energieinfrastruktur und eine Senkung von Steuern und Abgaben auf Energie.
Stand: 28.07.2026