International
Zentralasien entwickelt sich zu dynamischem Wirtschaftsraum
Die Bevölkerung Zentralasiens hat zuletzt mit rund 84 Millionen Menschen Deutschland überholt und laut Prognosen könnte sie bis 2040 auf 96 Millionen ansteigen. Gleichzeitig wächst die Wirtschaft der Region seit Jahren um etwa 5 bis 11 Prozent, auch wenn zuletzt der Krieg in der Ukraine diesen Trend etwas gebremst hat.
In den vergangenen Jahren hat es eine Annäherung der zentralasiatischen Staaten gegeben. Sie arbeiten wirtschaftlich enger zusammen und bauen Hürden für Handel und Investitionen ab. Neue grenzüberschreitende Projekte sollen Mobilität und Warenverkehr verbessern sowie alternative Handelsrouten schaffen.
Aus Unternehmenssicht stehen die Länder Kasachstan und Usbekistan im Vordergrund. Während Kasachstan über die höchste Kaufkraft der Region verfügt, ist Usbekistan mit rund 38 Millionen Einwohnern der größte Einzelmarkt mit gutem Absatzpotenzial für Konsumgüter und Dienstleistungen in seinen Großstädten.
Chancen bestehen auch in der Industrie, Infrastruktur und Logistik. Die Reformen in Usbekistan haben maßgeblich zum Ausbau der Branchen wie Textilien, Metalle, Chemie, Elektrotechnik, Nahrungsgüter, Baustoffe und Automobilindustrie beigetragen und auch der Dienstleistungssektor wächst.
Die in Zentralasien ausgebauten Transportkorridore auf der Ost-West- und der Nord-Süd-Achse sorgen dafür, die Transportzeiten innerhalb der Region wie auch darüber hinaus zu verkürzen und Wirtschaftsbeteiligten zudem alternative Routen anzubieten. Für Zentralasien bedeutet dies Zugang zu neuen Märkten, verbunden mit dem Ausbau und Investitionen im Logistiksektor. Laut Germany Trade & Invest umfasst das Investitionsvolumen laufender und geplanter Infrastrukturprojekte fast 53 Mrd. US-Dollar.
Und so profitiert Zentralasien von seiner Lage zwischen Europa und Asien und gewinnt als Handelsdrehscheibe an Bedeutung. Zu den Risiken zählen unter anderem die Abhängigkeit von Rohstoffpreisen, Schattenwirtschaft, teils geringe Rechtssicherheit und der Angriffskrieg auf die Ukraine.
So spricht für deutsche Unternehmen viel, einen genaueren Blick auf Zentralasien zu werfen und sich mit einem wachsenden Absatzmarkt, Industrialisierung, Infrastrukturbedarf und regionaler Vernetzung auseinanderzusetzen und vertraut zu machen.
Die virtuelle Veranstaltung „Zentralasien und Kaukasus: Einfuhr, Zertifizierung und Produktzulassung, Compliance, Visa und Entsendung im Fokus“ am 24. November wirft einen Blick auf die Region Zentralasiens und den Kaukasus, zeigt Chancen, Hürden, mögliche Risiken auf und gibt Handreichungen für das Tagesgeschäft.
Die Teilnahme an der virtuellen Veranstaltung „Zentralasien und Kaukasus im Fokus“ kostet pro Person 40 Euro zzgl. 19 % USt. (brutto 47,60 Euro). Anmeldungen sind bis zum 20. November möglich.
Stand: 26.10.2026
