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#ihk_standpunkte: „Fachkräfteeinwanderung wirksam gestalten"
Darum geht es:
Auch wenn aktuell Kriege und Krisen, eine kaum wachsende Wirtschaft, steigende Insolvenzzahlen und tiefgreifende Transformationsprozesse die Nachrichten dominieren, ist die Wirtschaft in Niedersachsen heute und zukünftig darauf angewiesen, Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen. In den letzten Jahren litten Unternehmen in zahlreichen Branchen bereits unter dem Mangel an Fachkräften, was sich auch in der Zahl der unbesetzten Stellen in der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) zeigte. Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) fehlten im Jahresdurchschnitt 2025 in Niedersachsen mehr als 42.000 qualifizierte Arbeitskräfte – für etwa 39 Prozent der offenen Stellen standen rechnerisch damit keine passend qualifizierten Arbeitslosen zur Verfügung (Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung, Ländersteckbrief Niedersachsen auf Basis der IW-Fachkräftedatenbank (Sonderauswertungen der BA und der IAB-Stellenerhebung), 2026). Zunehmend werden Arbeitskräfte auch für einfache Tätigkeiten knapp. Wo Mitarbeitende fehlen, können Aufträge nicht angenommen, Dienstleistungen nicht im gewünschten Umfang erbracht und Investitionen nur eingeschränkt umgesetzt werden.
Der Fachkräftemangel wird sich durch den Eintritt der Babyboomer in den Ruhestand in den kommenden Jahren verschärfen. Das inländische Fachkräftepotenzial wird kontinuierlich kleiner. Um die diversen aktuellen Herausforderungen – von der Rückkehr ins Wachstum bis zu den zentralen Zukunftsprojekten – zu meistern, werden zusätzliche Arbeitskräfte aus dem Ausland gebraucht.
Unternehmen, die internationale Fachkräfte beschäftigen oder Auszubildende aus dem Ausland gewinnen möchten, begegnen in der Praxis allerdings komplexe Verfahren und häufig lange Bearbeitungszeiten. Zudem muss auch die sprachliche und gesellschaftliche Integration mitbedacht werden.
Um mehr ausländische Fachkräfte für Niedersachsen zu gewinnen, bedarf es daher eines ganzheitlichen Ansatzes – von der gezielten Ansprache im Ausland über effiziente Zuwanderungsprozesse bis hin zur erfolgreichen Integration in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft. Unternehmen haben ein hohes Eigeninteresse, tragfähige Lösungen voranzubringen und aktiv an der Gestaltung einer wirksamen Fachkräftezuwanderung mitzuwirken.
Handlungsfelder aus Sicht der IHK Hannover:
1. Verfahren zur Einwanderung vereinfachen, digital verzahnen und beschleunigen
2. Integration vor Ort ganzheitlich stärken
3. Anerkennungsverfahren effizient gestalten, Qualifizierung ermöglichen
4. Ausbildungszuwanderung wirksam ausrichten
2. Integration vor Ort ganzheitlich stärken
3. Anerkennungsverfahren effizient gestalten, Qualifizierung ermöglichen
4. Ausbildungszuwanderung wirksam ausrichten
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Arne Hirschner
