29.07.2026

Energiewende-Barometer 2026

Hohe Energiekosten belasten die Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen und zählen zunehmend zu den größten Geschäftsrisiken.
Zu diesem Ergebnis kommt das Energiewende-Barometer 2026 der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), an dem sich rund 3.100 Unternehmen aus allen Branchen und Regionen beteiligt haben.
Die Unternehmen unterstützen die Ziele der Klimaneutralität und die Dekarbonisierung der Wirtschaft. Gleichzeitig sehen sie wettbewerbsfähige Energiepreise als wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Transformation. In den vergangenen zwölf Monaten sind die Kosten für Strom bei rund der Hälfte der Unternehmen und für Wärme bei zwei Dritteln der Betriebe weiter gestiegen.
Auch in der Region Heilbronn-Franken spielen Energiepreise eine zentrale Rolle. Nach den Ergebnissen der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage zählen sie für viele Industrie-, Handels- sowie Hotel- und Gaststättenbetriebe zu den größten Geschäftsrisiken.
Die hohen Energiekosten wirken sich zunehmend auf Investitions- und Standortentscheidungen aus. Bundesweit denken zahlreiche Industrieunternehmen über eine Verlagerung von Produktionskapazitäten ins Ausland nach oder haben diese bereits umgesetzt. Gleichzeitig konzentrieren sich Investitionen häufig auf den Ersatzbedarf.
Vor diesem Hintergrund fordern viele Unternehmen eine Entlastung bei Steuern und Abgaben auf Strom sowie einen schnelleren Ausbau der Energieinfrastruktur. Wettbewerbsfähige Energiepreise und verlässliche Rahmenbedingungen gelten als entscheidende Faktoren für die wirtschaftliche Entwicklung und die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende.