Fachkräftesicherung

Der Mittlere Oberrhein ist deutschlandweit eine der Regionen mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit. Gleichzeitig ist der Fachkräftebedarf der Unternehmen enorm. Der Bedarf kann somit aus der Region heraus nicht mehr gedeckt werden. In der regelmäßigen IHK-Konjunkturumfrage wird der Fachkräftemangel seitens der Unternehmen als eines der größten Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung benannt.
Es ist notwendig, alle verfügbaren Potenziale zu nutzen, beispielsweise durch Maßnahmen zur Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen und älteren Menschen oder die Qualifizierung ungelernter Arbeitskräfte sowie das Recruiting von ausländischen Fachkräften. Auch im Arbeitgebermarketing liegen Potenziale, sich im Wettbewerb um die besten Köpfe durchzusetzen. Ergänzend braucht es außerdem
ein gezieltes regionales Standortmarketing, um Menschen für eine Zukunft in der Technologieregion zu interessieren.
Basis der Fachkräftesicherung ist die duale Berufsausbildung, mit der Menschen zielgerichtet auf eine berufliche Tätigkeit vorbereitet bzw. weiterqualifiziert werden. Neue, digitale Lehr- und Lernformen müssen in die berufliche Qualifizierung integriert und die Digitalisierung zu einem zentralen Bestandteil gemacht werden. Dafür benötigen berufliche Schulen, Hochschulen und Universitäten eine moderne, technische Ausstattung und KMU Unterstützungs-Angebote, beispielsweise in Form von Beratungen zur Einführung digitaler Lernsysteme und der Anpassung von Ausbildungsplänen. Der Bedarf an Fachkräften im Ingenieur- und IT-Bereich wird in den nächsten Jahren nochmal deutlich steigen, daher setzen wir uns für attraktive Studienmodelle wie das duale Studium oder ausbildungsintegrierende Studiengänge im MINT-Bereich ein. Auch niederschwellige Qualifizierungsangebote und Validierungsverfahren
unterhalb der dualen Berufsausbildung müssen berücksichtigt werden.
Diesen Themen widmen sich die IHK-Gremien verstärkt, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Region zu erhalten und auszubauen.