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Sie macht Wirtschaft
Ob mutige Gründerin, kreative Macherin oder erfahrene Unternehmerin: Frauen prägen die Wirtschaft auf ihre ganz eigene Art. Sie stoßen Neues an, denken quer, bauen Brücken und meistern dabei oft Hürden, die für Männer gar nicht vorhanden sind. In unserer neuen Reihe „Sie macht Wirtschaft“ stellen wir inspirierende Unternehmerinnen vor, die mit Ideen, Ausdauer und Leidenschaft ihre Branche bewegen. Es geht sowohl um Gründerinnen, die aus einer Idee ein florierendes Unternehmen machen als auch um Unternehmerinnen, die seit Jahren erfolgreich am Markt sind, speziell auch in Branchen, in denen Frauen noch immer unterrepräsentiert sind.
- 2. Netzwerktreffen Business Women IHK: Zwischen Gold, Zweifel und Zuversicht
- Anja Koch, Geschäftsführerin der GMEC GmbH
- Koordination im Pflegesystem
- Eine All-in-One-Plattform
- Reflexion innerer Themen
- Zugang zu Zeit, Kapital und Wissen
- „Ich bin ins kalte Wasser geworfen worden“
- Zwischen Prosa und Pressearbeit
- Missverständnisse über die Branche aus dem Weg räumen
- Frauen gründen anders
2. Netzwerktreffen Business Women IHK: Zwischen Gold, Zweifel und Zuversicht
Kanu-Weltmeisterin Judith Hörmann
In unseren Köpfen ist selten nur eine Stimme am Werk. Mal übernimmt die Selbstbewusste das Kommando, mal meldet sich die Zuversichtliche, mal drängt sich die Unsichere in den Vordergrund. Wie in Pixars Animationsfilm „Alles steht Kopf“ herrscht in der inneren Schaltzentrale also nicht immer Einigkeit. Diese Parallele zog auch Kanu-Weltmeisterin Judith Hörmann in ihrer Keynote „Die drei Seiten meiner Medaille“ bei der zweiten Netzwerkveranstaltung der Business Women IHK im IHK Haus der Wirtschaft.
15.631 Trainingsstunden in 18 Jahren Leistungssport: Umgerechnet entspricht das etwa neuneinhalb Jahren in einem Vollzeitjob. Doch für Judith Hörmann war Kanurennsport nie einfach nur Arbeit. Schon als Zehnjährige träumte sie davon, einmal bei Olympischen Spielen im Mannschaftsboot auf dem Podest zu stehen. Dafür ging es auch morgens bei drei Grad und Regen aufs Wasser.
Die Leistungssportlerin nahm die Teilnehmerinnen mit auf ihre spannende Reise voller Höhen und Tiefen. Hörmann beschrieb, wie sie zwischen stärkenden und kritischen inneren Stimmen pendelte, im Training, im Wettkampf und später im Berufsleben. Was zunächst wie ein ständiges Selbstgespräch wirkte, wurde mit der Zeit zu einem bewussten Blick auf das eigene „innere Team“. Der Begriff geht auf den Kommunikationspsychologen Friedemann Schulz von Thun zurück. Sein Modell beschreibt die unterschiedlichen Stimmen und Persönlichkeitsanteile, die unser Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen. Bei Judith Hörmann meldeten sie sich während ihrer 18 Jahre im Leistungssport besonders laut zu Wort, vor wichtigen Wettkämpfen, nach großen Siegen und in Momenten, in denen Verletzungen, Rückschläge oder Entscheidungen von außen ihre Ziele infrage stellten.
Erfolge und Rückschläge gehören zusammen
Mit 14 Jahren gewann Hörmann ihre erste Goldmedaille bei Deutschen Meisterschaften. Zahlreiche weitere Titel folgten, darunter bei Europameisterschaften sowie Gold- und Silbermedaillen bei Weltmeisterschaften. Doch ihre Laufbahn verlief keineswegs geradlinig: Ein Handgelenksbruch, verpasste Qualifikationen und schwierige Auswahlentscheidungen warfen sie immer wieder zurück.
Besonders prägend war die Heim-Weltmeisterschaft 2007 in Duisburg. Nachdem sie ihren Platz im Vierer verloren hatte und sich aussortiert fühlte, konzentrierte sie sich neu auf den Zweier. Gemeinsam mit ihrer Partnerin kämpfte sie sich im Finale an die führenden Ungarinnen heran und gewann Gold.
Besonders prägend war die Heim-Weltmeisterschaft 2007 in Duisburg. Nachdem sie ihren Platz im Vierer verloren hatte und sich aussortiert fühlte, konzentrierte sie sich neu auf den Zweier. Gemeinsam mit ihrer Partnerin kämpfte sie sich im Finale an die führenden Ungarinnen heran und gewann Gold.
Der große Kindheitstraum von den Olympischen Spielen erfüllte sich dennoch nicht. Nach einem Vereinswechsel und einem langwierigen Infekt verpasste Hörmann auch die Qualifikation für Peking. Schließlich beschloss sie, nicht länger ihr gesamtes Leben dem Sport unterzuordnen, und beendete ihre Karriere.
Diese Entscheidung war kein einfacher Schlussstrich, denn 18 Jahre lang hatte Hörmann ihren Wert stark über Leistung definiert. Heute arbeitet sie selbstständig in der systemischen Organisationsentwicklung und als Coach. Die Erfahrungen aus dem Leistungssport prägen ihren Blick auf Menschen und Teams bis heute.
Denn auch in Unternehmen gibt es selbstbewusste, zuversichtliche und kritische Stimmen. Manche stärken, andere bremsen. Entscheidend sei, sie wahrzunehmen und so zu führen, dass aus Unsicherheit wieder Handlungsfähigkeit und aus dem Gefühl, übersehen zu werden, neue Wirksamkeit entstehen könne.
Wer steckt eigentlich hinter der IHK?
Nach der Keynote hat die Organisatorin des Netzwerks, IHK-Fachberaterin für Finanzierung, Förderung und Wachstum, Bianca Schmid, einem bei der Auftaktveranstaltung geäußerten Wunsch der Netzwerkpartnerinnen entsprochen: Die Teilnehmerinnen wollten die Menschen und Aufgaben hinter der IHK Karlsruhe besser kennenlernen.
Mit Fotos, Zahlen und kleinen Ratespielen stellten sich die verschiedenen IHK-Teams vor. Die Teilnehmerinnen erfuhren, wer sich um Gründung, Wachstum und Unternehmensnachfolge kümmert, welche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner Betriebe bei Aus- und Weiterbildung unterstützen und wer bei Themen wie Digitalisierung, Energie, Recht, Branchenentwicklung oder Kommunikation weiterhilft.
Mit Fotos, Zahlen und kleinen Ratespielen stellten sich die verschiedenen IHK-Teams vor. Die Teilnehmerinnen erfuhren, wer sich um Gründung, Wachstum und Unternehmensnachfolge kümmert, welche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner Betriebe bei Aus- und Weiterbildung unterstützen und wer bei Themen wie Digitalisierung, Energie, Recht, Branchenentwicklung oder Kommunikation weiterhilft.
Beim anschließenden Ausklang blieb ausreichend Zeit, um Fragen zu stellen, Kontakte zu vertiefen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Damit griff der Abend den Grundgedanken der Business Women IHK auf: vorhandene Kompetenz zusammenzubringen, Frauen sichtbarer zu machen und einen gemeinsamen Tisch für Austausch und gegenseitige Unterstützung zu schaffen.
Anja Koch, Geschäftsführerin der GMEC GmbH
Anja Koch mit ihrem Vater, dem Unternehmensgründer, Ulrich Koch.
Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters übernahm Anja Koch im Februar 2026 die Geschäftsführung des Familienunternehmens GMEC. Im Gespräch erzählt sie von einer über viele Jahre vorbereiteten und dann doch unvermittelt eingetretenen Nachfolge und davon, dass es manchmal einfach nur Mut braucht.
Frau Koch, GMEC ist ein Beschaffungs- und Produktionsdienstleister für Elektronik und Mechanik. Was genau macht Ihr Unternehmen?
Mein Vater hat GMEC vor rund 20 Jahren gegründet. Zuvor war er technischer Leiter eines tschechischen Unternehmens mit Verwaltungsstandort in Deutschland. Der Grundgedanke seiner Selbstständigkeit war, kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland den Zugang zu Fertigungsmöglichkeiten in Osteuropa zu ermöglichen.
Dabei blieb es weder bei KMU noch bei der Leiterplattenbestückung. Als ein Kunde fragte, ob wir ihn auch im Bereich Mechanik unterstützen könnten, entstand daraus unser zweites Standbein. Inzwischen arbeiten wir sowohl für mittelständische Unternehmen als auch für größere Konzerne.
Dabei blieb es weder bei KMU noch bei der Leiterplattenbestückung. Als ein Kunde fragte, ob wir ihn auch im Bereich Mechanik unterstützen könnten, entstand daraus unser zweites Standbein. Inzwischen arbeiten wir sowohl für mittelständische Unternehmen als auch für größere Konzerne.
Unser Portfolio umfasst in der Elektronik Leiterplatten, Leiterplattenbestückung, Kabelkonfektion und Schaltschrankverdrahtung, in der Mechanik Blech-, Dreh- und Frästeile. Am liebsten verbinden wir beide Bereiche miteinander, bis hin zum kompletten Gerätebau. Dafür greifen wir auf ein gewachsenes Netzwerk von rund 50 spezialisierten Herstellern in Deutschland, Tschechien und Fernost zurück. Wenn es das Projekt erfordert, führen wir die verschiedenen Komponenten bei uns im Haus zusammen und übernehmen auch die Montage.
Wie haben Sie selbst den Weg ins Familienunternehmen gefunden?
Ich bin vor über 16 Jahren ins Familienunternehmen eingestiegen. Mit meinem BWL-Studium wurde ich mitten in der Finanzkrise fertig, als der Berufseinstieg nicht gerade einfach war. Mein Vater bot mir an, zunächst bei GMEC mitzuarbeiten. Eigentlich war das als Übergang gedacht. Daraus sind inzwischen über 16 Jahre geworden.
Bei GMEC habe ich schnell angefangen, bestehende Abläufe zu hinterfragen, Prozesse zu strukturieren und stärker zu digitalisieren. Dazu gehörte auch, die Nutzung unseres bestehenden ERP-Systems auszubauen und Abläufe darüber effizienter abzubilden.
Mein Vater hat mir früh viel Freiheit und Verantwortung gegeben. Von Anfang an war ich in Personalthemen eingebunden und habe die Führung eines kleinen Teams mit übernommen, obwohl ich noch keine Führungserfahrung hatte. Vieles habe ich direkt in der Praxis gelernt und bin so Schritt für Schritt in meine Rolle im Unternehmen hineingewachsen.
Bei GMEC habe ich schnell angefangen, bestehende Abläufe zu hinterfragen, Prozesse zu strukturieren und stärker zu digitalisieren. Dazu gehörte auch, die Nutzung unseres bestehenden ERP-Systems auszubauen und Abläufe darüber effizienter abzubilden.
Mein Vater hat mir früh viel Freiheit und Verantwortung gegeben. Von Anfang an war ich in Personalthemen eingebunden und habe die Führung eines kleinen Teams mit übernommen, obwohl ich noch keine Führungserfahrung hatte. Vieles habe ich direkt in der Praxis gelernt und bin so Schritt für Schritt in meine Rolle im Unternehmen hineingewachsen.
Nachhaltige Nachfolge beginnt lange vor der eigentlichen Übergabe. Wie war der Generationswechsel bei Ihnen vorbereitet?
Rückblickend waren diese 16 Jahre ein schrittweises Hineinwachsen in die Nachfolge, auch wenn wir sie damals nie als solche gesehen haben. Es war keineswegs immer klar, dass ich das Unternehmen einmal übernehmen würde. GMEC war sehr stark von meinem Vater geprägt, und ich habe lange daran gezweifelt, ob ich das Unternehmen irgendwann alleine fortführen könnte. Über viele Jahre haben mein Vater und ich das Unternehmen gemeinsam geführt und uns die Verantwortung geteilt. Seit 2015 war ich Prokuristin, außerdem gab es eine Generalvollmacht und ein Notfallhandbuch.
Dann ging alles viel schneller als erwartet. Im Herbst 2025 erkrankte mein Vater schwer. Meinen Einstieg als Geschäftsführerin und die Übergabe konnten wir noch gemeinsam regeln.
So wurde aus dem schrittweisen Hineinwachsen innerhalb kürzester Zeit die alleinige Verantwortung für das Unternehmen.
Dann ging alles viel schneller als erwartet. Im Herbst 2025 erkrankte mein Vater schwer. Meinen Einstieg als Geschäftsführerin und die Übergabe konnten wir noch gemeinsam regeln.
So wurde aus dem schrittweisen Hineinwachsen innerhalb kürzester Zeit die alleinige Verantwortung für das Unternehmen.
Wie haben Sie es geschafft, mit der Trauer einerseits und der plötzlichen Verantwortung andererseits umzugehen?
Der Gang in die Firma war oft schwer. GMEC war für mich untrennbar mit meinem Vater verbunden. Plötzlich lief er morgens nicht mehr an meinem Fenster vorbei.
Die größte Herausforderung war, dass ich als Tochter getrauert habe und als Unternehmerin vom ersten Tag an funktionieren musste. Kunden, Mitarbeitende und Lieferanten brauchten Entscheidungen und Antworten. In dieser ersten Zeit war ich im Überlebensmodus und habe einfach gemacht, was notwendig war. Geholfen hat mir, dass ich viele Aufgaben bereits kannte und ein großartiges Team an meiner Seite hatte, das mich sehr unterstützt hat.
Was möchten Sie von Ihrem Vater bewahren, und wo setzen Sie bewusst eigene Akzente?
Ich möchte vor allem das bewahren, was mein Vater vorgelebt hat: die Nähe zu unseren Kunden, die unkomplizierte Zusammenarbeit und die Flexibilität, den Pragmatismus und die Kreativität, auch für ungewöhnliche Anforderungen eine Lösung zu finden.
Die größte Herausforderung war, dass ich als Tochter getrauert habe und als Unternehmerin vom ersten Tag an funktionieren musste. Kunden, Mitarbeitende und Lieferanten brauchten Entscheidungen und Antworten. In dieser ersten Zeit war ich im Überlebensmodus und habe einfach gemacht, was notwendig war. Geholfen hat mir, dass ich viele Aufgaben bereits kannte und ein großartiges Team an meiner Seite hatte, das mich sehr unterstützt hat.
Was möchten Sie von Ihrem Vater bewahren, und wo setzen Sie bewusst eigene Akzente?
Ich möchte vor allem das bewahren, was mein Vater vorgelebt hat: die Nähe zu unseren Kunden, die unkomplizierte Zusammenarbeit und die Flexibilität, den Pragmatismus und die Kreativität, auch für ungewöhnliche Anforderungen eine Lösung zu finden.
Gleichzeitig führe ich das Unternehmen auf meine eigene Art weiter. Ich arbeite mit klar verteilten Verantwortlichkeiten und vertraue auf die jeweiligen Stärken im Team. Außerdem möchte ich Marketing und Akquise stärker vorantreiben und unseren Kunden noch deutlicher zeigen, wie breit wir inzwischen aufgestellt sind.
Ein Thema, das mich dabei besonders begleitet, ist Mut. Mein Vater selbst hat viel Mut bewiesen, als er sich aus einer sicheren Position heraus selbstständig gemacht hat, während zwei seiner Kinder mitten im Studium waren und meine kleine Schwester gerade sieben Jahre alt war. Später hat er über mich gesagt: „Sie kann das schon, sie muss nur mutig sein.“ Dieser Satz begleitet mich bis heute. Aus meinen Zweifeln ist inzwischen Mut geworden und vor allem die Lust darauf, sein Erbe fortzuführen und GMEC in die Zukunft zu führen.
Ein Thema, das mich dabei besonders begleitet, ist Mut. Mein Vater selbst hat viel Mut bewiesen, als er sich aus einer sicheren Position heraus selbstständig gemacht hat, während zwei seiner Kinder mitten im Studium waren und meine kleine Schwester gerade sieben Jahre alt war. Später hat er über mich gesagt: „Sie kann das schon, sie muss nur mutig sein.“ Dieser Satz begleitet mich bis heute. Aus meinen Zweifeln ist inzwischen Mut geworden und vor allem die Lust darauf, sein Erbe fortzuführen und GMEC in die Zukunft zu führen.
Sie führen als Frau ein Unternehmen in einer weiterhin stark männlich geprägten technischen Branche. Wie erleben Sie das?
Natürlich ist unsere Branche nach wie vor stark männlich geprägt. Ich bin aber seit 16 Jahren dabei, kenne viele unserer Kunden und Partner schon lange und habe keine besonderen Akzeptanzprobleme erlebt.
Für mich steht deshalb weniger die Frage im Vordergrund, ob ich als Frau ein technisches Unternehmen führen kann, sondern wie ich meine Rolle als Geschäftsführerin ausfülle. Dabei vertraue ich auf die unterschiedlichen Kompetenzen in unserem Team und darauf, gemeinsam die richtigen Lösungen für unsere Kunden zu finden.
Für mich steht deshalb weniger die Frage im Vordergrund, ob ich als Frau ein technisches Unternehmen führen kann, sondern wie ich meine Rolle als Geschäftsführerin ausfülle. Dabei vertraue ich auf die unterschiedlichen Kompetenzen in unserem Team und darauf, gemeinsam die richtigen Lösungen für unsere Kunden zu finden.
Was hätten Sie Ihren Vater heute noch gern gefragt?
Vieles. Es sind oft kleine Situationen im Alltag, in denen ich denke: Das würde ich jetzt gerne kurz meinen Vater fragen. Er hatte über viele Jahre unglaublich viel Wissen und Erfahrung gesammelt und wusste bei vielen Dingen sofort eine Antwort.
Dadurch ist mir noch bewusster geworden, wie wertvoll das Wissen ist, das sich über Jahrzehnte in einem Unternehmen ansammelt. Wir möchten dieses Wissen künftig noch besser dokumentieren und zugänglich machen.
Dadurch ist mir noch bewusster geworden, wie wertvoll das Wissen ist, das sich über Jahrzehnte in einem Unternehmen ansammelt. Wir möchten dieses Wissen künftig noch besser dokumentieren und zugänglich machen.
Gerade auf kleine und mittlere Unternehmen kommen immer neue regulatorische Anforderungen zu. Wie erleben Sie diese Entwicklung?
Bürokratie ist für uns ein großes Thema. Ein aktuelles Beispiel ist die europäische Verpackungsverordnung PPWR. Die Anforderungen sind komplex, und auch bei vielen unserer Geschäftspartner besteht noch Unsicherheit über die konkrete Umsetzung.
Als kleines Unternehmen können wir nicht für jedes neue regulatorische Thema Spezialisten vorhalten. Gleichzeitig lässt sich die Verantwortung nicht vollständig auslagern. Sich immer wieder in neue Anforderungen einzuarbeiten und diese zuverlässig umzusetzen, bindet viel Zeit und Kapazität, die uns an anderer Stelle fehlt.
Als kleines Unternehmen können wir nicht für jedes neue regulatorische Thema Spezialisten vorhalten. Gleichzeitig lässt sich die Verantwortung nicht vollständig auslagern. Sich immer wieder in neue Anforderungen einzuarbeiten und diese zuverlässig umzusetzen, bindet viel Zeit und Kapazität, die uns an anderer Stelle fehlt.
Woran werden Sie in einigen Jahren erkennen, dass die Nachfolge gelungen ist?
Für mich ist die Nachfolge eine persönliche Entwicklung, die schrittweise verläuft. Mit jeder Entscheidung und jeder neuen Situation wächst das Vertrauen in meinen eigenen Weg.
In einigen Jahren ist die Nachfolge für mich gelungen, wenn GMEC wirtschaftlich gesund dasteht, sich weiterentwickelt hat und ich zurückblicken und sagen kann: Ich habe bewahrt, was mein Vater aufgebaut hat, und gleichzeitig meinen eigenen Weg mit dem Unternehmen gefunden.
In einigen Jahren ist die Nachfolge für mich gelungen, wenn GMEC wirtschaftlich gesund dasteht, sich weiterentwickelt hat und ich zurückblicken und sagen kann: Ich habe bewahrt, was mein Vater aufgebaut hat, und gleichzeitig meinen eigenen Weg mit dem Unternehmen gefunden.
Info: www.gmec-electronics.com, anja.koch@gmec-electronics.com
Koordination im Pflegesystem
Sabine Neumann hat in Karlsruhe PFLEGEKOMPASS gegründet
Wie lange sind Sie schon am Markt?
PFLEGEKOMPASS befindet sich aktuell in der Aufbauphase.
Die konzeptionelle Entwicklung läuft seit Dezember 2025. Der Marktstart erfolgt schrittweise über digitale Angebote, Beratung und strukturierte Hilfsmaterialien für Angehörige.
PFLEGEKOMPASS befindet sich aktuell in der Aufbauphase.
Die konzeptionelle Entwicklung läuft seit Dezember 2025. Der Marktstart erfolgt schrittweise über digitale Angebote, Beratung und strukturierte Hilfsmaterialien für Angehörige.
Welche Leistungen werden konkret angeboten?
Konkret biete ich:
- Praktische Hilfe und Tipps für Angehörige, damit alles im Alltag besser organisiert und strukturiert läuft
- Begleitung bei Pflegegrad-Anträgen und Behördenwahnsinn
- Unterstützung bei der Organisation nach Klinik- oder Reha-Entlassung
- digitale Checklisten und Orientierungshilfen
- Unterstützung und Orientierung für Familien, die plötzlich mit Pflegeaufgaben konfrontiert sind – damit Sie sich sicherer und gut begleitet fühlen
- Vermittlung von Wissen über das Pflegesystem, damit Angehörige viele Schritte künftig selbstständig bewältigen können
Welchen Vorteil bietet Ihr Unternehmen für Kundinnen und Kunden?
Viele Angehörige erleben das deutsche Pflegesystem als schwer verständlich.
PFLEGEKOMPASS bündelt dieses Wissen strukturiert und übersetzt es in konkrete Handlungsschritte. Dabei steht immer der Mensch im Mittelpunkt. Jede Pflegesituation ist anders und wird von jeder Familie auf ihre eigene Weise erlebt. Deshalb geht es nicht nur um Informationen, sondern um Orientierung, die zur persönlichen Lebenssituation passt und individuell unterstützt.
Viele Angehörige erleben das deutsche Pflegesystem als schwer verständlich.
PFLEGEKOMPASS bündelt dieses Wissen strukturiert und übersetzt es in konkrete Handlungsschritte. Dabei steht immer der Mensch im Mittelpunkt. Jede Pflegesituation ist anders und wird von jeder Familie auf ihre eigene Weise erlebt. Deshalb geht es nicht nur um Informationen, sondern um Orientierung, die zur persönlichen Lebenssituation passt und individuell unterstützt.
Der Vorteil für Betroffene: praktische Unterstützung im Alltag, schnellere Orientierung, weniger Bürokratieüberforderung sowie klar strukturierte nächste Schritte. Mein Ansatz verbindet organisatorische Kompetenz aus der Wirtschaft mit persönlicher Erfahrung im Umgang mit Pflege.
Wie soll sich Ihr Unternehmen in den nächsten 20 Jahren entwickeln?
Mein langfristiges Ziel ist es, PFLEGEKOMPASS zu einer etablierten Orientierungshilfe im deutschen Pflegesystem zu entwickeln. Das heißt: Orientierung zu schaffen, Überforderung zu reduzieren, spürbare Entlastung zu ermöglichen und Menschen Schritt für Schritt durch das System zu begleiten.
Mein langfristiges Ziel ist es, PFLEGEKOMPASS zu einer etablierten Orientierungshilfe im deutschen Pflegesystem zu entwickeln. Das heißt: Orientierung zu schaffen, Überforderung zu reduzieren, spürbare Entlastung zu ermöglichen und Menschen Schritt für Schritt durch das System zu begleiten.
In Zukunft sollen entstehen: Angebote für Angehörige, die Unterstützung bei Organisation und Koordination benötigen, digitale Informationsplattformen sowie Kooperationen mit Institutionen im Gesundheitswesen
Pflege betrifft immer mehr Menschen. Deshalb sehe ich hier langfristig einen großen gesellschaftlichen Bedarf.
Wie ist die Gründungsidee entstanden?
Die Idee zu PFLEGEKOMPASS entstand aus einer persönlichen Erfahrung und entwickelte sich zu einem Herzensprojekt. Als ich selbst mit einer Pflegesituation in der Familie konfrontiert war, wurde mir schnell bewusst, wie komplex viele Abläufe im System sind. Informationen sind zwar vorhanden, aber oft nicht so aufbereitet, dass Angehörige sie in einer schwierigen Situation schnell verstehen und sicher anwenden können.
Mit meinem beruflichen Hintergrund im Organisations- und Prozessmanagement entstand der Gedanke, diese Lücke zu schließen. PFLEGEKOMPASS begleitet Sie liebevoll und praxisnah: Er verbindet klare Struktur mit verständlicher Orientierung perfekt für alle, die plötzlich Verantwortung übernehmen und dabei sicher, gut informiert und unterstützt handeln möchten.
Die Idee zu PFLEGEKOMPASS entstand aus einer persönlichen Erfahrung und entwickelte sich zu einem Herzensprojekt. Als ich selbst mit einer Pflegesituation in der Familie konfrontiert war, wurde mir schnell bewusst, wie komplex viele Abläufe im System sind. Informationen sind zwar vorhanden, aber oft nicht so aufbereitet, dass Angehörige sie in einer schwierigen Situation schnell verstehen und sicher anwenden können.
Mit meinem beruflichen Hintergrund im Organisations- und Prozessmanagement entstand der Gedanke, diese Lücke zu schließen. PFLEGEKOMPASS begleitet Sie liebevoll und praxisnah: Er verbindet klare Struktur mit verständlicher Orientierung perfekt für alle, die plötzlich Verantwortung übernehmen und dabei sicher, gut informiert und unterstützt handeln möchten.
Was waren die größten Hürden bei der Gründung? Hatten Sie das Gefühl, für Frauen ist der Weg in die Selbstständigkeit schwieriger?
Die größte Herausforderung bei einer Gründung ist oft nicht die Idee selbst, sondern der Aufbau der notwendigen Strukturen. Finanzierung, Sichtbarkeit, Netzwerk und Angebot müssen parallel entwickelt werden. Gerade in der Anfangsphase bedeutet das viel Organisation, viele Entscheidungen, Geduld und Durchhaltevermögen.
Ich habe den Schritt in die Selbstständigkeit sehr bewusst gewählt. Nach vielen Jahren in verantwortungsvollen Unternehmensrollen kann ich meine Erfahrungen in Organisation, Prozessmanagement und Zusammenarbeit heute gezielt beim Aufbau von PFLEGEKOMPASS einsetzen.
Natürlich bedeutet dieser Weg auch, die eigene Komfortzone zu verlassen. Gleichzeitig entstehen genau dort Entwicklung, neue Perspektiven und wichtige Kontakte. Der Aufbau eines belastbaren Netzwerks ist dabei ein zentraler Schlüssel.
Ob der Weg für Frauen grundsätzlich schwieriger ist, lässt sich pauschal nicht sagen. Entscheidend ist aus meiner Sicht vor allem der Mut, die eigene Kompetenz sichtbar zu machen und den eigenen Weg konsequent zu gehen.
Ich habe den Schritt in die Selbstständigkeit sehr bewusst gewählt. Nach vielen Jahren in verantwortungsvollen Unternehmensrollen kann ich meine Erfahrungen in Organisation, Prozessmanagement und Zusammenarbeit heute gezielt beim Aufbau von PFLEGEKOMPASS einsetzen.
Natürlich bedeutet dieser Weg auch, die eigene Komfortzone zu verlassen. Gleichzeitig entstehen genau dort Entwicklung, neue Perspektiven und wichtige Kontakte. Der Aufbau eines belastbaren Netzwerks ist dabei ein zentraler Schlüssel.
Ob der Weg für Frauen grundsätzlich schwieriger ist, lässt sich pauschal nicht sagen. Entscheidend ist aus meiner Sicht vor allem der Mut, die eigene Kompetenz sichtbar zu machen und den eigenen Weg konsequent zu gehen.
Ihr Rat für alle, die ein Unternehmen gründen wollen?
Ein Geschäftsmodell entwickelt sich oft erst im direkten Kontakt mit echten Menschen und ihren Bedürfnissen. Deshalb ist es sinnvoll, klein zu beginnen, Erfahrungen zu sammeln und den eigenen Weg Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Mit Klarheit, Geduld und dem Mut, Entscheidungen zu treffen.
Ein Geschäftsmodell entwickelt sich oft erst im direkten Kontakt mit echten Menschen und ihren Bedürfnissen. Deshalb ist es sinnvoll, klein zu beginnen, Erfahrungen zu sammeln und den eigenen Weg Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Mit Klarheit, Geduld und dem Mut, Entscheidungen zu treffen.
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PFLEGEKOMPASS: Struktur geben · Veränderung begleiten · Zusammenarbeit fördern.
PFLEGEKOMPASS: Struktur geben · Veränderung begleiten · Zusammenarbeit fördern.
Info: www.neumann-sabine.de
Eine All-in-One-Plattform
Die Gründerinnen von Evernest
Die Gründerinnen von Evernest
Stephanie Spengel und Marija Riesterer haben die Immobilienvermittlung EVERNEST Karlsruhe | c/o Spengel & Riesterer Immobilien GmbH gegründet
Wie lange sind Sie schon am Markt?
In Karlsruhe sind wir seit über zehn Jahren erfolgreich tätig. Vor EVERNEST waren wir für ein international agierendes Maklerbüro tätig und konnten dort umfassende Markt- und Vertriebserfahrung sammeln. Unser Unternehmen haben wir 2025 gegründet und wurden Lizenzpartner von EVERNEST.
Welche Leistungen werden konkret angeboten?
Evernest bietet eine All-in-One-Plattform, die zeitintensive Aufgaben effizient übernimmt und es unseren Maklerinnen ermöglicht, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: die persönliche Beratung ihrer Kundinnen und Kunden.
Unsere Leistungen umfassen professionelles Marketing, Premium-Services durch langjährige Expertise, Digitale Vermarktungsstrategien sowie persönliche Betreuung vom Erstgespräch bis zum Notartermin.
Welchen Vorteil bietet Ihr Unternehmen für Kundinnen und Kunden?
Mit über 300 Mitarbeitenden und zahlreichen Standorten in Deutschland kann Evernest auf ein breites Netzwerk und umfassende Markterfahrung zurückgreifen.
Evernest nutzt eine eigene digitale Plattform mit daten- und KI-gestützten Werkzeugen, darunter Markt- und Objektanalysen, Datengetriebene Preis- und Wertberechnungen und Digitale Tools zur Optimierung von Immobilientransaktionen.
Durch die Kombination aus langjähriger Immobilienexpertise, einer starken Marke, modernem Marketing und innovativer Technologie schaffen wir einen einfachen, transparenten und strukturierten Prozess für alle Beteiligten – Verkäufer, Käufer und Makler.
Wie soll sich Ihr Unternehmen in den nächsten 20 Jahren entwickeln?
Unser Ziel ist es, in den kommenden 20 Jahren ein innovatives, nachhaltiges und technologisch führendes Immobilienunternehmen zu sein, das für Qualität, Transparenz und langfristigen Mehrwert steht.
Ein wichtiger Meilenstein war für uns der umfassende Umbau unseres Showrooms im CityPark. Damit haben wir einen modernen, repräsentativen Standort geschaffen, der Beratung erlebbar macht und unseren Qualitätsanspruch unterstreicht.
Das Jahr 2026 steht für Wachstum: Bereits im ersten Quartal konnten wir drei weitere Maklerinnen und Makler für unseren Standort gewinnen.
Ein besonderer Fokus liegt künftig auf der Förderung von Nachwuchstalenten. Wir möchten jungen Menschen die Möglichkeit geben, bei uns eine Ausbildung zur Immobilienkauffrau bzw. zum Immobilienkaufmann zu absolvieren und sich in einem modernen, werteorientierten Umfeld zu entwickeln.
Langfristig wollen wir weiterwachsen – jedoch mit Struktur, Qualität und einem klaren Werteverständnis. Unser Anspruch ist es, nicht nur wirtschaftlich erfolgreich zu sein, sondern auch Verantwortung zu übernehmen – sowohl als Ausbildungsbetrieb als auch in der Zusammenarbeit mit unseren selbständigen Maklerinnen und Maklern.
Wie ist die Gründungsidee entstanden?
Die Gründungsidee ist aus unserer langjährigen Zusammenarbeit entstanden. Jede von uns bringt umfassende fachliche Expertise und langjährige Erfahrung in der Immobilienbranche mit. Über mehr als zehn Jahre hinweg haben wir vertrauensvoll, auf Augenhöhe und erfolgreich zusammengearbeitet und dabei zahlreiche Käufer und Verkäufer glücklich gemacht.
Wir haben uns bewusst für Evernest entschieden, weil wir uns mit der Unternehmenskultur identifizieren. Gute Menschen ziehen gute Menschen an. Dort arbeitet man miteinander und nicht gegeneinander. Teamgeist, Professionalität und ein modernes Mindset stehen im Mittelpunkt.
Wir wollten Immobilienvermittlung zeitgemäß, effizient und kundenorientiert gestalten.
Wir standen beruflich an einem Punkt, an dem wir gespürt haben: Da geht noch mehr. Wir wollten uns weiterentwickeln, neue Impulse setzen und etwas bewegen. Wir hatten Lust auf mehr – und genau daraus ist unsere gemeinsame Vision entstanden.
Was waren die größten Hürden bei der Gründung. Hatten Sie das Gefühl, für Frauen ist der Weg in die Selbstständigkeit schwieriger?
Eine Unternehmensgründung ist grundsätzlich kein einfacher Schritt – unabhängig vom Geschlecht. Sie erfordert einen klaren Plan, Struktur, Disziplin und vor allem Mut. Man verlässt die Komfortzone, übernimmt volle Verantwortung und trifft unternehmerische Entscheidungen mit langfristigen Auswirkungen.
Natürlich begegnet man gelegentlich Vorurteilen oder tradierten Denkmustern. Doch wir sind überzeugt: Professionalität, Fachwissen und souveränes Auftreten setzen sich langfristig durch.
Mit einem Augenzwinkern haben wir nach unserer Firmengründung in Deidesheim im Rahmen der traditionellen Geißbockversteigerung – einer 622 Jahre alten Tradition, die heute als immaterielles UNESCO - Kulturerbe anerkannt ist – unseren eigenen „Tribut-Geißbock“ Michel IV. ersteigert.
Das war für uns nicht nur ein symbolischer Moment, sondern auch ein humorvolles Statement – und ja, die „Männerquote“ ist damit ebenfalls erfüllt.
Ihr Rat für alle, die ein Unternehmen gründen wollen?
Gründen bedeutet, Verantwortung zu übernehmen – für sich selbst, für Entscheidungen und für den eigenen Weg.
Unser wichtigster Rat:
Habt den Mut anzufangen – aber nicht ohne Plan.
Es braucht eine klare Vision, eine strukturierte Planung, finanzielle Weitsicht, Durchhaltevermögen und ein starkes Netzwerk.
Herausfordernde Phasen gehören dazu. Entscheidend ist, warum man startet und ob man wirklich für das brennt, was man tut. Authentizität, Kompetenz und Leidenschaft sind langfristig der größte Wettbewerbsvorteil.
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Entdecken Sie den Wert Ihrer Immobilie! Unsere Mission: Ihr Zuhause! Lernen Sie uns und unser Team kennen!
Info: evernest.com
Reflexion innerer Themen
Janine Bischoff hat in Baden-Baden Reflect-ON gegründet
Janine Bischoff
Welche Leistungen werden konkret angeboten?
Reflect-ON bietet seit dem 1.1. 2026 strukturierte Reflexionsformate für Menschen in persönlichen oder auch beruflichen Umbruchphasen. Kern des Angebots ist ein geführter Online-Prozess, in dem Teilnehmende ihre Energiequellen, Energiesauger, Stärken, Lernfelder und Zufriedenheitsfaktoren systematisch erarbeiten.
Die Ergebnisse werden anschließend in einem persönlichen „Big Picture“ visualisiert – einem gestalteten Poster, das ausgedruckt und im Alltag sichtbar aufgehängt werden kann. In einem optionalen zweiten Schritt biete ich individuelles Einzelcoaching an, um die Erkenntnisse aus dem Big Picture zu vertiefen und konkrete Veränderungsschritte zu begleiten.
Welchen Vorteil bietet Ihr Unternehmen für Kundinnen und Kunden?
Der besondere Mehrwert von Reflect-ON liegt in der Kombination aus Reflexion, Visualisierung und optionaler persönlicher Begleitung. Während viele Reflexions- oder Coachingprozesse nach kurzer Zeit wieder in den Hintergrund treten, bleibt das Big Picture im Alltag präsent.
Durch die visuelle Verankerung werden Teilnehmende dauerhaft mit ihren Energiequellen, inneren Konflikten und Entwicklungsfeldern konfrontiert. Das ergänzende Einzelcoaching unterstützt dabei, Energieräuber gezielt anzugehen und langfristig stimmige Veränderungen umzusetzen.
Der besondere Mehrwert von Reflect-ON liegt in der Kombination aus Reflexion, Visualisierung und optionaler persönlicher Begleitung. Während viele Reflexions- oder Coachingprozesse nach kurzer Zeit wieder in den Hintergrund treten, bleibt das Big Picture im Alltag präsent.
Durch die visuelle Verankerung werden Teilnehmende dauerhaft mit ihren Energiequellen, inneren Konflikten und Entwicklungsfeldern konfrontiert. Das ergänzende Einzelcoaching unterstützt dabei, Energieräuber gezielt anzugehen und langfristig stimmige Veränderungen umzusetzen.
Wie ist die Gründungsidee entstanden?
Die Idee zu Reflect-ON ist aus eigener Erfahrung entstanden.In einer Phase hoher Belastung habe ich selbst erlebt, wie hilfreich es ist, innere Themen nicht nur zu reflektieren, sondern sie sichtbar vor Augen zu haben.
Aus dieser Erfahrung entstand der Gedanke, Reflexion mit Visualisierung zu verbinden – ergänzt durch persönliche Begleitung dort, wo Vertiefung und Unterstützung sinnvoll sind.
Was waren für Sie die größten Hürden bei der Gründung? Hatten Sie das Gefühl, für Frauen ist der Weg in die Selbstständigkeit schwieriger?
Aus meiner Erfahrung liegt bei Frauen, die gründen möchten die größere Hürde oft nicht im Außen, sondern im Inneren. Viele Frauen sind sehr gut vorbereitet, manchmal sogar zu gut. Sie warten auf den perfekten Moment. Unternehmertum braucht neben Kompetenz aber auch Mut zur Unvollständigkeit. Viele Frauen haben einen hohen Anspruch und möchten gleich perfekt starten. Hier liegt eine Herausforderung und Netzwerke können helfen.
Die Idee zu Reflect-ON ist aus eigener Erfahrung entstanden.In einer Phase hoher Belastung habe ich selbst erlebt, wie hilfreich es ist, innere Themen nicht nur zu reflektieren, sondern sie sichtbar vor Augen zu haben.
Aus dieser Erfahrung entstand der Gedanke, Reflexion mit Visualisierung zu verbinden – ergänzt durch persönliche Begleitung dort, wo Vertiefung und Unterstützung sinnvoll sind.
Was waren für Sie die größten Hürden bei der Gründung? Hatten Sie das Gefühl, für Frauen ist der Weg in die Selbstständigkeit schwieriger?
Aus meiner Erfahrung liegt bei Frauen, die gründen möchten die größere Hürde oft nicht im Außen, sondern im Inneren. Viele Frauen sind sehr gut vorbereitet, manchmal sogar zu gut. Sie warten auf den perfekten Moment. Unternehmertum braucht neben Kompetenz aber auch Mut zur Unvollständigkeit. Viele Frauen haben einen hohen Anspruch und möchten gleich perfekt starten. Hier liegt eine Herausforderung und Netzwerke können helfen.
Wie soll sich Ihr Unternehmen in den nächsten 20 Jahren weiterentwickeln?
Reflect-ON soll sich als feste Anlaufstelle für bewusste Selbstreflexion mit visueller Tiefe und persönlicher Begleitung etablieren.
Ich wünsche mir, dass Menschen ihre inneren Themen nicht nur punktuell bearbeiten, sondern dauerhaft im Blick behalten.
Langfristig soll das Big Picture als persönlicher Orientierungsrahmen selbstverständlich dazugehören. Ich plane Reflect-ON auch auf dem englischsprachigen Markt zu etablieren.
Reflect-ON soll sich als feste Anlaufstelle für bewusste Selbstreflexion mit visueller Tiefe und persönlicher Begleitung etablieren.
Ich wünsche mir, dass Menschen ihre inneren Themen nicht nur punktuell bearbeiten, sondern dauerhaft im Blick behalten.
Langfristig soll das Big Picture als persönlicher Orientierungsrahmen selbstverständlich dazugehören. Ich plane Reflect-ON auch auf dem englischsprachigen Markt zu etablieren.
Welche weiteren Besonderheiten gibt es?
Reflect-ON eignet sich sehr gut als persönliche Geschenkidee. Für das Big Picture können hochwertig gestaltete Gutscheine erworben und verschenkt werden. Beschenkte erhalten damit die Möglichkeit, den Reflexionsprozess kostenfrei zu durchlaufen und ihr eigenes Big Picture zu entwickeln.
So wird Selbstreflexion zu einem wertschätzenden Geschenk mit nachhaltiger Wirkung.
Reflect-ON eignet sich sehr gut als persönliche Geschenkidee. Für das Big Picture können hochwertig gestaltete Gutscheine erworben und verschenkt werden. Beschenkte erhalten damit die Möglichkeit, den Reflexionsprozess kostenfrei zu durchlaufen und ihr eigenes Big Picture zu entwickeln.
So wird Selbstreflexion zu einem wertschätzenden Geschenk mit nachhaltiger Wirkung.
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Reflect-ON macht Selbstreflexion sichtbar – für Klarheit, die bleibt, und Veränderung, die wirkt.
Reflect-ON macht Selbstreflexion sichtbar – für Klarheit, die bleibt, und Veränderung, die wirkt.
Info: www.reflect-on.de, kontakt@reflect-ON.de
Zugang zu Zeit, Kapital und Wissen
Ramona Perfetti begleitet Frauen in die Selbstständigkeit
Ramona Perfetti hat ein Ziel: Frauen in der Wirtschaft sichtbar machen und sie dabei unterstützen, ihre Selbstständigkeit in tragfähige und nachhaltige Unternehmen zu verwandeln. Mit der Unternehmensberatung und Netzwerkinitiative FRAUEN & BUSINESS, die sie 2020 in Karlsruhe gegründet hat, verfolgt sie genau diese Mission.
Aus ihrer Erfahrung heraus weiß Ramona Perfetti, dass viele Gründerinnen hervorragende Ideen haben, aber oft nicht über das nötige betriebswirtschaftliche Wissen, ausreichendes Kapital oder ein tragfähiges Netzwerk verfügen. FRAUEN & BUSINESS vereint daher Unternehmensberatung, Weiterbildung und Networking unter einem Dach und begleitet Frauen in allen Phasen ihrer Selbstständigkeit. Heute nutzen über 1.200 Frauen aus Karlsruhe, Baden-Baden, Pforzheim und Heidelberg die Plattform, um Wissen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.
Ein besonderes Highlight der Initiative war 2024 die Veröffentlichung des eigenen Magazins, in dem 56 selbstständige Frauen und Dienstleisterinnen ihre Geschichten teilen. Seit September 2025 gibt es zudem eine eigene App, über die Mitglieder auch digital miteinander vernetzt bleiben und Veranstaltungen oder Netzwerktreffen direkt einsehen können.
Vor ihrer Selbstständigkeit war Ramona Perfetti über 20 Jahre in der Immobilienwirtschaft tätig, zuletzt als Head of Asset Management bei Breuninger. Diese Erfahrung prägt ihre Arbeit bis heute: strategisch, strukturiert und mit einem klaren Blick für Wirtschaftlichkeit und langfristige Werteentwicklung.
Neben ihrer Beratungsarbeit engagiert sie sich ehrenamtlich im Beirat „Marketing Frauen“ des Marketing Clubs Karlsruhe und kandidiert für die Vollversammlung der IHK Karlsruhe, um die Stimme von Selbstständigen und Unternehmerinnen in wirtschaftspolitische Entscheidungen einzubringen.
Für Ramona Perfetti ist klar: Frauen brauchen Zugang zu Zeit, Kapital und Wissen, um tragfähige Unternehmen aufzubauen.
Info: www.instagram.com/frauenundbusiness
Vor ihrer Selbstständigkeit war Ramona Perfetti über 20 Jahre in der Immobilienwirtschaft tätig, zuletzt als Head of Asset Management bei Breuninger. Diese Erfahrung prägt ihre Arbeit bis heute: strategisch, strukturiert und mit einem klaren Blick für Wirtschaftlichkeit und langfristige Werteentwicklung.
Neben ihrer Beratungsarbeit engagiert sie sich ehrenamtlich im Beirat „Marketing Frauen“ des Marketing Clubs Karlsruhe und kandidiert für die Vollversammlung der IHK Karlsruhe, um die Stimme von Selbstständigen und Unternehmerinnen in wirtschaftspolitische Entscheidungen einzubringen.
Für Ramona Perfetti ist klar: Frauen brauchen Zugang zu Zeit, Kapital und Wissen, um tragfähige Unternehmen aufzubauen.
Info: www.instagram.com/frauenundbusiness
„Ich bin ins kalte Wasser geworfen worden“
Martina Sorrentino, BLAFOC Black Forest Consulting GmbH, Ettlingen
Martina Sorrentino
International rekrutieren, kulturelle Brücken bauen, ein Familienunternehmen neu ausrichten, und das in einer männerdominierten Branche: Martina Sorrentino hat in kurzer Zeit eine Menge bewegt. Im Interview spricht sie offen über ihren Weg in die Nachfolge, über indische Ingenieurtalente, Führungsstil und darüber, warum sie jungen Frauen rät, mutiger aufzutreten.
Frau Sorrentino, wie haben Sie den Übergang vom Unternehmen Ihres Vaters in Ihre Verantwortung erlebt, unternehmerisch und persönlich?
Frau Sorrentino, wie haben Sie den Übergang vom Unternehmen Ihres Vaters in Ihre Verantwortung erlebt, unternehmerisch und persönlich?
Geplant war ein sanfter Übergang. Ich wollte Stück für Stück mehr Verantwortung übernehmen. Dann wurde meine Mutter schwer krank, mein Vater hat sie gepflegt und sie ist schließlich auch verstorben. In dieser Zeit bin ich sehr plötzlich ins kalte Wasser geworfen worden. In einer Teilzeitstelle hatte ich zwar zuvor schon etwas im Tagesgeschäft unterstützt, aber die eigentliche Leitung kam auf einen Schlag. Mein Vater steht mir noch immer beratend zur Seite, auch wenn er eigentlich in Rente ist. Allerdings hätte ich mir in der direkten Übergangsphase sogar etwas mehr Einmischung gewünscht. Aber er hatte damals verständlicherweise den Kopf nicht frei.
Sie waren beruflich ursprünglich ganz anders unterwegs. Wie verlief Ihr Weg?
Ich habe BWL an der damaligen Berufsakademie studiert und danach rund 20 Jahre als Assistentin der Geschäftsleitung in einem Softwarehaus gearbeitet. Als die Firma von einem amerikanischen Konzern übernommen wurde, bin ich solange die Kinder noch kleiner waren in Teilzeit in die Firma meines Vater gewechselt. Inzwischen sind die beiden elf und 14 Jahre alt und damit aus dem Gröbsten heraus. Diese Phase hat mir Luft gegeben, mich auf Neues einzulassen. Mit meinen Kindern spreche ich viel über die Firma. Ich zeige ihnen, dass ich auch nicht auf alles sofort eine Antwort weiß. Für sie ist es spannend zu sehen, wie Arbeitswelt funktioniert und wie man Entscheidungen diskutieren kann.
Was möchten Sie in der neuen Generation weiterentwickeln oder anders machen?
Mein Führungsstil unterscheidet sich spürbar. Ob das eine Generationsfrage oder ein Frauenthema ist, weiß ich nicht. Für mich zählt Augenhöhe. Ich sehe mich als Teil des Teams, auch wenn am Ende die Verantwortung bei mir liegt. Jeder und jede bringt ihre und seine Stärken ein. Ich muss nicht in jedem Bereich die tiefste Fachkenntnis haben. Wichtig ist mir Transparenz bei Entscheidungen und Vertrauen in die Expertise meiner Mitarbeitenden.
Welchen Rat geben Sie anderen Frauen, die vor einer Übernahme stehen?
Auf das eigene Bauchgefühl hören. Gut hinsehen: Wo liegen die Stärken der Mitarbeitenden? Wo kann man sie so unterstützen, dass sie einem wirklich helfen können? Und: Als Frau muss man sich oft stärker behaupten. Da geht es darum, Rückgrat zu zeigen, klar zu argumentieren und trotzdem den eigenen Stil nicht zu verlieren.
Ihre Firma rekrutiert internationale Fachkräfte. Welche Entwicklungen sehen Sie derzeit in der internationalen Personalvermittlung?
Wir bieten Ingenieursdienstleistungen an und greifen auf den Personalpool unserer Muttergesellschaft in Indien zurück. Viele deutsche Unternehmen finden für ihre spezialisierten Anforderungen kaum noch Personal. Der Druck wächst.
Warum liegt Ihr Fokus auf Indien?
Die Ausbildungsqualität ist dort sehr hoch, die Zahl der gut qualifizierten Absolventinnen und Absolventen enorm. Das liegt auch daran, dass in Indien der Wettbewerb sehr intensiv ist: Ein Einserabschluss ist fast Voraussetzung, praktische Erfahrung zählt alles. Dieser Leistungsgedanke bringt viele sehr motivierte Talente hervor. Und: Meine Mutter war Inderin. Dadurch habe ich einen persönlichen Bezug und ein gutes Verständnis für die Kultur.
Welche typischen Missverständnisse erleben Sie in der deutsch-indischen Zusammenarbeit?
Inder vermeiden es, „Nein“ zu sagen. Das führt manchmal zu Missverständnissen. Wenn ich sage: „Wir müssen das so machen“, wird das oft nicht direkt hinterfragt. Außerdem ist Pünktlichkeit ein Thema. Zum Meeting kommt man gerne einmal 15 Minuten später. Wir schulen unsere Mitarbeitenden dafür intensiv. Gleichzeitig entwickeln wir im Management gegenseitiges Verständnis. Unsere Unternehmenssprache ist größtenteils Englisch, das hilft.
Wenn beide Seiten verstehen, wie der jeweils andere tickt, entsteht Vertrauen und damit bessere Ergebnisse.
Wenn beide Seiten verstehen, wie der jeweils andere tickt, entsteht Vertrauen und damit bessere Ergebnisse.
Wie erleben Sie Ihre Rolle als Frau in der IT- und Ingenieurbranche?
Bei Kunden ist es meist unkompliziert. Schwieriger ist es oft im indischen Umfeld, weil dort die Gesellschaft patriarchisch geprägt ist. Widerspruch von einer Frau überrascht manche. Bei Budgetmeetings mit über 60 Teilnehmenden war ich letzte Woche die einzige Frau. Da wünsche ich mir manchmal jemanden an meiner Seite, der versteht, dass man Dinge auch anders angehen kann.
Wo begegnen Ihnen noch Vorbehalte und wie gehen Sie damit um?
Wenn ich fachlich-technisch nichts zu einem Detail sagen kann, wird das manchmal sofort als Schwäche interpretiert. Dabei bin ich für die betriebswirtschaftliche Seite zuständig. Ich begegne solchen Situationen mit Fakten, Vorbereitung und Klarheit. Diese Haltung gebe ich auch meiner Tochter mit: nicht klein machen, selbstbewusst auftreten.
Welche Chancen bietet es Ihnen, gerade als Frau zu führen?
Ich habe weniger den Fokus darauf, wer der „Bessere“ ist. Mich interessiert: Wo positionieren wir uns als Unternehmen? Dieser Ansatz hilft Mitarbeitenden. Außerdem bekommt jede und jeder eine Weiterbildung und eine Perspektive. Und in der Kundenkommunikation wirkt ein empathischer Zugang oft Wunder. Interessant ist auch: In der Maschinen- und Anlagenbauwelt, in der wir viel unterwegs sind, treffe ich nahezu keine Frauen in Führungspositionen, deutschlandweit. Da ist noch viel Luft nach oben.
Was raten Sie jungen Frauen, die eine Führungsrolle wollen?
Selbstbewusst sein. Befindlichkeiten mal runterschlucken. Ich habe einen wertvollen Tipp bekommen: Wenn du als einzige Frau argumentierst, stütze dich konsequent auf Fakten und bereite dich lieber etwas mehr vor als die anderen. Ich kann Frauen nur mit auf den Weg geben: Mut lohnt sich. Traut euch. Ich habe früher oft gehört: „Das kannst du gar nicht beurteilen.“ Heute weiß ich: Doch, das kann ich.
Was sind Ihre Pläne für die kommenden Jahre?
Wir wollen in den nächsten zwei bis drei Jahren um mindestens 30 Prozent wachsen. Außerdem stellen wir den Vertrieb langsam auf Deutsch um und konzentrieren uns noch mehr auf die Region. Ich möchte mich außerdem im Netzwerk engagieren. Nachdem sich die Übergabe eingespielt hat, habe ich mehr Zeit zur Verfügung.
Info: www.blafoc.com, www.technosoft.gmbh
Zwischen Prosa und Pressearbeit
Caro Müller ist Geschäftsführerin der PR-Agentur Komm.agentur, Rheinstetten
Caro Müller
Eigentlich wollte Caro Müller nie eine PR-Agentur gründen. Nach ihrem ersten Job in einer Agentur war sie sich sicher: „So möchte ich nicht arbeiten. Stress, schlechte Stimmung und Mobbing waren an der Tagesordnung. Das war für mich abschreckend“, erzählt sie. Also wechselte sie auf die Unternehmensseite und sammelte dort Erfahrungen in der Kommunikation eines Start-ups.
Auf Instagram fiel ihr auf, dass viele Selbstständige zwar mit Leidenschaft für ihr Thema brennen, aber kaum über Pressearbeit nachdenken. „Ich konzipierte einen Online-Kurs, mit dessen Hilfe man sich selbst PR beibringen kann.“ Das funktionierte gut. Schließlich kamen aber immer mehr Anfragen, ob Caro Müller die Öffentlichkeitsarbeit nicht doch für die Betriebe übernehmen könne. Was als Nebenprojekt begann, wuchs schnell. Erst arbeitete sie als Freelancerin, bald kamen mehr Aufträge, erste Mitarbeitende und schließlich wurde daraus doch eine eigene Agentur. 2021 ging sie den Schritt in die Vollzeit-Selbstständigkeit. Heute beschäftigt die junge Mutter sieben Mitarbeitende. Sitz der Agentur ist Rheinstetten, aber „wir arbeiten 100 Prozent remote in ganz Deutschland verteilt.“
Müllers Agentur arbeitet bewusst branchenübergreifend. Im Fokus stehen Menschen mit Expertise und Unternehmen, die eine Vision verfolgen, ob in Bildung, Gesundheit oder Landwirtschaft. „Wir arbeiten mit Leuten zusammen, die etwas bewegen wollen. Sichtbarkeit ist dabei kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um Wirkung zu entfalten.“
Neben der Agenturführung schreibt Caro Müller Romane. Ihr aktueller Liebesroman „Rewrite My Rules“ ist im November erschienen. Das Schreiben begleitet Müller schon lange. Sie hat Germanistik studiert und „schon im Studium davon geredet, irgendwann ein Buch zu schreiben“. 2022 erschien ihr erstes Sachbuch über erfolgreiche selbstständige Frauen. Doch der Roman war immer ihr Herzensprojekt. „An Weihnachten habe ich geplottet, im Januar angefangen zu schreiben und das Manuskript im Juni an meine Lektorin geschickt.“ Ihre PR-Erfahrung hilft Caro Müller als Autorin: „Ich weiß, wie man Sichtbarkeit schafft.“
Wie sie das alles unter einen Hut bringt? „Mit viel Organisation und wenig Schlaf“, sagt sie lachend. Ihre Tochter ist fast drei Jahre alt, die Eltern teilen sich Familie und Beruf konsequent. „Wir haben beide Elternzeit genommen, beide reduziert. Den Haushalt teilen wir uns. Anders würde es nicht funktionieren.“
Für die Zukunft plant sie, ihre Agentur organisch weiterzuentwickeln. Parallel arbeitet sie bereits am zweiten Band ihres Romans. Vollzeit-Autorin möchte Caro Müller aber nicht werden. „Das Schreiben ist mein kreativer Ausgleich. Die Agentur bleibt mein Hauptberuf.“
Was sie antreibt, ist eine klare Haltung: Zusammenarbeit auf Augenhöhe. „Ich möchte zeigen, dass PR auch anders geht: fair, respektvoll und menschlich – im Team, ebenso wie mit den Kundinnen und Kunden“. Zudem wünscht sie sich mehr Frauen, die gründen. „Viele zögern oder haben Angst, sich verbiegen zu müssen. Aber Gründen muss nicht auf Kosten von Familie oder Freiheit gehen.“
Info: einfachpr.de
Missverständnisse über die Branche aus dem Weg räumen
Bettina Hopfgarten, die “Textilflüsterin”
Bettina Hopfgarten
Wie lange sind Sie schon am Markt?
Die Neugründung war am 1.11.2025. Allerdings war ich in meinen vorigen Tätigkeiten stets beratend und schaffend in der Textilbranche. Von 1992 bis 2015 war ich mit eigenem Meisterbetrieb im Damen-und Herrenschneiderhandwerk selbständig, danach zehn Jahre in führenden Positionen im textilen Einzelhandel. Aufgrund dessen habe ich eine umfangreiche Expertise im Textilbereich.
Welche Leistungen werden konkret angeboten?
Ich biete Vorträge, Beratung und Workshops an, die auf textile Bildung abzielen. Dabei stehen Nachhaltigkeit, Frauenthemen(Menopause, Schwangerschaft, Brustkrebs) und die Wirkung von Kleidung nach innen und nach außen im Fokus.
Welchen Vorteil bietet Ihr Unternehmen für Kundinnen und Kunden?
Meine Kundschaft erhält eine neue Sichtweise auf Kleidung, den textilen Markt im Besonderen und lernt, wie Bekleidung auf den Körper und auf das Gegenüber wirkt. Die Kundinnen und Kunden erfahren, wie man nachhaltig und ressourcenschonend sein kann. Kurz, meine Kundschaft bekommt ein neues Bewusstsein für Textilien und deren Auswirkung auf Mensch und Umwelt und die Zukunft.
Darüber hinaus vermitteln meine Workshops Praxis und stellen so die handwerklichen Aspekte in den Mittelpunkt. Die Vorträge vermitteln Wissen über Herstellung, Verarbeitung und Historie von Textilien und Bekleidung. Somit ist Wissensvermittlung das Hauptaugenmerk meiner Arbeit.
Darüber hinaus vermitteln meine Workshops Praxis und stellen so die handwerklichen Aspekte in den Mittelpunkt. Die Vorträge vermitteln Wissen über Herstellung, Verarbeitung und Historie von Textilien und Bekleidung. Somit ist Wissensvermittlung das Hauptaugenmerk meiner Arbeit.
Mein Bestreben ist es, in den nächsten Jahren ein möglichst großes Publikum mit meinen Vorträgen zu erreichen, um so viele Missverständnisse in Bezug auf die Textilbranche zu beseitigen und auf die Zukunft von Textilien und Ressourcen hinzuweisen. Im Zuge dessen ist es mein Ziel, weitere Textilbotschafterinnen – und botschafter auszubilden und zu fördern.
Wie ist die Gründungsidee entstanden?
Mit über 40 Jahren Erfahrung in der Textilbranche habe ich gemerkt, dass viel Falsches oder Halbwissen kursiert. Und in den letzten Jahren rückten auch -berufsbedingt- Themen, die besonders Frauen betreffen, in meinen Fokus.
Durch die spontane Möglichkeit, auf einer Bühne vor Publikum über die Gefühlswelt der BHs zu sprechen, merkte ich, dass ich hier wirklich Menschen erreichen kann. Da im textilen Einzelhandel für mich nicht mehr viele Optionen offen standen, habe ich mich entschlossen, diese Möglichkeit der Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen, um Menschen textile Bildung und Sensibilität zu vermitteln.
Durch die spontane Möglichkeit, auf einer Bühne vor Publikum über die Gefühlswelt der BHs zu sprechen, merkte ich, dass ich hier wirklich Menschen erreichen kann. Da im textilen Einzelhandel für mich nicht mehr viele Optionen offen standen, habe ich mich entschlossen, diese Möglichkeit der Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen, um Menschen textile Bildung und Sensibilität zu vermitteln.
Was waren die größten Hürden bei der Gründung, speziell für Sie als Frau?
Für mich als Endfünfzigerin waren vor allem die digitalen Hürden ein Problem. Da die Arbeit am PC bei meinen beruflichen Ausrichtungen nie sehr im Vordergrund stand, musste ich mich hier mit Hilfe meines Mannes erst einarbeiten.
Und natürlich war da auch der Gedanke, einen sicheren, gut bezahlten Job mit Ende 50 aufzugeben und sich der Ungewissheit der Selbständigkeit zu stellen. Die behördlichen, wie auch steuerlichen Belange waren für mich persönlich nicht so schwierig, da ich ja bereits schon einmal 23 Jahre selbständig war.
Und natürlich war da auch der Gedanke, einen sicheren, gut bezahlten Job mit Ende 50 aufzugeben und sich der Ungewissheit der Selbständigkeit zu stellen. Die behördlichen, wie auch steuerlichen Belange waren für mich persönlich nicht so schwierig, da ich ja bereits schon einmal 23 Jahre selbständig war.
Ihr Rat für alle, die ein Unternehmen gründen wollen?
Grundsätzlich befürworte ich, dass Menschen versuchen, als Unternehmer Fuß zu fassen. Wer es nicht versucht, weiß nicht, ob es nicht doch funktioniert hätte. Was auf jeden Fall vonnöten ist, sind eine große Expertise zum gewählten Thema, ein gewisses Alleinstellungsmerkmal und Selbstdisziplin. Es ist unabdingbar, dass man gelernt hat, sich selbst zu strukturieren. Man sollte dem Netzwerken aufgeschlossen sein, also bereit dafür, alles zu tun um Sichtbarkeit zu erlangen. Und es sollte einem leicht fallen, hin und wieder auch unkonventionelle Ideen und Wege zu entwickeln und zu verfolgen.
Hier dürfen Sie Ihre kurze Werbemessage loswerden!
Kleidung kann unsere Innen- wie Außenwirkung beeinflussen, sie kann Autorität fördern oder zerstören. Somit beeinflusst sie Biografien. Kleidung transportiert Emotionen, sie kann Heilungsprozesse unterstützen und das Selbstbewusstsein stärken.
Kleidung hat Einfluss auf unsere Umwelt und unsere Ressourcen, sie ist wertvoll und sie stellt einen Wirtschaftsfaktor dar. Kleidung hat Historie, sie geht mit dem gesellschaftlichen Wandel. Wir kommen nackt zur Welt und wir verlassen sie nackt. Dazwischen brauchen wir Kleidung, die uns schützt; vor Kälte und Hitze, vor den Blicken anderer und auch vor Schmutz und Gefahren.
Als Textilflüsterin bin ich Botschafterin für Kleidung und Mentorin für alle Menschen, die sich ihrer textilen Hülle und deren Wirkung bewusst werden wollen.
Kleidung hat Einfluss auf unsere Umwelt und unsere Ressourcen, sie ist wertvoll und sie stellt einen Wirtschaftsfaktor dar. Kleidung hat Historie, sie geht mit dem gesellschaftlichen Wandel. Wir kommen nackt zur Welt und wir verlassen sie nackt. Dazwischen brauchen wir Kleidung, die uns schützt; vor Kälte und Hitze, vor den Blicken anderer und auch vor Schmutz und Gefahren.
Als Textilflüsterin bin ich Botschafterin für Kleidung und Mentorin für alle Menschen, die sich ihrer textilen Hülle und deren Wirkung bewusst werden wollen.
Info: www.bettinahopfgarten.com
Frauen gründen anders
Fünf Fragen an Bianca Schmid, Fachberaterin Gründung, Wachstum, Nachfolge
Frau Schmid, Sie begleiten Gründerinnen und Gründer von der ersten Idee bis zur Umsetzung. Was begeistert Sie an dieser Arbeit besonders?
Mich begeistert vor allem die Vielfalt: die unterschiedlichen Ideen, Herangehensweisen und Persönlichkeiten, die ich kennenlernen darf. Es ist spannend zu sehen, wie sich aus einer ersten Idee Schritt für Schritt ein tragfähiges Geschäftsmodell entwickelt, das schließlich am Markt erfolgreich ist. Besonders schön ist es, wenn ich Unternehmen über viele Jahre begleiten darf, von der Gründung über Wachstumsphasen bis hin zu Fragen der Personalgewinnung oder sogar beim Unternehmensverkauf. Dann schließt sich ein Lebenszyklus, und es ist toll zu sehen, wenn etwas Geschaffenes von anderen weitergeführt wird.
Mit der Reihe „Frauen gründen“, dem jährlichen Aktionstag Nachfolge ist weiblich und Ihrem Engagement bei den Frauenwirtschaftstagen setzen Sie ein Zeichen für weibliches Unternehmertum. Warum sind diese Formate so wichtig?
Weil Frauen anders gründen als Männer. Oft vorsichtiger, mit längerer Vorbereitungszeit und weniger Selbstvertrauen in die eigene Stärke. Viele Frauen trauen sich eine Gründung nicht sofort zu, sie kalkulieren konservativer und brauchen ein anderes Maß an Unterstützung. Genau da setzen diese Formate an: Sie schaffen Sichtbarkeit, stärken das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten und zeigen: Gründung und Nachfolge sind auch weiblich. Wir brauchen mehr Frauen, die diesen Schritt gehen, denn aktuell sind es nach wie vor deutlich mehr Männer, die gründen.
Was sind aus Ihrer Erfahrung die größten Hürden für Frauen auf dem Weg in die Selbstständigkeit und wie lassen sie sich überwinden?
Trotz hoher Kompetenzen zögern einige Frauen wegen manchmal unbegründeter Ängste. Themen wie fehlendes Selbstvertrauen, die Sorge vor finanziellen Risiken oder die Hemmschwelle vor einem Bankgespräch sind oft entscheidend. Gerade die Finanzierung ist häufig ein zentrales Thema. Hier hilft es, Beratungsgespräche wahrzunehmen, ehrliches Feedback zu bekommen und Geschäftsmodelle oder Businesspläne gemeinsam kritisch zu überarbeiten. Wir begleiten bei diesen Schritten und geben Frauen das Rüstzeug, ihre Ideen mit Selbstbewusstsein umzusetzen.
Welche Angebote hält die IHK konkret für Gründerinnen bereit?
Seit dem 1. Juli gibt es den neuen Exi-Gründungsgutschein-2, der speziell auch Frauen zugutekommt. Damit können wir intensivere Beratungsleistungen anbieten, die gefördert werden vom Land Baden-Württemberg, das den besonderen Bedarf erkannt hat. Und natürlich unterstützen wir mit unserem Team grundsätzlich bei allen Fragen rund um Gründung, Wachstum und Nachfolge, sei es in Einzelberatungen oder bei unseren zahlreichen Veranstaltungen.
Welche Erfolgsgeschichte aus Ihrer Beratungstätigkeit hat Sie zuletzt besonders beeindruckt?
Ein schönes Beispiel ist Franzi, die nach einem Urlaub in Südafrika das dortige Lebensgefühl nach Deutschland bringen wollte mit ihrem in der Karlsruher Waldstraße gegründeten Café Yollie. Sie hat es geschafft, nicht nur ein Café aufzubauen, sondern eine ganze Marke mit Onlineshop, Mode und Kunstgegenständen. Gleichzeitig hat sie viele junge Frauen für ihr Projekt begeistert und beschäftigt. Ich durfte sie von der ersten Businessplan-Idee, die sogar ausgezeichnet wurde mit einem Gründerpreis der Sparkassen, bis zum heutigen Tag immer wieder begleiten. Das zeigt, wie spannend und erfüllend die Arbeit mit Gründerinnen ist.
Info: bianca.schmid@karlsruhe.ihk.mom
Kontakt
Claudia Nehm
IHK Karlsruhe
Bereich Kommunikation
Presse, Chefredaktion WIMA, Vereinbarkeit von Beruf und Familie
