Digitalisierung muss Fahrt aufnehmen
Stand der Digitalisierung
Vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) wurde im Januar 2025 Digitalisierungsindex 2024 veröffentlicht. Die Digitalisierung der Wirtschaft in Deutschland nimmt im Jahr 2024 zu. Der Digitalisierungsindex steigt innerhalb eines Jahres nur geringfügig von 108,1 auf 113,6 Punkte.
Der Digitalisierungsindex 2024 zeigt, dass die deutsche Wirtschaft in den letzten fünf Jahren um rund 14 Prozent digitaler geworden ist. Doch trotz dieses Fortschritts bleiben zentrale Herausforderungen bestehen: Der Osten hat sich in den vergangenen fünf Jahren nicht aus seiner Rolle als Digitalisierungsschlusslicht befreien können. Zum Gutachten
Ableitungen aus dem aktuellen Digitalisierungsindex des Jahres 2024
- Große Unternehmen, die IKT-Branche und die Bundeslandgruppe Süd und der Regionstyp Stadt sind Digitalisierungsvorreiter.
- Kleine Unternehmen sowie die Branchengruppe Baugewerbe, Ver- und Entsorgung haben den größten Aufholbedarf.
- Digitalisierungsunterschiede in den Branchen verringern sich und die Digitalisierung der deutschen Wirtschaft gewinnt an Homogenität.
- Eine stärkere Digitalisierung stellt in der derzeitigen Krisensituation allerdings für viele Unternehmen kein unmittelbares Instrument dar, um die Krise zu bewältigen oder um kurzfristig die negativen Auswirkungen abzufedern.
Ergebnisse der Bundeslandgruppe Ost/Sachsen-Anhalt
Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen werden in der Bundeslandgruppe Ost zusammengefasst.
- Die Bundeslandgruppe Ost ist im Jahr 2024 die am schwächsten digitalisierte Bundeslandgruppe. (Index 100,4)
- Der Rückstand zu den drei anderen Bundeslandgruppen nimmt weiter zu.
- Bundeslandgruppe Ost liegt in der Innovationslandschaft an erster Stelle, aber in der Kategorie Forschungs- und Innovationsaktivitäten an letzter Stelle.
- Bundeslandgruppe Ost bildet zudem das Schlusslicht in den Kategorien Qualifizierung, Technische Infrastruktur, Gesellschaft und Humankapital sowie Produkte und Prozesse.
Aufbau des Digitalisierungsindex
Der Stand der Digitalisierung ist nicht überall gleich. Deshalb differenziert der Digitalisierungsindex den Grad der Digitalisierung nach Bundeslandgruppen, Regionstypen, Branchen und Unternehmensgrößen. Zusätzlich werden unterschiedliche Kategorien berücksichtigt, wie Infrastrukturen, Geschäftsmodelle, Prozesse und Produkte oder Forschungs- und Innovationstätigkeiten. Somit lässt sich analysieren und vergleichen, welche Branchen bereits stark digitalisiert oder welche Bundeslandgruppen besonders fortgeschritten sind.
Im ersten Betrachtungsjahr 2020 ist der Digitalisierungsindex auf den Wert 100,0 festgelegt worden, dieser wird jetzt jährlich aktualisiert. Anhand der Entwicklungen oder beobachtbaren Defizite lassen sich Handlungsempfehlungen ableiten.