IHK zu Essen

DIHK-Report Unternehmensgründung 2026

Interesse am Gründen steigt, Hürden bleiben hoch

Das Interesse an der beruflichen Selbstständigkeit nimmt wieder zu. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle DIHK-Report Unternehmensgründung 2026. Grundlage sind die Erfahrungen der Industrie- und Handelskammern aus rund 200.000 Kontakten im Gründungsservice sowie eine bundesweite Befragung von Gründerinnen und Gründern, Start-ups und jungen Unternehmen.
Die IHKs verzeichneten 2025 deutlich mehr Anfragen von Gründungsinteressierten als im Vorjahr. Gleichzeitig macht der Bericht deutlich, dass hinter dem gestiegenen Interesse nicht immer die Verwirklichung einer Geschäftsidee steht. Häufig spielen auch wirtschaftliche Unsicherheiten sowie fehlende Erwerbsalternativen eine Rolle.
Der Report zeigt darüber hinaus, dass viele Gründungsvorhaben weiterhin mit Herausforderungen verbunden sind. Nach Einschätzung der IHKs weisen zahlreiche Geschäftskonzepte Defizite bei kaufmännischen Kenntnissen und der Finanzierungsplanung auf. Umso wichtiger bleiben eine gute Vorbereitung sowie eine frühzeitige Beratung.
Als größte Hemmnisse nennen Gründerinnen und Gründer bürokratische Belastungen, komplexe Regelungen und schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Entsprechend stehen der Abbau von Bürokratie, ein einfacheres Steuerrecht und ein leichterer Zugang zu Förderangeboten ganz oben auf der Wunschliste an die Politik.
Positiv entwickelt sich weiterhin die Beteiligung von Frauen am Gründungsgeschehen. Der Anteil von Gründerinnen in den IHK-Beratungen bleibt auf einem hohen Niveau und unterstreicht die zunehmende Bedeutung weiblichen Unternehmertums.
Für die IHK-Organisation bleibt die Förderung von Unternehmergeist und Selbstständigkeit ein zentrales Anliegen. Die IHK zu Essen unterstützt Gründungsinteressierte mit Informationsangeboten und Orientierung zu Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten.

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