Niederrheinische IHK
Aktuelles International
- CBAM: EU-Kommission veröffentlicht Leitfaden für Prüfer und Akkreditierungsstellen
- EU-Zollreform: Rat stimmt umfassender Neuregelung zu
- Neue EU-Verpackungsregeln: Erste Vorgaben gelten
- Unternehmensreise Rumänien & Moldau: Transport und Logistik
- CBAM: EU-Kommission veröffentlicht neue Leitfäden für die Praxis
- USA führen neue Zölle auf Drohnen und Drohnenkomponenten ein
- Unternehmensreise Indien: Landtechnik
- US-Zoll-Update: Aktuelle Entwicklungen im Überblick
- EU-Kommission startet Konsultation zur Dual-Use-Verordnung – Unternehmen können sich beteiligen
- USA führen neue Zollstruktur ein
- Unternehmensreise “Mercosur Kompakt” nach Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay
- Neue Publikation! Wirtschaft International
CBAM: EU-Kommission veröffentlicht Leitfaden für Prüfer und Akkreditierungsstellen
Die Europäische Kommission hat am 24. August 2026 einen neuen Leitfaden zur Prüfung und Akkreditierung im Rahmen von CBAM veröffentlicht. Er richtet sich insbesondere an Prüfer von Emissionsberichten sowie an nationale Akkreditierungsstellen.
Der Leitfaden erläutert die Anforderungen an die Prüfung von Emissionsberichten für Anlagen außerhalb der EU, die CBAM-Waren herstellen. Zudem werden die Anforderungen an die Akkreditierung und Überwachung der Prüfer dargestellt.
Zugang zum CBAM-Register
Ab dem 1. September 2026 können akkreditierte CBAM-Prüfer Zugang zum CBAM-Register beantragen. Voraussetzung ist zunächst die Akkreditierung durch die zuständige nationale Akkreditierungsstelle. Anschließend prüft die zuständige nationale Behörde den Antrag und gewährt den Zugang.
CBAM-Prüfer müssen sich innerhalb von zwei Monaten nach Erhalt ihrer Akkreditierung im Register anmelden. Ab Januar 2027 stellen sie dort Prüfberichte bereit. Dadurch können Importeure verifizierte tatsächliche Emissionswerte für ihre CBAM-Erklärung verwenden.
EU-Zollreform: Rat stimmt umfassender Neuregelung zu
Der Rat der Europäischen Union hat am 3. September 2026 der umfassenden Reform des EU-Zollrechts zugestimmt. Mit der Neuregelung soll das Zollsystem insbesondere an den stark gewachsenen Online-Handel angepasst und die Zollabwicklung stärker digitalisiert werden.
Zu den Zielen der Reform gehören:
- eine stärkere Digitalisierung der Zollabwicklung
- eine bessere Kontrolle unsicherer Produkte
- die Anpassung der Zollverfahren an den wachsenden Online-Handel
Für den Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens ist noch die Zustimmung des Europäischen Parlaments erforderlich. Die Entscheidung wird für Ende September 2026 erwartet.
Neue EU-Verpackungsregeln: Erste Vorgaben gelten
Seit dem 12. August 2026 gelten erste Vorgaben der neuen europäischen Verpackungsverordnung (PPWR). Unternehmen, die Waren innerhalb der EU vertreiben, sollten prüfen, welche neuen Anforderungen für sie gelten und ob Prozesse und Zuständigkeiten angepasst werden müssen.
Das Außenwirtschaftsportal NRW hat hierzu seine Informationen zur Erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility – EPR) aktualisiert. Die Webseite bietet einen kompakten Einstieg und informiert über mögliche Pflichten für Unternehmen bei:
- Verpackungen
- Elektrogeräten
- Batterien
- weiteren Produktgruppen
Praxisbeispiele aus verschiedenen europäischen Ländern sollen Unternehmen zusätzlich bei der Einordnung der jeweiligen Anforderungen unterstützen.
Unternehmensreise Rumänien & Moldau: Transport und Logistik
Im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU organisiert die AHK Rumänien im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) eine Markterkundungsreise im Bereich Transport und Logistik nach Rumänien und in die Republik Moldau.
Die Reise richtet sich an deutsche KMU, die ihre Aktivitäten in Südosteuropa ausbauen oder neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen möchten und findet vom 26. bis 30. Oktober 2026 statt.
Marktchancen vor Ort
Rumänien und die Republik Moldau gewinnen als Transit- und Logistikdrehscheiben zwischen der EU und Osteuropa an Bedeutung. Gleichzeitig besteht Modernisierungs- und Investitionsbedarf bei Hafen-, Schienen-, Straßen- und intermodaler Infrastruktur.
Geschäftsmöglichkeiten ergeben sich insbesondere in den Bereichen:
- Straßen- und Schienentransport
- Logistik und multimodale Transportlösungen
- Hafen- und Binnenschifffahrt
- Transporttechnologien und Digitalisierung
- Effiziente und nachhaltige Transportlösungen
Strategisch wichtige Standorte entlang der Donau und am Schwarzen Meer sind unter anderem die Häfen Constanța, Galați, Brăila und Giurgiulești. EU- und nationale Investitionsprogramme sowie laufende Ausbauprojekte bieten weitere Anknüpfungspunkte für deutsche Technologien, Dienstleistungen und Know-how.
Die Anmeldung ist bis zum 4. September möglich.
CBAM: EU-Kommission veröffentlicht neue Leitfäden für die Praxis
Die Europäische Kommission hat am 14. August 2026 zehn neue Leitfäden zur Umsetzung des CO₂-Grenzausgleichssystems (CBAM) in der endgültigen Phase veröffentlicht. Sie richten sich insbesondere an Betreiber von Anlagen außerhalb der EU, die CBAM-Waren herstellen, sowie an zugelassene CBAM-Anmelder und Prüfer.
Die Leitfäden behandeln unter anderem:
- Grundlagen, Pflichten und Fristen im CBAM-Verfahren
- Überwachung und Berechnung der eingebetteten Emissionen
- Erstellung von Monitoring-Plänen und Nutzung tatsächlicher Emissionswerte
- Verwendung der von der EU-Kommission bereitgestellten Standardwerte
- Berechnung der Anpassung für kostenlose Zuteilungen im EU-Emissionshandel
Zusätzlich stehen branchenspezifische Leitfäden für Zement, Wasserstoff, Düngemittel, Eisen und Stahl, Aluminium sowie Strom zur Verfügung. Diese enthalten Informationen zu Produktionsprozessen, Wertschöpfungsketten sowie zur Überwachung und Berichterstattung und werden durch Praxisbeispiele ergänzt.
Die Leitfäden sollen Unternehmen dabei unterstützen, ihre Prozesse für die Ermittlung, Prüfung und Meldung von Emissionsdaten entsprechend den CBAM-Anforderungen auszurichten.
Weitere Informationen erhalten Sie hier.
USA führen neue Zölle auf Drohnen und Drohnenkomponenten ein
Ab dem 3. September 2026 gelten in den USA neue Einfuhrzölle auf Drohnen und bestimmte Drohnenkomponenten. Grundlage ist eine am 13. August von Präsident Trump unterzeichnete Executive Order.
Für Einfuhren gelten künftig unterschiedliche Zollsätze:
- 100 % für Drohnen über 25 kg sowie Modelle mit bestimmten sicherheitsrelevanten Fähigkeiten, etwa Wärmebildtechnik
- 25 % für kleinere bzw. weniger sensible Drohnen
- 15 % für Drohnen und Bauteile aus der EU sowie aus Japan, Liechtenstein, Südkorea, der Schweiz und Taiwan
- 10 % für entsprechende Einfuhren aus Großbritannien
Für weniger sensible Drohnen-Bauteile gilt eine Übergangsfrist von 180 Tagen. Auf diese Waren wird der Zollsatz von 25 % erst ab dem 9. Februar 2027 erhoben.
Unternehmensreise Indien: Landtechnik
📅 23. bis 27. November 2026 | Anmeldeschluss: 23. September 2026
Die Dihk.mominternational GmbH organisiert gemeinsam mit der AHK Indien und dem VDMA e. V. im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) eine Markterkundungsreise nach Indien. Im Fokus stehen Erntetechnik sowie die Heu-, Futter- und Milchproduktion.
Indien zählt zu den weltweit größten Agrarmärkten und weist einen hohen Modernisierungsbedarf in der Landwirtschaft auf. Daraus ergeben sich Marktchancen unter anderem bei Landtechnik, Elektronik, Sensorik und digitalen Steuerungssystemen.
Das erwartet Sie
- Briefings durch lokale Experten
- Besuche bei Importeuren sowie Groß- und Einzelhändlern
- Einblicke in Wettbewerb und Preisstrukturen
- Informationen zu Marktchancen und einem möglichen Markteintritt
Die Reise soll Unternehmen dabei unterstützen, die Potenziale des indischen Marktes für das eigene Geschäft einzuschätzen.
US-Zoll-Update: Aktuelle Entwicklungen im Überblick
Die US-Handelspolitik bleibt dynamisch. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten aktuellen Entwicklungen:
Pharmazeutische Produkte und Wirkstoffe
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Für die ersten Unternehmen treten die Zusatzzölle auf pharmazeutische Produkte und Wirkstoffe auf Grundlage von Section 232 des Trade Expansion Act zum 31. Juli 2026 in Kraft. (Weitere Informationen)
Brasilien
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Waren brasilianischen Ursprungs unterliegen künftig Zusatzzöllen von 25 Prozent auf Grundlage von Section 301 des Trade Act of 1974. Für zahlreiche Produkte gelten Ausnahmeregelungen. (Weitere Informationen)
Kupfer und Kupfererzeugnisse
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Die U.S. Customs and Border Protection (CBP) hat weitere Informationen zur Angabe des Schmelz- und Gießlandes bei Kupfererzeugnissen veröffentlicht. (Weitere Informationen)
Kohle
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Die US-Regierung hat eine Untersuchung zu den Einfuhren von Anthrazitkohle und metallurgischer Kohle eingeleitet. Ziel ist die Prüfung möglicher weiterer Handelsmaßnahmen. (Weitere Informationen)
Flugzeuge und Triebwerke
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Die US-Untersuchung zu Flugzeugen und Triebwerken wurde abgeschlossen. Zusätzliche Zölle werden derzeit nicht eingeführt. (Weitere Informationen)
IEEPA-Zölle
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Nach dem Urteil des US Supreme Court akzeptiert die CBP seit dem 7. Juli 2026 keine Warehouse Entries der Typen 21 und 22 mehr auf CAPE Declarations. (Weitere Informationen)
Kraftfahrzeuge, Nutzfahrzeuge und Fahrzeugteile
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Der sogenannte US-Offset wurde ausgeweitet. Für Auto-, Nutzfahrzeug- und entsprechende Fahrzeugteile kann ein Zollausgleich beantragt werden. Voraussetzung ist eine vorherige Genehmigung durch das US-Handelsministerium. (Weitere Informationen)
De-Minimis-Regelung
- Die USA halten an der Aussetzung der De-Minimis-Ausnahme fest. Seit dem 24. Juli 2026 müssen Postsendungen über das neue Anmeldeverfahren abgefertigt werden. (Weitere Informationen)
EU-Kommission startet Konsultation zur Dual-Use-Verordnung – Unternehmen können sich beteiligen
Die Europäische Kommission hat die Evaluierung der EU-Dual-Use-Verordnung gestartet und hierzu eine öffentliche Konsultation sowie eine gezielte Befragung von Stakeholdern veröffentlicht.
Im Mittelpunkt der Evaluierung stehen unter anderem der Umgang mit neuen und aufkommenden Technologien („Emerging Technologies“), die Wirksamkeit der bestehenden Catch-All-Regelungen sowie Möglichkeiten zur stärkeren Harmonisierung der europäischen Exportkontrollpraxis. Darüber hinaus werden Fragen zu nationalen und europäischen Allgemeingenehmigungen sowie zu Genehmigungs- und Verwaltungsverfahren behandelt.
Der Fragebogen für Stakeholder kann bis zum 11. September 2026 beantwortet werden und ist hier abrufbar. Die öffentliche Konsultation läuft bis zum 15. Oktober 2026 und ist hier abrufbar.
USA führen neue Zollstruktur ein
Mit dem Auslaufen der bisherigen Section-122-Zölle am 24. Juli 2026 hat das Büro des U.S. Trade Representative (USTR) die Ergebnisse der Section-301-Untersuchung zum Thema Zwangsarbeit umgesetzt und eine neue Zollstruktur eingeführt.
Für Waren aus der EU gelten ab dem 24. Juli 2026 folgende Regelungen:
- Für Produkte mit einem MFN-Zollsatz unter 10 % gilt künftig ein Gesamtzollsatz von 10 % inklusive MFN-Zoll.
- Für Produkte mit einem MFN-Zollsatz von 10 % oder mehr fällt ausschließlich der jeweilige MFN-Zoll an; zusätzliche Zölle werden nicht erhoben.
Nach Angaben der US-Regierung entspricht diese Regelung den Vereinbarungen des sogenannten Turnberry-Deals, wonach die Gesamtzollbelastung für die EU 15 % nicht überschreiten soll.
Unterschiede zu anderen Handelspartnern
Für Japan, Südkorea und die Schweiz gilt ein vergleichbares System, allerdings mit einer Mindestzollbelastung von 12,5 %.
Für weitere ausgewählte Handelspartner – darunter Argentinien, Kanada, Mexiko, Indien, Malaysia und das Vereinigte Königreich – gilt künftig ein Zollsatz von 10 % zuzüglich MFN-Zoll.
Für weitere 38 Handelspartner, darunter China, werden 12,5 % zuzüglich MFN-Zoll erhoben.
Von den neuen Maßnahmen ausgenommen sind Waren, die bereits den sektoralen Section-232-Zöllen (z. B. auf Stahl, Aluminium, Automobile oder Halbleiter) unterliegen.
Auswirkungen auf Unternehmen
Nach Einschätzung der DIHK reduziert die neue Zollstruktur die Belastung für Exporte aus der EU und verschafft europäischen Unternehmen im Vergleich zu vielen anderen Handelspartnern günstigere Wettbewerbsbedingungen auf dem US-Markt.
Gleichzeitig bestehen weiterhin Unsicherheiten. Offen sind unter anderem die Ergebnisse der laufenden Section-301-Untersuchungen zu globalen Überkapazitäten sowie zur deutschen Pharmapreisgestaltung. Zudem hat das USTR die von der Europäischen Kommission angekündigten Maßnahmen gegen Google im Zusammenhang mit dem Digital Markets Act kritisiert und darin einen weiteren Unsicherheitsfaktor für die transatlantischen Handelsbeziehungen gesehen.
Unternehmensreise “Mercosur Kompakt” nach Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay
📅 09. bis 13. November 2026
Sie möchten in die Mercosur-Region expandieren, wissen aber noch nicht, welcher Markt für Ihr Unternehmen der richtige ist? Die Mercosur-Kompakt-Markterkundungsreise der AHK Uruguay bietet Ihnen die Möglichkeit, innerhalb einer Woche die vier Mercosur-Staaten Argentinien (Buenos Aires), Brasilien (São Paulo), Paraguay (Asunción) und Uruguay (Montevideo) kennenzulernen.
Das erwartet Sie
- Virtuelle Vorbereitungssessions vor der Reise
- Unternehmensbesuche in allen vier Ländern
- Gespräche mit lokalen Institutionen
- Roundtables mit deutschen Unternehmen vor Ort
- Einblicke in Marktpotenziale, Geschäftsmöglichkeiten und wirtschaftliche Rahmenbedingungen
- Individuell anpassbare Programmpunkte je nach Unternehmensinteresse
💼 Im Teilnahmepreis von 4.990 Euro enthalten
- Virtuelle Vorbereitungssessions
- Alle Flüge und Transfers innerhalb der Mercosur-Region
- Hotelübernachtungen vom 8. bis 14. November 2026
- Organisation und Begleitung durch die deutschen Auslandshandelskammern im Mercosur
- Sprachliche Unterstützung und Übersetzungsleistungen bei Bedarf
Nicht enthalten
- Verpflegung
- Auslandskrankenversicherung
- Touristische Aktivitäten oder Geschenke
- Hotelkosten bei einer individuellen Reiseverlängerung
Die Reise richtet sich an Unternehmen, die sich einen ersten Überblick über die Mercosur-Region verschaffen und Geschäftsmöglichkeiten in Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay kennenlernen möchten.
Weitere Informationen erhalten Sie hier.
Neue Publikation! Wirtschaft International
Die neue Ausgabe Wirtschaft International September (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 275 KB) 2026 ist erschienen.
Aus dem Inhalt:
- EU-Verordnung zur Entsorgung von Altfahrzeugen ist in Kraft getreten
- Digitaler Produktpass: EU-Kommission startet zentrales DDP-Register
- Intrahandelsstatistik: Entlastung der Unternehmen spürbar
- Zoll-Anmeldungen: Codierungen von Ausfuhrgenehmigungen
- Vereinigtes Königreich: UK schafft 2028 Zollfreigrenze für Kleinsendungen ab
Business Events:
…im Ruhrgebiet/in der Region
- Quarterly Briefing Niederlande – online
- ASEAN – Interkulturelle Kompetenz – online
- Ägypten kompakt – online
- Marktchancen in Österreich und der Schweiz
