Events und Wettbewerbe
Wie ich ein Pitch-Deck erstelle
Pitch-Wettbewerb
Beim Festival der jungen Wirtschaft findet das Finale des jährlichen Pitch-Wettbewerbs statt, bei dem der mit 5.000,- € dotierte Publikumspreis der Wirtschaftsjunioren Nord Westfalen vergeben wird.
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Das Pitch-Deck
Das Pitch-Deck ist eine Präsentation zu den wichtigsten Eckpunkten eines Vorhabens, etwa einer Gründung, und lässt sich in kurzer Zeit vorstellen.
Weder ein Business Model Canvas noch ein Businessplan eignen sich dafür. Pitch-Decks haben sich gerade im Erstkontakt bewährt, weil sie die zentralen Daten eines Unternehmens knapp und präzise zeigen.
Inhalte des Pitch-Decks
Die Inhalte eines Pitch-Decks unterscheiden sich meist nur wenig. In der Regel behandelt es folgende Punkte:
- Einführung: Wer sind Sie und warum präsentieren Sie hier?
- Team: Zeigen Sie die Menschen hinter der Idee und beschreiben Sie kurz ihre jeweilige Rolle.
- Problem: Welche Herausforderung, welche Problemstellung versuchen Sie zu lösen?
- Lösung: Wie wollen Sie das Problem lösen?
- Produkt / Service: Wie funktioniert Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung?
- Traction („Zugkraft“): erste messbare Kundenzahlen, die das vermutete Potential bestätigen, am besten aus eigenen Tests; aber auch Patente, andere Schutzrechte, bereits gewährte oder aber erhaltene Lizenzen sollten hier genannt werden.
- Markt: Zeigen Sie eine Analyse oder Ableitung Ihres potentiellen Marktes und seines Volumens.
- Wettbewerb: Was sind aktuelle oder zukünftige Alternativen zu Ihrer Lösung?
- Vorteil: Was macht Ihre Lösung so besonders? Warum und ggf. für wen ist Ihre Lösung die bessere? (Alleinstellungsmerkmal / Unique Selling Proposition, kurz: „USP“)
- Ertragsmodell: Wie und welche Umsätze wollen Sie mit Ihrem Produkt / Service erzielen?
- Kapital: Wie sieht Ihre Budgetplanung aus? Wieviel Kapital benötigen Sie? Welche Form von Kapital suchen Sie (Fremdkapital, Beteiligung usw.)? Was planen Sie mit dem Geld anzufangen, und wie weit kommen Sie damit? Hier können auch weitere Bedarfe formuliert werden, wenn diese zur Umsetzung Ihres Geschäftskonzepts durch Ihre Zuhörenden gedeckt werden sollen, z.B. Zugang zu bestimmten geschlossenen Netzwerken, zu Daten oder zu Know-how.
- Kontaktdaten: Wie können Zuhörende Sie am besten erreichen?
Tipps fürs Pitch-Deck
Im Internet finden Sie zahlreiche Vorlagen, Beispiele und Hinweise für Pitch-Decks. Die folgenden Tipps helfen beim Einstieg:
- Es gibt kein Pitch-Deck für alle Fälle. Klären Sie vorher, an wen Sie sich richten und was Sie von Ihrem Publikum erwarten.
- Möchten Sie eine Vision oder Mission ergänzen? Formulieren Sie sie packend – sie muss den Namen verdienen!
- Führen Sie Ihr Publikum mit einer Geschichte durch das Pitch-Deck. So bleibt die Präsentation spannend und Ihre Geschäftsidee verständlich.
- Sprechen Sie in Ihrer Schilderung des Problems und der Lösung die Gefühle Ihres Publikums an, damit der Funke Ihrer Geschäftsidee überspringt!
- Machen Sie Ihre Lösung greifbar und erlebbar! Verwenden Sie auch (noch) nicht funktionsfähige Prototypen und Zeichnungen!
- Zeigen Sie, warum Ihr Team herausragend ist, besonders bei besonderen Fähigkeiten und Know-how.
- „Keep it short and simple! “ Alles, was nicht zum Kern gehört, lenkt ab und erschwert das Verständnis.
- Vermeiden Sie Aussagen wie: „Es gibt keine Konkurrenz! “ Begeisterung für die eigene Idee darf nicht blind machen. Wer bietet ähnliche oder alternative Lösungen und bedroht Ihr Geschäftsmodell?
- Beziffern Sie die Kosten für Marketing, besonders für Vertrieb und Werbung. Sie werden oft unterschätzt und können Ihr Unternehmen gefährden.
- Beschreiben Sie in klaren Meilensteinen, wie und wofür Sie das Geld einsetzen. Niemand investiert, ohne den Zweck zu kennen. Zeigen Sie auch, wie viel Wertsteigerung Sie mit dem Kapital erreichen wollen.
- Suchen Sie eine Finanzierung gegen Anteile, sagen Sie klar, wie viele Anteile Sie für das Kapital abgeben wollen.
- Belegen Sie Statistiken und Zahlen mit Quellen.
- Kennen Sie Ihre Zahlen und Finanzen in- und auswendig!
- Weitere wichtige Inhalte können Sie als Anhang ins Pitch-Deck nehmen – so haben Sie sie griffbereit.
- Üben Sie den Pitch vor Familie und Freunden. Eine gute Präsentation, vor allem in kurzer Zeit, ist eine Kunst. Überzeugen Sie schon wohlwollende Zuhörer nicht, müssen Sie nachbessern.
- Die größte Wirkung erzielen Sie mit Ihrer Art zu sprechen und Ihrer Ausstrahlung. Erst danach folgen Mimik und Präsentation, weit abgeschlagen die Worte selbst.
- Nutzen Sie die Fragen-Runde („Questions and Answers“, „Q&A“) am Ende Ihrer Präsentation! Merken Sie sich Fragen und Feedback Ihrer Zuhörenden und nutzen Sie sie für Verbesserungen.
- Bereiten Sie sich auf das Unerwartete vor: Stromausfall, falscher Adapter, überraschende Gäste, schlechte Stimmung – alles kann passieren. Wer ruhig bleibt, zeigt Professionalität.
- Klären Sie, wie viel Zeit Sie für Ihre Präsentation haben. Oft sind es fünf Minuten plus fünf Minuten für Fragen. Es gibt aber auch kürzere Formate, etwa den „Elevator Pitch“ mit 30 Sekunden oder zwei bis drei Minuten. Passen Sie Ihr Pitch-Deck darauf an.
Sie haben Fragen zu Ihrem Pitch-Deck? Sprechen Sie uns gerne an!
