Wirtschaftsspiegel
Nr. 7134536
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Praxis & Ratgeber

Die Extrameile für die Transformation

Unternehmen stehen unter Veränderungsdruck. Wie sie diesem nicht nur standhalten, sondern neue Entwicklungen gestalten, dazu vermittelte der Lehrgang „Führen in der Transformation“ der IHK Nord Westfalen die passenden Strategien.
17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben das Programm erfolgreich abgeschlossen. Eine von ihnen ist Elke Dicks-Harking. Sie leitet seit drei Jahren beim MEDIAHAUS in Ahaus ein mittlerweile 50 Mitglieder starkes Team. Ihre Herausforderung als Führungskraft: Gemeinsam mit der Geschäftsführung Strategien erarbeiten und diese anschließend gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vertreten, sie aber auch für die Strategien motivieren und ihnen Sicherheit geben.

Team mitnehmen, Ängste abbauen

Das betrifft zum Beispiel Ängste rund um den Einsatz von KI. Dicks-Harking machte im Team deutlich: KI wird als Werkzeug gezielt eingesetzt und macht das Team besser und schneller. „Mitarbeiter dabei mitnehmen“ funktioniert nun so: Ein KI-Team filtert gängige KI-Werkzeuge darauf, wie effizient sie anwendbar sind, und wählt dann die besten Tools aus.
Bei Yvonne Thoben von LMC Caravan in Sassenberg sind es Themen wie interne KI-Assistenten oder eine neue HR-Software, die Fragen bei den Beschäftigten aufwerfen. „Wir möchten sie an die Hand nehmen können, Verunsicherungen abbauen und Vorteile klar aufzeigen“, sagt sie. LMC befindet sich in einer Restrukturierung, die Situation ist sensibel. „Wie können wir Wissen behalten, wie Teams neu ordnen und Menschen für neue Aufgabenfelder begeistern?“ Aber auch: „Wie kann eine Führungskraft Sicherheit vermitteln und auch weiterhin dazu motivieren, die Extrameile zu gehen?“
Die Teilnahme am IHK-Lehrgang ist ihr wichtig. Obwohl Weiterbildung erst einmal Zeit vom Tagesgeschäft nimmt: „Sie ist eine langfristige Investition, wenn wir nicht im Status quo verharren wollen.“
Neuer Lehrgang, neue Bedarfsumfrage
Der nächste Lehrgang startet im Oktober in Leipzig, eine Neuauflage in Münster ist für 2027 vorgesehen. Mehr Informationen auf der Fachseite der IHK Nord Westfalen.

Der Lehrgang wird weiter wissenschaftlich begleitet und weiterentwickelt. Dazu gehört auch, die Erfahrungen der Unternehmen abzufragen: Welche Kompetenzbedarfe und Unterstützungsbedarfe erleben Führungskräfte und Mitarbeitende in aktuellen Transformationsprozessen? Mit einer Teilnahme an der Online-Umfrage unterstützen Sie die laufende Anpassung des Lehrgangs. Die Beantwortung dauert etwa 12 Minuten.
Stefan Lange ließ sich zum Transformationsmentor weiterbilden, weil Modernisierung nicht nur eine Aufgabe der Technik, sondern auch der Führung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist. „Sie alle sind mit gefragt, wenn es darum geht, Arbeit zu erleichtern und Abläufe zu verbessern“, erklärt der Mit-Geschäftsführer der GTM Gitterroste und Treppen aus Südlohn-Oeding. Ein weiteres Ziel nach der Teilnahme: Er möchte das Unternehmen weiter als attraktiven Arbeitgeber für junge Kräfte positionieren.
Was den Lehrgang aus seiner Sicht besonders wertvoll machte: Die Präsenztermine und der Austausch mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Daraus ergaben sich bereits Betriebsbesuche, bei denen er erfuhr, wie andere Herausforderungen meistern.
Ulli Schmäing von der IHK-Weiterbildung bilanziert: „Führungskräfte werden zu Mentoren, die die Innovationskraft der Talente im Unternehmen gezielt unterstützen.“ Die Inhalte waren einerseits durch die Verbundpartner Westfälische Hochschule in Gelsenkirchen und die HHL Leipzig Graduate School of Management wissenschaftlich fundiert, andererseits durch die Einbindung regionaler Unternehmen an der Praxis orientiert.
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Das Projekt „Transformationsmentoring Weiterbildung“ wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und der EU gefördert.