Landkreis Cloppenburg: Starke Ernährungsindustrie

Der Landkreis Cloppenburg ist eines der Haupterzeugergebiete landwirtschaftlicher Veredelungsprodukte. Die Landwirtschaft spielt daher trotz rückläufigen Anteils an der Bruttowertschöpfung nach wie vor eine wichtige Rolle. Sie ist der Rohstofflieferant für die nachgelagerten Betriebe des Ernährungsgewerbes. Neben der Fleischverarbeitung prägen Futtermittelherstellung, Backwaren- und die Feinkosterzeugung diesen Industriezweig. Das Ernährungsgewerbe strahlt dabei auf andere Branchen aus. So hat sich der regionale Maschinenbau auf die Herstellung von landwirtschaftlichen Maschinen und Ausrüstungsgüter spezialisiert.
Stark vertreten sind auch die Branchen Elektroindustrie, Herstellung von Metallerzeugnissen sowie Fahrzeugbau. Die Anteile der Industrie an den Beschäftigten und an der Bruttowertschöpfung sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Dies gilt auch für die Bauindustrie.
Das Dienstleistungsgewerbe im Landkreis ist zwar noch immer unterrepräsentiert, die Sparte der unternehmensnahen Dienstleistungen hat sich allerdings in den letzten Jahren sehr dynamisch entwickelt.

Industrieentwicklung im 1. Halbjahr 2026

Die Industrieunternehmen im Landkreis Cloppenburg melden für das erste Halbjahr 2026 ein kleines Umsatzminus. Der Umsatz fiel gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,9 Prozent. Das Umsatzvolumen betrug 3,6 Milliarden Euro (+32 Millionen Euro).
Dass der Gesamtumsatz nicht stärker gesunken ist, ist dem Auslandsumsatz zu verdanken. Dieser erhöhte sich 6,3 Prozent auf fast eine Milliarde Euro. Die Exportquote stieg auf 27,6 Prozent (Vorjahreszeitraum: 25,7 Prozent).
Ernährungsindustrie sowie Fahrzeugbau verbuchten jeweils einen Umsatzrückgang von bis zu zehn Prozent. Maschinenbau und Elektroindustrie erzielten ein Plus zwischen zehn und 30 Prozent.
In den 75 Industrieunternehmen ab 50 Beschäftigte nahm die Zahl der Arbeitsplätze um ein Prozent auf fast 19.200 Personen im Halbjahresdurchschnitt zu.
Die Bauindustrie verzeichnete ein Umsatzminus von fast sechs Prozent auf 98 Millionen Euro. Im Tiefbau sanken die Erlöse um über 17 Prozent, im Hochbau um 5,2 Prozent. In den 46 Unternehmen ab 20 Beschäftigte nahm um 5,7 Prozent ab. Im Halbjahresdurchschnitt waren 1.421 Personen beschäftigt

Industrieumsatz

Bruttoinlandsprodukt

Beschäftigung