Unternehmensnachfolge: Neue Schätzungen des IfM Bonn

Nach aktuellen Berechnungen des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM Bonn) steht in den kommenden fünf Jahren bei rund 186.000 Unternehmen in Deutschland eine Nachfolge an. Grund hierfür ist, dass Eigentümerinnen und Eigentümer altersbedingt, krankheitsbedingt oder durch Tod aus der Geschäftsführung ausscheiden.
Die meisten Übergaben – gemessen am Unternehmensbestand – werden für Niedersachsen prognostiziert: Hier sind es rund 19.000 Unternehmen. Im Bezirk der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim muss bis 2030 in gut 2.550 Unternehmen die Nachfolge geregelt werden.
Trotz der zunehmenden Alterung der Unternehmerinnen und Unternehmer erwartet das IfM Bonn insgesamt weniger Unternehmensübertragungen als in früheren Prognosen. Grund dafür ist die verschlechterte wirtschaftliche Lage vieler Betriebe, die eine Übernahme für potenzielle Nachfolgerinnen und Nachfolger weniger attraktiv macht. Besonders betroffen sind Unternehmen aus dem Bereich der unternehmensbezogenen Dienstleistungen mit Jahresumsätzen unter 500.000 Euro.
Das Nachfolgegeschehen verändert sich nicht nur im Umfang, sondern auch in der Art der Nachfolgelösungen. So ist die Bedeutung familieninterner Übergaben in den letzten Jahren leicht zurückgegangen. Mit dem wachsenden Anteil familienexterner Lösungen gewinnt die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens zusätzlich an Bedeutung – eine Herausforderung für viele Alteigentümerinnen und Alteigentümer.
Die vollständige Studie finden Sie unter “Weitere Informationen”