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| 06 Am Rande notiert Ihr IHK-magazin im Netz! Osnabrück | Emsland | Grafschaft Bentheim | Juni 2026 AKTUELLES | Kurz gesagt Sie finden die aktuellen Magazine bequem unter der folgenden URL oder nutzen Sie einfach den QR-Code! ≥ www.ihk.mom/osnabrueck (Nr. 6267882) Innovationskraft verliert an Dynamik Sowohl auf der Inputseite der Innovation, den Aus- gaben für Forschung und Entwicklung (FuE), als auch beim Innovationsoutput, den Patenten, verlieren deut- sche Unternehmen im internationalen Vergleich an Bedeutung. Das zeigt eine Studie der Bertelsmann Stiftung. So ist der deutsche Anteil an den weltweiten FuE-Ausgaben zwischen 2008 und 2021 um drei Pro- zentpunkte zurückgegangen. Lag Deutschland 2008 mit einem Anteil an der globalen FuE von 8,5 % noch weltweit auf Platz 4, belegte es 2021 mit 5,6 % noch Platz 6. Bei den angemeldeten Patenten sank der deut- sche Anteil zwischen 2000 und 2022 um 7 Prozentpunkte von 21,9 % auf 15 %. Seit 2018 muss Deutschland sogar einen absoluten Rückgang der am Forschungsstandort Deutsch- land hervorgebrachten Patente verzeichnen. Dies lässt sich vor allem auf eine abnehmende Dynamik in der Automobil-, Elektro- und Chemieindustrie zurückführen. Die relativen Verluste Deutschlands sind nicht allein in Aufholeffekten von Schwellenländern begrün- det. Andere Industrienationen haben ihre Patentanmeldungen deutlich stärker gesteigert als Deutschland mit im Schnitt 0,4 % pro Jahr: Etwa die USA mit 1,6 % pro Jahr, die Schweiz mit 1,8 % pro Jahr und Österreich mit 3 % pro Jahr. Das Innovationsgeschehen in Deutschland wird maßgeblich durch Unternehmen des Verarbeitenden Ge- werbes bestimmt (Industrieanteil bei Patentanmeldungen 83 %, bei FuE-Ausgaben 87 %). Unter den Industriebran- chen kann jedoch einzig der Maschinenbau seine relativen Verluste begrenzen. Informieren Sie sich hier über die News der DIHK Unser IHK-Tipp: 5,6 % ... beträgt der Anteil Deutschlands an den globalen FuE-Ausgaben Wirtschaft braucht Medienvielfalt Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) warnt vor einer schleichenden Schwä- chung der Informations- und Medienvielfalt in Deutschland. Zunehmende digitale Abhän- gigkeiten und bürokratische Hürden erschwerten es Medien- und Kreativunternehmen, wirtschaftlich tragfähig zu arbeiten. Dabei sei Medienvielfalt ein zentraler Standortfaktor. Das DIHK-Präsidium hat dazu ein Positionspapier beschlossen. Es beschreibt u. a. den Rückzug lokaler Medien: In fast jedem zweiten Landkreis gibt es nur noch ein einziges un- abhängiges Presseorgan. Wenn sich dieser Trend fortsetze, gingen wichtige Impulse für regionale Wirtschaftsdynamik verloren – von Standortmarketing über Fachkräftesuche bis hin zur politischen Teilhabe. Doch wo lokale Medien fehlen, wächst die Informationslücke und mit ihr das Risiko wirtschaftlicher und regionalpolitischer Fehlentscheidungen. „Das betrifft vor allem mittelständische Unternehmen, die stark regional verwurzelt sind“, sagt DIHK-Präsident Peter Adrian. Die Kultur- und Kreativwirtschaft, zu der die Medien- branche zählt, trägt mit mehr als 120 Mrd. Euro gut 3 % zur Bruttowertschöpfung Deutschlands bei. Sie zählt damit zu den wirtschaftlich bedeutenden Zukunftsbranchen, vom Medienhaus über Softwareentwicklung bis zur Filmproduktion. Patente: Die Hochschulen in den ost- deutschen Bundesländern melden pro 1000 Studierende 3,9 Patente an – dop- pelt so viele wie in Westdeutschland (1,8). Besonders innovativ sind Sachsens Hochschulen (5,4 Patenten pro 1000 Stu- denten), gefolgt von Thüringens Hoch- schulen mit 4,7. Die wenigsten Patente stammen von Hochschulen in Berlin und NRW mit je einem Patent pro 1000 Stu- dierende. Der Bundesdurchschnitt liegt bei zwei. (IW Köln) Bankkunden: Regionale Kreditinstitute könnten laut einer PwC-Analyse bis 2045 rund 12 % ihrer Kundenbasis verlieren. In den vergangenen zehn Jahren pro - tierten alle Bankengruppen vom Bevöl- kerungswachstum, wenn auch unter- schiedlich stark: Privatbanken hatten ein Marktwachstum von 7,7 %, Volksbanken von 4,2 % und Sparkassen von 3,0 %. Die Analyse zeigt, dass sich dies ändert und der Markt um 0,7 % schrumpft. Be- sonders betroffen sind die Regionale Banken, für die sich ein durchschnittli- ches demogra sches Marktwachstum von minus 2,6 % ergibt. Privatbanken weisen weiter ein positives Wachstumspotenzial von 4,5 % auf. Homeoffice: Die Bertelsmann Stiftung hat 79000 Stellenanzeigen ausgewertet. Demnach liegt die Homeof ce-Quote bei konstant 20 %. Im Nachteil sind Frauen, deren Jobs oft vom direkten Kontakt mit Menschen geprägt sind. Im Ranking steht mit der Steuerberatungsfachkraft erst auf Platz 14 ein frauendominierter Beruf. Und: Arbeitgeber bieten für 13 % der frauendominierten Berufe Home- of ce an (männerdominiert: 22 %). Auch bleibt das Homeof ce eine Domäne hö- her quali zierter Arbeitnehmer. 35 % der Akademiker dürfen im Homeof ce arbeiten, 30 % der Beschäftigten mit Master-/Bachelor-Abschluss und nur 4 % der Arbeitnehmer auf Helfer-Niveau. ≥ Mehr Infos: https://l1nq.com/ccjzo77

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