Wirtschaft in Ostwürttemberg
Nr. 7054184
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Haltung zeigen im Arbeitsalltag

Demokratie muss erarbeitet werden

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Zunehmende Polarisierung, Desinformation, Vertrauensverlust und Arbeitsplatzabbau im Zuge der Transformation setzen den gesellschaftlichen Zusammenhalt spürbar unter Druck – mit direkten Auswirkungen auf Betriebe, Belegschaften und Ausbildungsstätten.
Vor diesem Hintergrund veranstalteten die IHK Region Stuttgart, der Arbeitgeberverband Südwestmetall und die Landeszentrale für politische Bildung am 24. April 2026 im IHK-Haus den Fachtag „Demokratieförderung in Betrieben – Gemeinsam vom Wissen ins Handeln kommen“. Ziel der Kooperationspartner ist es, Demokratieförderung langfristig gemeinsam mit der Wirtschaft zu verankern und sichtbar zu machen. Welche zentralen Impulse konnten Unternehmen neben praktischen Unterstützungsangeboten in den Diskussionsrunden, Workshops und Vorträgen mitnehmen?
  • "Seid Menschen" und unterstützt nicht die Abwertungsspiralen mit einem Treten nach "unten" oder "oben", das die Gesellschaft in zwei Lager teilt (Dr. Michael Blume, Beauftragter der Landesregierung gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben).
  • "Betriebe sind der Spiegel unserer Gesellschaft!" Demokratie schafft stabile Rahmenbedingungen und damit wichtige Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen. Betriebe spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, demokratische Werte wie Respekt, Toleranz und Meinungsvielfalt aktiv zu fördern. Denn sie sind eine der wenigen Orte, an denen Menschen aus ihrer Bubble herauskommen (Prof. Dr. Reinhold Weber, Landeszentrale für politische Bildung BaWü)
  • "Silence is not neutrality", d. h. die Demokratie braucht aktive Unternehmensbürger, wenn sie in Gefahr ist. Jedes Unternehmen ist gefragt! (Prof. Dr. Markus Scholz, TU Dresden)
  • "Die Sozialpartner sind gemeinsam in der Verantwortung", d. h. sie nehmen die Ängste der Belegschaft vor Ort ernst und schaffen gemeinsam Vertrauen (Stefan Küpper, Südwestmetall, Heiko Neumann, Betriebsrat bei MAPAL WWS GmbH & Co. KG und Semir Dulic, Azubi bei der Mercedes-Benz AG).
  • "Demokratie ist kein Zuschauersport. Sie lebt davon, dass wir alle mitmachen." Die Verantwortung für gesellschaftlichen Zusammenhalt trägt jedes einzelne Unternehmen. Demokratie findet dort statt, wo wir arbeiten, mitgestalten, mitentscheiden, diskutieren und gemeinsam Lösungen finden. Die IHKs in Baden-Württemberg unterstützen die Betriebe dabei, sich klar zu positionieren und ein Zeichen für eine weltoffene und demokratische Wirtschaft zu setzen (Dr. Susanne Herre, IHK Stuttgart).
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