Berufe A bis Z

Fachpraktiker/in für Zerspanungsmechanik

Welche Arbeitsgebiete sind typisch für den Beruf?

Fachpraktiker und Fachpraktikerinnen für Zerspanungsmechaniker fertigen Bauteile wie z. Bsp. für Maschinen, Motoren oder Turbinen. Hierfür arbeiten sie in der Regel mit computergesteuerten Fräs- und Drehmaschinen. Sie geben die Fertigungsparameter in die Maschinen ein oder rufen Programme aus dem Maschinenspeicher ab und modifizieren diese gegebenenfalls. Dann wählen sie die Werkzeuge aus, spannen Metallrohlinge ein, richten sie aus und fahren die Maschinen an. Sie überwachen die Bearbeitungsprozesse, entnehmen die fertigen Werkstücke und prüfen, ob Maße und Oberflächenqualität den Vorgaben entsprechen. Bei Störungen suchen sie nach festgelegten Prüfverfahren nach dem Grund und beheben das Problem. Auch die regelmäßige Inspektion und Wartung der Maschinen gehört zu ihren Aufgaben.

Welche beruflichen Fähigkeiten werden erlangt?

ABSCHNITT A

  • Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse;
  • Unterscheiden, Zuordnen und Handhaben von Werk-, Betriebs- und Hilfstoffen;
  • Herstellen von Bauteilen und Baugruppen;
  • Warten von Betriebsmitteln;
  • Steuerungstechnik;
  • Anschlagen, Sichern und Transportieren;
  • Kundenorientierung;
  • Planen des Fertigungsprozesses;
  • Arbeiten mit Programmen an numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen;
  • Einrichten von Werkzeugmaschinen;
  • Herstellen von Werkstücken;
  • Überwachen von Fertigungsabläufen;
  • Geschäftsprozesse und Qualitätssicherungssysteme in der betrieblichen Ausbildung.

ABSCHNITT B

  • Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht;
  • Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes;
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit;
  • Umweltschutz;
  • Betriebliche und technische Kommunikation.
  • Drehmaschinensysteme
  • Fräsmaschinensysteme
Das Einsatzgebiet wird vom Ausbildungsbetrieb festgelegt. Andere Einsatzgebiete sind zulässig, wenn in ihnen die Qualifikationen nach Absatz 1 vermittelt werden können.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Regelausbildungszeit ist 3,5 Jahre (42 Monate).

Nach welcher Ausbildungsordnung wird ausgebildet?

Empfehlung für eine Ausbildungsregelung gemäß § 66 Berufsbildungsgesetz / § 42m Handwerksordnung für Behinderte
Inkrafttreten: 15.12.2011

Welche ist die zuständige Berufsschule?

Für Ausbildungsunternehmen in den Landkreisen
Zuständige Berufsschule
Beschulungsform
Brandenburg a.d.H. (BRB)
Havelland (HVL)
Oberhavel (OHV)
Ostprignitz-Ruppin (OPR)
Potsdam (P)
Potsdam-Mittelmark (PM)
Prignitz (PR)
Teltow-Fläming (TF)
Oberlinhaus Berufsbildungswerk Potsdam
Oberlin Berufliche Schulen
Steinstr. 80/82/84
14480 Potsdam
Blockunterricht
2 Wochen Rhythmus

Wie läuft die Prüfung ab?

Die Abschlussprüfung findet in zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen, Teil 1 und Teil 2, im Rahmen einer gestreckten Abschlussprüfung statt.

Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung

Die Ergebnisse der gestreckten Abschlussprüfung Teil 1 gehen zu 30% in das Gesamtergebnis der Abschlussprüfung ein.
Prüfungsfach Dauer und Art Gewichtung
komplexe Arbeitsaufgabe
6,5 Stunden - praktisch
65% - Teil 1
schriftliche Aufgaben 90 Minuten - schriftlich 35% - Teil 1

Teil 2 der gestreckten Abschlussprüfung

Die Ergebnisse der gestreckten Abschlussprüfung Teil 2 gehen zu 70% in das Gesamtergebnis der Abschlussprüfung ein.
Prüfungsfach Dauer und Art Gewichtung
Auftragsplanung
60 Minuten schriftlich
40% des Teil 2 - Theorie
Fertigungstechnik
90 Minuten schriftlich
33,3% des Teil 2 - Theorie
Wirtschafts- und Sozialkunde
60 Minuten schriftlich
33,3% des Teil 2 - Theorie
Praktische Arbeitsaufgabe mit begleitendem Fachgespräch
12 Stunden praktisch
(Durchführung)
100% Teil 2 - Praxis

Ablauf der praktischen Prüfung

Die praktische Aufgabe ist eine bundeseinheitliche Aufgabenstellung. In 12 Stunden muss hier der Prüfling eine praktische Aufgabe vorbereiten, durchführen, nachbereiten, mit aufgabenspezifischen Unterlagen dokumentieren sowie darüber ein begleitendes 20-minütiges Fachgespräch führen. Die Vorbereitung der praktischen Aufgabe umfasst 12 Stunden und findet ohne Anwesenheit des Prüfungsausschusses im Ausbildungsbetrieb statt, während die Durchführung und Nachbereitung an einem Prüfungstag unter Anwesenheit des Prüfungsausschusses innerhalb von 6 Stunden stattfinden.
Bei dieser Variante werden die vier Phasen Information, Planung, Durchführung und Kontrolle eines vollständigen, betrieblichen Handlungszyklus abgeprüft.

Zusatzqualifikation

Laut Ausbildungsordnung ist keine Zusatzqualifikation möglich.

Wann findet die Prüfung statt?

Die Prüfungszeitpunkte sind in der Ausbildungsordnung geregelt:
Prüfungsteil Prüfungszeitpunkt
Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung
Nach 18 Monaten Ausbildungszeit
Teil 2 der gestreckten Abschlussprüfung
Am Ende der Ausbildungszeit
Die Prüfungszeitpunkte werden durch die zuständige Stelle (IHK Potsdam) festgelegt. Die festgelegten Prüfungszeitpunkte werden mit Eintragungsbestätigung des Ausbildungsvertrages mitgeteilt.
Die schriftliche Prüfung findet an bundeseinheitlichen Terminen statt. Informationen zu Prüfungsterminen: Prüfungsaufgaben- und Lehrmittelentwicklungsstelle (IHK-PAL)
Die Termine der praktischen Prüfung teilt die zuständige Stelle (IHK Potsdam) 4-6 Wochen vor Termin mit.

Wie ist der Berufsabschluss dem Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) zuzuordnen?

Dieser Abschluss ist im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) dem Niveau 3 zugeordnet.

Welche Fortbildungsmöglichkeiten habe ich?

Fortbildung Einordnung im DQR
Zerspanungsmechaniker/ Zerspanungsmechanikerin
DQR 4