Berufe A bis Z

Fachkraft für Lebensmitteltechnik

Welche Arbeitsgebiete sind typisch für den Beruf?

Fachkräfte für Lebensmitteltechnik arbeiten in Betrieben sämtlicher Branchen der Lebensmittelindustrie, zum Beispiel der Getränke-, Fleisch-, Süßwaren-, Nährmittel- sowie der Obst und Gemüse verarbeitenden Industrie.

Welche beruflichen Fähigkeiten werden erlangt?

Die Berufsausbildung gliedert sich in:

  • Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,
  • Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
  • Umweltschutz,
  • betriebliche und technische Kommunikation,
  • Qualitätsmanagement,
  • Auftragsannahme, Arbeitsplanung und -organisation,
  • Bereitstellen und Vorbereiten von Roh-, Zusatz-, Hilfsstoffen und Halbfabrikaten,
  • Steuern von Produktionsprozessen,
  • Bereitstellen und Einsetzen von Verpackungsmaterialien sowie Verpacken von Produkten,
  • Lagern von Materialien und Produkten,
  • Reinigen, Pflegen und Warten von Geräten, Maschinen und Anlagen.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Regelausbildungszeit ist 3 Jahre (36 Monate).

Nach welcher Ausbildungsordnung wird ausgebildet?

Die Rechtsgrundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik vom 28.10.2013
Inkrafttreten: 06.11.2013

Welche ist die zuständige Berufsschule?

Für Ausbildungsunternehmen in Landkreisen
Zuständige Berufsschule
Beschulungsform
Brandenburg a.d.H. (BRB)
Havelland (HVL)
Oberhavel (OHV)
Ostprignitz-Ruppin (OPR)
Potsdam (P)
Potsdam-Mittelmark (PM)
Prignitz (PR)
Teltow-Fläming (TF)
Meldeschule: OSZ Ostprignitz Ruppin
Alt Ruppiner Allee 39
16816 Neuruppin

OSZ Ernährung und Lebensmitteltechnik - Emil-Fischer-Schule
Cyclopstr. 1-5
13437 Berlin
Wochenblock

Wie läuft die Prüfung ab?

Die Prüfung findet in zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen, der Zwischenprüfung und der Abschlussprüfung statt. Das Ergebnis der Zwischenprüfung dient der Ermittlung des Ausbildungsstandes.

Zwischenprüfung

Prüfungsfach Dauer und Art Gewichtung
Schriftlicher Teil
180 Minuten
Ermittlung des Ausbildungsstandes
Praktischer Teil
4 Stunden
Ermittlung des Ausbildungsstandes

Abschlussprüfung

Prüfungsfach Dauer und Art Gewichtung
Schriftlicher Teil
300 Minuten
Praktischer Teil
6 Stunden

Ablauf der mündlichen/praktischen Prüfung

Der Prüfling soll im praktischen Teil der Prüfung in drei Arbeitsproben durchführen. Hierfür kommen insbesondere in Betracht:
  • Rüsten, in Betrieb nehmen und Bedienen einer Produktionsmaschine/-anlage sowie Steuern und Überwachen des Produktionsprozesses,
  • Umrüsten, in Betrieb nehmen und Bedienen einer Verpackungsmaschine/-anlage sowie Steuern und Überwachen des Verpackungsprozesses und
  • Durchführen von mindestens einer Qualitätskontrolle und Beurteilen von Roh-, Zusatz-, Hilfsstoffen, Halbfabrikaten und Fertigprodukten.
Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er Mittel der Kommunikation anwenden sowie Gesichtspunkte der Hygiene, der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit, des Umweltschutzes und der Wirtschaftlichkeit berücksichtigen kann.

Zusatzqualifikation

Laut Ausbildungsordnung ist keine Zusatzqualifikation möglich.

Wann findet die Prüfung statt?

Die Prüfungszeitpunkte sind in der Ausbildungsordnung geregelt:
Prüfungsteil Prüfungszeitpunkt
Zwischenprüfung
vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahr
Abschlussprüfung
am Ende der Berufsausbildung
Die Prüfungszeitpunkte werden durch die zuständige Stelle (IHK Potsdam) festgelegt. Die festgelegten Prüfungszeitpunkte werden mit Eintragungsbestätigung des Ausbildungsvertrages mitgeteilt.
Die schriftliche Prüfung findet an bundeseinheitlichen Terminen statt. Informationen zu Prüfungsterminen: AKA/PAL
Die Termine der mündlichen/praktischen Prüfung teilt die zuständige Stelle (IHK Potsdam) 4-6 Wochen vor Termin mit.

Wie ist der Berufsabschluss dem Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) zuzuordnen?

Dieser Abschluss ist im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) dem Niveau 4 zugeordnet.

Welche Fortbildungsmöglichkeiten habe ich?

Fortbildung Einordnung im DQR
DQR 6
DQR 6