Wirtschaft. Mach es in Brandenburg

Leitbild der IHK Potsdam

Unser Leitbild ist die verbindliche Grundlage unserer Arbeit und wurde 2025 in Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenämtlern der IHK Potsdam erarbeitet und beschlossen.
WER WIR SIND
Wir sind das größte Netzwerk der Brandenburger Wirtschaft.
Wir vertreten die Interessen der gewerblichen Wirtschaft und unterstützen diese im dynamischen Wirtschaftsraum Westbrandenburg: vor Ort, engagiert und partnerschaftlich.
Wir sind Dienstleister mit hoheitlichen Aufgaben und vielfältigen Serviceangeboten. Alle unsere Leistungen erbringen wir kundenorientiert, unternehmensnah, unbürokratisch, rechtssicher, effizient und transparent.
Wir profitieren vom Engagement der knapp 2.000 ehrenamtlich aktiven Menschen: Unternehmerinnen, Unternehmer und Lehrkräfte. Im Zusammenspiel von Ehrenamt und Hauptamt liegt unser Erfolg begründet. Gemeinsam bilden wir das Team der IHK Potsdam.
Wir unterstützen über 85.000 Unternehmen vor Ort mit Fachwissen, Netzwerken und unserem Engagement.
WOFÜR WIR STEHEN
Alles Handeln erfolgt überparteilich und auf Basis unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung. Wir stehen für eine offene Gesellschaft, für Toleranz, Miteinander, Vielfalt und Internationalität.
Wir vertreten die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft.
Unser Handeln basiert auf Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Nachhaltigkeit und dem Blick in die Zukunft – im Sinne der ehrbaren Kaufleute.
Wir vertreten die Interessen der Wirtschaft gegenüber der Politik und verbinden Unternehmen mit Politik und Verwaltung.
Wir sind Impulsgeber für unsere Unternehmen, ihr Dienstleister und ihr Netzwerk.
WAS WIR TUN
Wir vertreten das Gesamtinteresse der Westbrandenburger Wirtschaft. Als erste Ansprechpartnerin der Westbrandenburger Wirtschaft machen wir Erfolge möglich: durch kompetente Beratung, aktive Vernetzung und engagierte Vertretung.
Wir handeln als Ermöglicherin und Unterstützerin, als serviceorientierte Partnerin, nahe an den Bedürfnissen der Unternehmen.
Wir machen uns stark für wachstumsorientierte Rahmenbedingungen und wir sind eine faire und kritische Partnerin für Politik und Verwaltung.
Wir übernehmen Aufgaben vom Staat für die Wirtschaft und unterstützen unsere Mitglieder vor Ort: aktiv, effizient und verbindlich.
Unsere Mission
Wir sorgen dafür, dass die Gesamtinteressen der regionalen Wirtschaft gehört, verstanden und umgesetzt werden.
Wir erfüllen unsere hoheitlichen Aufgaben transparent, effizient und verantwortungsvoll.
Wir stärken und fördern unternehmerisches Handeln.
Wir schaffen Räume für Dialog, Kooperation und Vertrauen, um Netzwerke zu stärken – regional, national, international.
Um die im Leitbild beschriebenen Aufträge und Ansprüche an unsere Arbeit für die Westbrandenburger Wirtschaft umzusetzen, haben wir eine Handlungsstrategie entwickelt.
Sie formuliert Zielbilder und definiert unseren Beitrag, um die Westbrandenburger Wirtschaft und ihre Interessen in einem dynamischen Umfeld zu vertreten, zu unterstützen und zu vernetzen – lokal, auf Landes-, Bundes-, Europa- und internationaler Ebene.
Auf dieser Grundlage haben wir sechs zukunftsorientierte Handlungsfelder benannt und mit strategischen Zielbildern konkretisiert. Sie geben den Rahmen für unser Handeln vor und leiten die langfristige strategische Ausrichtung der Arbeit der IHK Potsdam. Die beschriebenen Beiträge zeigen auf, mit welchen Mitteln, Maßnahmen und Initiativen wir kurz- und mittelfristig Ergebnisse erzielen. Sie werden regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.

1. Wettbewerbsfähige Standortbedingungen - Attraktivität erhöhen

Die strategischen Ziele

1.1 Leistungsfähige Infrastruktur - zügig modernisiert

Verkehrswege zu Land, Wasser und Luft sind modern, zuverlässig und bedarfsgerecht. Die Energie- und Digitalnetze sind leistungsfähig, bezahlbar und nachhaltig. Planungs- und Genehmigungsverfahren sind effizient und ermöglichen die schnelle Umsetzung von Infrastrukturprojekten.
  • Erfassen, Aufbereiten und Einbringen der Bedarfe der Unternehmen in den Dialog mit Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Branchenakteuren
  • Beschleunigen von Planungs- und Genehmigungsprozessen einfordern
  • Sichtbarmachen von Beispielen guter Praxis für leistungsfähige Infrastruktur
  • Setzen von Impulsen für eine resiliente und zukunftssichere Infrastruktur

1.2 Effizienz ermöglichen – Bürokratieabbau und Digitalisierung voranbringen

Politik und Verwaltung sorgen für planbare, effiziente Prozesse. Bürokratie ist spürbar abgebaut, Unternehmen können sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Unternehmen und Verwaltung nutzen konsequent digitale Lösungen. Prozesse sind vereinfacht, sicher und transparent. Dadurch sind spürbare Entlastungen, Effizienzgewinne und neue Wachstumschancen entstanden. Künstliche Intelligenz ist in Unternehmen und Verwaltung etabliert. Innovationen entstehen schneller und die Region ist ein attraktiver Standort für zukunftsfähige Geschäftsmodelle und neue Technologien.
  • Adressieren der Dringlichkeit zur umfassenden Vereinfachung von Prozessen
  • Vorantreiben von konkreten Vorschlägen und Lösungen zur Reduzierung von Vorschriften, Pflichten und bürokratischen Abläufen
  • Einbringen von konstruktiven und praxisnahen Vorschlägen zur Reduktion von Bürokratie und zur Etablierung digitaler Verwaltungsprozesse
  • Lotsenfunktion und Erstberatung: Informieren zu Förderprogrammen, Netzwerken, KMU-Praxisbeispielen, Einsatzoptionen neuer Technologien und digitalen Geschäftsmodellen sowie Cyber-Sicherheit und KI-Nutzung
  • Durchführen von Fachveranstaltungen und Webinare zu Digitalisierungs- und Innovationsthemen sowie Aufbereiten und Vermitteln von Expertenwissen zur digitalen Transformation und funktionierenden Prozessen

1.3 Wissenschaftsstandort ausbauen – innovativ und vernetzt

Westbrandenburg ist ein anerkannter Standort für Wissenschaft und Innovation. Forschung und Wirtschaft kooperieren eng. Der Wissenstransfer funktioniert und führt zu marktfähigen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen. Unternehmen profitieren von praxisnaher Forschung, Hochschulen und Forschungseinrichtungen von Kooperationen mit der Wirtschaft.
  • Fördern und Sichtbarmachen der regionalen Innovationspotenziale aus Wissenschaft und Wirtschaft
  • Stärken, langfristiges Etablieren und Begleiten von Wirtschaft-Wissenschaft-Transfer und Vernetzung
  • Gewinnen von Studierenden aus dem In- und Ausland für regionale Arbeits- und Karrieremöglichkeiten
  • Informieren von Unternehmen über Potenziale und Perspektiven internationaler Nachwuchskräfte
  • Einsetzen für die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung sowie für die Durchlässigkeit im Deutschen Qualifikationsrahmen

1.4 Regionale Potenziale heben – Wertschöpfung und Lebensqualität

Westbrandenburg bietet attraktive, bezahlbare Flächen für Wirtschaft und Wohnen, Stadt und Land entwickeln sich ausgewogen und die Innenstädte bilden lebendige Zentren. Die Landschaft und Kultur der Region schaffen besondere Erlebnisse für Anwohner und Gäste. So werden regionale Wertschöpfung, Lebensqualität und Standortattraktivität nachhaltig gesichert.
  • Einsetzen für die nachhaltige Nutzung bestehender Flächen und die bedarfsgerechte Entwicklung neuer Gewerbe- und Wohngebiete
  • Voranbringen leistungsfähiger Verkehrs- und Infrastrukturanbindungen zur Stärkung eines ausgewogenen Wirtschaftsraums
  • Vertiefen der Zusammenarbeit zwischen städtischen und ländlichen Akteuren und Bilden von Synergien
  • Sichtbarmachen und Stärken regionaler Wertschöpfungsketten
  • Begleiten und Fördern lebendiger und zukunftsfähiger Innenstädte

2. Interessen vertreten – Impulse setzen – Einfluss nehmen

Die strategischen Ziele

2.1 Präsent vor Ort – lokale, kommunale, regionale Interessen aufnehmen und stärken

Die IHK Potsdam ist die erster Ansprechpartnerin für die Wirtschaft vor Ort. Durch ihre Regionalcenter im Flächenland, durch Dialogformate und Netzwerke bringt sie Unternehmen, Politik, Verwaltung und Wissenschaft zusammen. Als Teil der regionalen Wirtschaft stärkt sie den Standort, baut Hürden ab und eröffnet Räume für Innovation, Zusammenarbeit und Wachstum.
  • Stärken der lokalen Präsenz und Multiplikatorenfunktion der IHK
  • Identifizieren und Kommunizieren regionaler Bedarfe gegenüber Politik und Verwaltung
  • Initiieren und Begleiten bedarfsgerechter Netzwerke
  • Fördern von Austausch und Kooperation zwischen Unternehmen, Wissenschaft und Verwaltung
  • Darstellen des Leistungsspektrums der IHK und Einsetzen für ein gutes Unternehmerbild in der Öffentlichkeit

2.2 Einfluss im Land – wirtschaftliche Interessen auf Landesebene vertreten

Die IHK Potsdam ist eine starke Partnerin der Landespolitik. Sie bringt die fachliche Expertise und Perspektiven der Westbrandenburger Unternehmen früh in landespolitische Planungen ein, setzt klare Impulse und gestaltet eine zukunftsorientierte Wirtschafts-, Bildungs- und Landesentwicklungspolitik mit.
  • Mitarbeiten in der Landesarbeitsgemeinschaft der IHKs
  • Übernahme der Federführung relevanter Themen für Brandenburg
  • Kontinuierlicher Austausch mit Politik und Verwaltung
  • Mitwirken an der Entwicklung von Landesstrategien und Richtlinien
  • Begleiten von Landesgesetzgebungsverfahren

2.3 Einsatz im Bund – nationale Interessenvertretung wahrnehmen

Die IHK Potsdam bringt die wirtschaftlichen Interessen Westbrandenburgs überzeugend in die Bundespolitik ein. Durch den engen Austausch mit Entscheidungsträgern und Stakeholdern verankert sie regionale Themen auf der nationalen Agenda und sorgt dafür, dass die Stimme der Unternehmen in Berlin gehört wird.
  • Gestalten und Einbringen der regionalen Interessen in Berlin
  • Einbringen regionaler Themen in die Agenda der DIHK
  • Austausch und Vernetzung auf Bundesebene mit Politik und weiteren Stakeholdern
  • Einbringen der Interessen der neuen Bundesländer in bundesweiten Allianzen

2.4 Vernetzt in der Welt – europäische und internationale Interessenvertretung ausbauen

Westbrandenburg ist in Europa und weltweit vernetzt. Die IHK stärkt den europäischen Gedanken, pflegt internationale Partnerschaften und versorgt Unternehmen mit kompetenten Informationen zu Außenwirtschaftsthemen. So profitiert die Region von strategischen Partnerschaften und einem starken europäischen und internationalen Verbund.
  • Verstärktes Einsetzen für regionale Interessen durch Präsenz in Brüssel
  • Beteiligen an internationalen Verbünden, Fachveranstaltungen und Foren
  • Fördern fairer Rahmenbedingungen für Export und Import
  • Engagement für gut entwickelte grenzüberschreitende Handelsbeziehungen

3. Fachkräfte entwickeln – vielfältige Potenziale nutzen

Die strategischen Ziele

3.1 Berufliche Bildung ausbauen – Orientierung bieten

Die IHK Potsdam ist eine der zentralen Partnerinnen bei der Konzeption und Umsetzung der Beruflichen Orientierung im Land Brandenburg. Die Qualität, die Substanz und die mit der Dualen Ausbildung verbundenen Perspektiven sind als attraktiver beruflicher Weg gesellschaftlich anerkannt. Die IHK Potsdam vernetzt junge Menschen mit den Unternehmen und steht als zentrale Ansprechpartnerin für die Berufliche Bildung bereit.
  • Stärken der beruflichen Orientierung in allen Schulformen
  • Ausbauen der Schule-Wirtschaft-Kooperation und Stärken der Beruflichen Bildung im schulischen Curriculum
  • Erkennen und Ansprechen vielfältiger Zielgruppen und Vernetzen mit den Unternehmen
  • Bereitstellen zielgruppenspezifischer Instrumente zur Unterstützung und Vernetzung
  • Vermitteln gezielter und konstanter Informationen an Unternehmen, Lehrkräfte und Multiplikatoren

3.2 Duale Ausbildung stärken – Chancen fokussieren

Die Duale Ausbildung ist eines der wichtigsten Instrumente der westbrandenburgischen Wirtschaft, um den eigenen Fachkräftebedarf in erheblichem Maße zu sichern. Die Duale Ausbildung im eigenen Unternehmen sichert gut qualifizierte Fachkräfte. Der Einsatz der IHK Potsdam für die stetige Verbesserung von Qualität, Struktur und Image der Dualen Ausbildung hat diese maßgeblich gestärkt.
  • Ausbauen niedrigschwelliger Zugänge zu Beratung, Begleitung und Information rund um die Duale Ausbildung für Ausbildungsbetriebe und Auszubildende
  • Bewerben der Dualen Ausbildung und der daraus resultierenden Karrieremöglichkeiten
  • Organisieren einer mehrwertorientierten Vernetzung und Zusammenarbeit der beteiligten Partner und Akteure an der Dualen Ausbildung (Ausbildungsbetriebe, berufliche Schulen, Schulen, Unterstützungssystem)
  • Bereitstellen einer unkomplizierten, digitalen Umsetzung aller Ausbildungsangelegenheiten
  • Bekanntmachen von Stipendien zur Besten- und Begabtenförderung und Unterstützungsmaßnahmen während der Ausbildung

3.3 Fachkräfte entwickeln – Fort- und Weiterbildungsinstrumente ausbauen

Die IHK Potsdam hat die Berufliche Fort- und Weiterbildung als ein wichtiges Instrument der Fachkräfteentwicklung und -sicherung auf allen Ebenen und für vielfältige Zielgruppen weiterentwickelt, ausgebaut und gestärkt. Die Angebote orientieren sich an den sich ändernden Bedarfen.
  • Gezieltes Beraten von Betrieben und Interessierten zu den Rahmenbedingungen: passende Angebote darstellen und (Landes-)Fördermöglichkeiten aufzeigen
  • Entwickeln begleitender Beratungs- und Förderkonzepte, Sachkunde- und Prüfverfahren für unterschiedliche Zielgruppen
  • Bekanntmachen und Bereitstellen von Zugängen zu Weiterbildungsangeboten und -plattformen sowie das Etablieren von öffentlichen Lernräumen
  • Entwickeln und Beraten zu Kompetenzfeststellungs- und Validierungsverfahren, Teilqualifizierungsoptionen sowie Maßnahmen der Begabtenförderungen
  • Einsetzen für die Finanzierungsgerechtigkeit für die berufliche Fort- und Weiterbildung gegenüber der Finanzierung der akademischen Bildung

3.4 Ausländische Fachkräfte gewinnen – vor Ort und international

Westbrandenburg ist als attraktiver Standort für Fach- und Arbeitskräfte aus dem Ausland etabliert. Durch gezielte Zuwanderung wurden die wachsenden Fachkräftebedarfe nachhaltig gedeckt. Eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der infrastrukturellen Voraussetzungen, die enge Zusammenarbeit relevanter Akteure sowie eine gelebte Willkommenskultur haben die Integration spürbar erleichtert. Unternehmen erhalten gezielte Unterstützung und zugewanderte Arbeitskräfte finden schnell Zugang zu Ausbildung und Beschäftigung.
Unser Beitrag
  • Zusammenbringen von Unternehmen und geeigneten Bewerbergruppen
  • Orientierung bieten, betriebliche Integrationsangebote einbringen und gezielt an passende Anlaufstellen vermitteln
  • Beratung zu und Umsetzung von Anerkennungsverfahren ausländischer Abschlüsse und Validierungsverfahren beruflicher Kompetenzen
  • Gewinnen geeigneter Gruppen für eine berufliche Ausbildung oder für andere Optionen des Einstiegs in die berufliche Bildung (Praktika, Einstiegsqualifizierung)
  • Etablieren von Teilqualifizierungen als Einstieg in den Arbeitsmarkt

4. Unternehmertum stärken – unsere Zukunft sichern

Die strategischen Ziele

4.1 Nachfolge als Chance – Wege ins Unternehmertum aufzeigen

Die IHK Potsdam begleitet als zentrale Partnerin und Impulsgeberin den Weg ins Unternehmertum. Der Erhalt und die Weiterführung unserer Unternehmen sichern Know-how, Arbeitsplätze und Wachstum in Westbrandenburg. Die IHK Potsdam unterstützt inhabergeführte kleine und mittlere Unternehmen frühzeitig, kompetent und vernetzend bei der Entwicklung passender Nachfolgelösungen.
  • Begleiten und unterstützen von Unternehmensnachfolgeprozessen – durch Fahrpläne, Checklisten und Matching-Tools
  • Persönliches und individuelles Beraten von Nachfolgeprozessen
  • Aufzeigen der vielfältigen Wege ins Unternehmertum und gangbaren Karrierewege
  • Präsentieren von Best-Practice-Beispielen inhabergeführter Unternehmen

4.2 Gründung in der Region – strukturelle Vielfalt systematisch unterstützen

Existenzgründung und Start-ups treiben Innovation voran und stärken die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaftsregion. Die Region bietet attraktive Zugänge ins Unternehmertum durch eine gut vernetzte Gründungslandschaft und praxisnahe Unterstützungsangebote. Existenzgründung ist eine relevante Karriereoption für junge Menschen und wird als erstrebenswerte Perspektive von der Gesellschaft breit anerkannt.
  • Persönliches und individuelles Beraten und Begleiten von Gründungsprozessen
  • Bereitstellen von Geschäftsmodell-Checks
  • Bekanntmachen des regionalen Gründungsnetzwerks und des Businessplan-Wettbewerbs
  • Einwirken auf die Verbesserung von Rahmenbedingungen für Gründungen von Unternehmen in Bezug auf Flächen, Finanzierung, Förderung und Personalgewinnung
  • Fördern unternehmerischen Denkens und Stärken kreativer und neuer technologischer Ansätze für innovative Lösungen

4.3 Unternehmer sein – Verantwortung tragen – Demokratie stärken

Die Unternehmen im Kammerbezirk der IHK Potsdam sind mit ihrem verantwortungsvollen Handeln für ihren Standort eine starke Säule der Brandenburger Wirtschaft. Ihr Engagement trägt damit zum Bestehen unserer freiheitlich-demokratischen Ordnung bei, die sich auch in der Struktur der IHK wiederfindet. Die ausschließlich durch die Kammermitglieder gewählte Vollversammlung der IHK bildet das „Parlament der Wirtschaft“. Hier bringen Unternehmen aller Branchen und Regionen ihr Wissen, ihre Erfahrungen und Perspektiven ein, benennen Positionen zu wirtschaftspolitischen Fragen und gestalten so die Arbeit der IHK Potsdam für die Westbrandenburger Wirtschaft aktiv mit. Die gelebte Selbstverwaltung der Wirtschaft stärkt das Vertrauen in die Institutionen. Transparente Kommunikation und die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Ehren- und Hauptamt laden zur Beteiligung ein.
  • Verständliches und transparentes Kommunizieren der Entscheidungen der Vollversammlung und ihrer Strukturen
  • Gewinnen engagierter Unternehmen für die Vollversammlung und Gremienarbeit
  • Intensivieren der Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsjunioren, um die Sicht- und Herangehensweisen junger Unternehmerinnen und Unternehmer stärker einzubeziehen
  • Kommunizieren der Werte und der Verantwortung des Unternehmertums

4.4 Unternehmertum erlebbar machen – Vorbilder zeigen

Unternehmertum steht für Verantwortung, Gemeinwohl und Sinnstiftung. Eigenverantwortung als unternehmerisches Grundprinzip ist in Schulen, Hochschulen, Weiterbildung und in der Öffentlichkeit positiv besetzt. Unternehmertum wird auf dem ganzen Bildungsweg mitgedacht und ist in allen Lernorten sichtbar. Unternehmen werden als verantwortungsvolle, die Strukturen stabilisierende, innovationsunterstützende Akteure wertschätzend anerkannt.
  • Einsetzen für wirtschaftliche Bildung, die unternehmerisches Handeln bestärkt, fördert und vorlebt
  • Präsentieren authentischer und vielfältiger Unternehmer-Portraits, die auch Chancen und Risiken unternehmerischen Handelns darstellen

5. Unternehmerische Resilienz stärken – Wandel gestalten

Die strategischen Ziele

5.1 Entwicklung erkennen – Orientierung geben

Globale und regionale Entwicklungen werden frühzeitig sichtbar gemacht. Unternehmen erhalten Orientierung für ihre Entscheidungen. Politik und Verwaltung werden über die Lage der Wirtschaft informiert und für die Herausforderungen sensibilisiert.
  • Durchführen regelmäßiger Konjunktur- und Sonderumfragen
  • Aufbereiten der Umfrageergebnisse als Seismograf der regionalen Wirtschaft
  • Gezieltes Informieren von Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit
  • Herausarbeiten und klares Adressieren der relevanten Themen und Handlungsbedarfe

5.2 Zukunftsfähige Allianzen entwickeln – neue Wege gemeinsam gehen

Westbrandenburger Unternehmen profitieren von einem attraktiven, innovationsfreundlichen Standort und nutzen ihn gezielt, um national und international zu wachsen. Sie erschließen neue Märkte und entwickeln international wettbewerbsfähige Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle. Durch starke Partnerschaften, strategische Allianzen und gezielte Vernetzung mit relevanten Akteuren steigern sie ihre Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft. Die IHK Potsdam unterstützt Westbrandenburger Unternehmen praxisnah bei der Internationalisierung und Skalierung, indem sie den Zugang zu Internationalisierungsmaßnahmen, Netzwerken, Fachwissen und Förderinstrumenten ermöglicht.
  • Praxisnahes Informieren und Beraten zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit sowie Unterstützung im Dialog mit Politik und Verwaltung
  • Unterstützen bei der Navigation durch internationale Handelsregeln und Vorschriften sowie Beglaubigen von Zoll- und Außenwirtschaftsdokumenten
  • Zugang zu Informationen und Kontakten aus dem weltweiten AHK-Netzwerk mit 150 Standorten aufbereiten und zielgenau an die Unternehmen kommunizieren
  • Ausbau der Außenwirtschaftsservices wie Messen, Delegationsreisen, Fachkonferenzen und Netzwerktreffen sowie Empfang von Incoming-Delegationen
  • Einsetzen für Förderangebote auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene

5.3 Transformation begleiten – Nachhaltigkeit fördern

Die Unternehmen in Westbrandenburg haben sich erfolgreich auf den Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Innovationskraft eingestellt. Wirtschaftliches Handeln verbindet Wettbewerbsfähigkeit mit Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft.
  • Fördern des Bewusstseins für die Bedeutung von Klimaschutz, Energieeffizienz und Ressourcenschonung für die betriebliche Zukunftsfähigkeit
  • Bewerten und Einschätzen von Investitionsvorhaben unter betriebswirtschaftlichen unternehmensbezogenen Aspekten
  • Bereitstellen von Informationen und Beraten zu Transformationsprozessen
  • Einbinden von Unternehmen in Netzwerke und Austauschformate
  • Hinweisen der Politik auf notwendige Rahmenbedingungen für Transformation

6. IHK zukunftsfähig weiterentwickeln – unternehmerisch denken

Die strategischen Ziele

6.1 Das Team der IHK – die besten Köpfe für die Wirtschaft

Die IHK Potsdam bietet zeitgemäße, anspruchsvolle Arbeitsplätze und ist eine verlässliche, offene und attraktive Arbeitgeberin, die die Weiterentwicklung ihrer Mitarbeitenden unterstützt. Die Unternehmenskultur der IHK Potsdam ist geprägt durch Vertrauen, Offenheit und ein wertschätzendes Miteinander, das stets nach Lösungen sucht.
  • Bereitstellen von zukunftssicheren Arbeitsplätzen, die den Anforderungen der modernen Arbeitswelt entsprechen
  • Hohe Priorität für Wissenstransfer, Weiterbildungs- und Vernetzungsaktivitäten der Mitarbeitenden in die Unternehmenskultur implementieren
  • Offenheit und Flexibilität hinsichtlich veränderter Arbeitnehmeransprüche
  • Sichtbarmachen von Perspektiven und Potenzialen für Karriere durch das große, leistungsstarke IHK-Netzwerk

6.2 Mehrwert bieten – Services digital und persönlich gestalten

Unsere Mitgliedsunternehmen sind unsere Kunden und erhalten ein zeitgemäßes Serviceangebot. Neben hoheitlichen Leistungen bietet die IHK bedarfsorientierte Leistungen für die Mitgliedsunternehmen und greift neue Themen und Aufgaben auf. Die IHK Potsdam hat alle Angebote digital und sicher zugänglich gemacht und somit auch Standards für eine zügige Transformation in Verwaltung und Unternehmen gesetzt.
  • Regelmäßiges Überprüfen und bedarfsgerechtes Weiterentwickeln der Methoden, Angebote, Tools und Arbeitsprozesse
  • Vorangehen beim Ausbau digitaler Services und Leistungen wie z. B. #BBO (digitale Abwicklung des kompletten Ausbildungsprozesses inklusive Vertrag, Zeugnisse und Kommunikation)
  • Ausbauen der Vor-Ort-Präsenz der IHK und damit der persönlichen Beratung und der Interessensvertretung
  • Zielgruppengenaues Kommunizieren unserer Leistungen und Aktivitäten
  • Identifizieren, Auswählen und bedarfsgerechtes Einsetzen digitaler Instrumente in den Fachbereichen zur Erzeugung von Informationsmehrwert und Vernetzung

6.3 Fokusthemen – die Lage im Blick

Die IHK Potsdam reagiert flexibel auf sich ändernde Rahmenbedingungen und definiert bedarfsgerecht zusätzliche Handlungsfelder. Durch das gute Zusammenspiel von Ehren- und Hauptamt fließt das praxisnahe Wissen der Unternehmen frühzeitig ein, um kurzfristige Handlungsbedarfe zu erkennen und zu lösen. Die IHK Potsdam bündelt damit Signale aus Vollversammlung, Präsidium und Gremien und übersetzt sie in klare Positionen und wirksame Maßnahmen.
  • Bündeln der Signale aus dem Ehrenamt zur Ermittlung eines aktuellen Lagekompasses bzw. zum Monitoring der Ausgangslage
  • Identifizieren potenzieller Fokusthemen und kurzfristige Umsetzung