Rheinhessens Industrie trotzt der Krise
Die Industrie steht unter Druck. Arbeitsplätze werden abgebaut, 2025 gab es in der Branche bundesweit so viele Insolvenzen wie seit zwölf Jahren nicht mehr. Auch in Rheinhessen üben die Unternehmen Kritik an den Rahmenbedingungen – und stemmen sich zugleich gegen die Krise. Das ist entscheidend – denn wenn die Industrie krankt, hat dies gravierende Folgen für die gesamte Wertschöpfung.
Zum Jahresstart bildete die Industrie beim Geschäftsklimaindex das Schlusslicht. Der von der IHK erhobene Gradmesser für die wirtschaftliche Entwicklung lag für die Branche in Rheinhessen bei 84 Punkten – zehn Punkte unter dem Durchschnitt, 16 Punkte unter der Wachstumsschwelle. Für den Frühsommer ist der Branchenindex zwar immerhin stabil geblieben – ein Zeichen für Entwarnung ist das aber nicht. IHK-Hauptgeschäftsführerin Karina Szwede zeichnet ein differenziertes Bild: Während die Biotechnologie zu den Treibern der wirtschaftlichen Entwicklung Rheinhessens zählt, bereite die energieintensive Industrie Sorgen. „Hohe Energiepreise und unsichere Rahmenbedingungen setzen diese Betriebe besonders unter Druck. Hier geht es nicht nur um einzelne Unternehmen, sondern um industrielle Wertschöpfungsketten insgesamt. Wenn diese erodieren, hat das Folgen für den gesamten Standort.“
Das zeigt sich auch an den Arbeitsplätzen: Zurzeit werden branchenübergreifend in Rheinhessen nur noch so viele Stellen angeboten wie zu Beginn der Corona-Pandemie, stellt Heike Strack, Chefin der Mainzer Arbeitsagentur, fest. „Allerdings sind wir hier in Rheinhessen immer noch etwas besser dran als andere Regionen, da wir keine Monostrukturen haben – wir leben von einer sehr differenzierten industriellen Besetzung.“ Ein klarer Standortvorteil: Die industrielle Basis von Rheinhessen ist breit.
Viele Dienstleister, gute Transportwege
Ein weiteres Plus: die Lage. „In Zeiten disruptiver Lieferketten ist es gut, einen Standort vor Ort zu haben, der kurzfristig erreichbar ist und innerhalb eines gewissen Kostenrahmens produzieren kann“, sagt Judith Wedlich-Blender, COO bei Lufthansa Technik Aero in Alzey. „Der Standort zwischen den beiden Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar bietet uns ausgezeichnete infrastrukturelle und logistische Bedingungen“, sagt auch Dr. Robert Weber, Standortleiter Worms beim Chemie- und Kunststoffunternehmen Röhm.
Auch die enge Verknüpfung der Unternehmen in der Region über verlässliche Lieferketten stärke den Industriestandort. So würden effiziente Kooperationen und reibungslose Abläufe erleichtert, stellt Weber fest. Ein Beispiel: Für die Produktion von mehrschichtigen Schutzfolien für Fensterrahmen liefert Röhm Plexiglas-Formmassen an Renolit, ebenfalls ein Wormser Unternehmen. Dort entstehen daraus mehrschichtige Schutzfolien, die wiederum an die Profine GmbH in Rheinland-Pfalz gehen, einen Hersteller von Fensterprofilen.
Und was braucht Rheinhessen, um Industrie-Standort zu bleiben? „Industrieflächen, Förderangebote, Reduzierung von Bürokratie, wettbewerbsfähige Energiepreise“, listet Salvatore Ruggiero auf, Vice President Marketing and Communication, beim Mainzer Spezialglas-Unternehmen Schott. Auch mehr bezahlbarer Wohnraum würde der Region helfen.
Wer sich sein Mineralwasser gern aus Glasflaschen mit Aluminiumdeckel ins Schott-
Glas einschenkt, hat wahrscheinlich häufiger ein Produkt von Guala Closures in der Hand. Drei Milliarden Verschlüsse produziert das italienische Unternehmen mit weltweit knapp 40 Standorten pro Jahr. Peter Kürschner, Geschäftsführer der Guala Closures Deutschland GmbH aus Worms, sieht viel Positives am Industriestandort Rheinhessen: Viele der aktuell knapp 150 Mitarbeiter seien schon lange dabei, was auch für die Lebensqualität spricht. Auch das Qualifikationsniveau der Arbeitskräfte in Rheinhessen sei hoch.
Glas einschenkt, hat wahrscheinlich häufiger ein Produkt von Guala Closures in der Hand. Drei Milliarden Verschlüsse produziert das italienische Unternehmen mit weltweit knapp 40 Standorten pro Jahr. Peter Kürschner, Geschäftsführer der Guala Closures Deutschland GmbH aus Worms, sieht viel Positives am Industriestandort Rheinhessen: Viele der aktuell knapp 150 Mitarbeiter seien schon lange dabei, was auch für die Lebensqualität spricht. Auch das Qualifikationsniveau der Arbeitskräfte in Rheinhessen sei hoch.
Die industrielle Infrastruktur, sagt Kürschner, zeichnet den Industrie-Standort Rheinhessen aus. Der Geschäftsführer denkt dabei insbesondere an die vielen kleinen und mittleren Unternehmen im Radius von etwa einer Stunde Fahrtzeit, von Handwerksbetrieben bis zu industriellen Dienstleistern. „Im Bereich Metallverarbeitung gibt es weltweit zwei Regionen mit diesem Vorteil“, sagt Kürschner. „Zu allem, was Sie brauchen, gibt es eine Firma in der näheren Umgebung. Das gilt für anderer Verarbeiter sicher genauso. Wir sind eine industriell starke Region mit vielen Dienstleistern – und guten Transportwegen.“
IHK sieht Handlungsdruck bei Infrastruktur
Wobei diese keine Selbstverständlichkeit sind. „Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur seit den 1970er Jahren und die günstige Topografie sorgen dafür, dass Unternehmen ihre Standorte
gut und schnell erreichen können. Das ist ein echter Pluspunkt im Wettbewerb“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführerin Karina Szwede. „Gleichzeitig sehen wir klaren Handlungsdruck: Teile der Straßeninfrastruktur sind sanierungsbedürftig, zentrale Projekte wie der Ausbau des Mainzer Rings und die Modernisierung von Brücken dulden keinen Aufschub. Bei der Schiene zeigt sich ein strukturelles Defizit: Verbindungen konzentrieren sich auf die Rheinachse sowie die Strecke Alzey-Mainz und sind zudem nicht immer zuverlässig.“
gut und schnell erreichen können. Das ist ein echter Pluspunkt im Wettbewerb“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführerin Karina Szwede. „Gleichzeitig sehen wir klaren Handlungsdruck: Teile der Straßeninfrastruktur sind sanierungsbedürftig, zentrale Projekte wie der Ausbau des Mainzer Rings und die Modernisierung von Brücken dulden keinen Aufschub. Bei der Schiene zeigt sich ein strukturelles Defizit: Verbindungen konzentrieren sich auf die Rheinachse sowie die Strecke Alzey-Mainz und sind zudem nicht immer zuverlässig.“
Es gibt eine Reihe Faktoren, die in ihrer Summe das negative Geschäftsklima in der Industrie erklären. „In der Praxis erleben wir vor allem lange Genehmigungsprozesse, hohe bürokratische Anforderungen, steigende Kosten und den zunehmenden Fachkräftemangel als Herausforderungen“, sagt Oliver Langner, Leiter Marketing und Verkauf beim auf Kunststoffmodifikation
spezialisierten Binger Unternehmen Treffert. Mit seiner Forderung nach verlässlichen Rahmenbedingungen und Planungssicherheit steht Langner spiegelbildlich für die gesamte Industrie.
spezialisierten Binger Unternehmen Treffert. Mit seiner Forderung nach verlässlichen Rahmenbedingungen und Planungssicherheit steht Langner spiegelbildlich für die gesamte Industrie.
Robert Weber sieht hierbei insbesondere die Europäische Union in der Pflicht. „Aber auch die gute und effiziente Zusammenarbeit mit den zuständigen lokalen Behörden und schnelle Genehmigungsverfahren sind sehr wichtig“, betont der Standortleiter der Röhm GmbH.
Weniger Bürokratie, niedrigere Kosten
Judith Wedlich-Blender von Lufthansa Technik verweist auf den internationalen Wettbewerb, der aufgrund der relativ hohen Standortkosten und Anforderungen hierzulande nicht ausgeglichen sei. Sie nennt das Thema Parkplätze als „ein Beispiel für Bürokratie, deren Sinn sich nicht immer erschließt“: „Wir wollen weiter wachsen und Mitarbeiter einstellen. Aber die Regularien sind so kompliziert und ausufernd, dass sich neue Parkplätze fast nicht lohnen.“ Dabei gebe auch die Busanbindung des Alzeyer Gewerbegebiets eher Anreize zum Autofahren. Gleichzeitig hebt Wedlich-Blender die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Industrie, Politik, Verwaltung und Verbänden hervor: „Wir haben den Eindruck, dass Dinge wenn möglich schnell entschieden werden.“
Weitere Ansatzpunkte bei den Standortfaktoren: „Mehr Stabilität in den Energiepreisen wäre hilfreich“, stellt Guala-Closures-Geschäftsführer Kürschner fest, „und ein einfacheres Steuersystem. Die Arbeitskosten sind ein Thema, wenn auch nicht das Ausschlag gebende, so lange die Produktivität dazu passt.“ Karina Szwede mahnt zu schnelleren und verlässlicheren Verfahren. „Mehr Runde Tische bei Genehmigungen sind ein konkreter, sofort umsetzbarer Hebel auf kommunaler Ebene“, sagt die IHK- Hauptgeschäftsführerin. „Zugleich braucht es ein klares Bekenntnis der regionalen Politik zum Wirtschaftsstandort. Wirtschaftliche Belange müssen bei Abwägungsprozessen stärker gewichtet werden. Nur wenn Planungssicherheit, Tempo und Verlässlichkeit zusammenkommen, kann Rheinhessen seine Stärken voll ausspielen.“
Globale Unsicherheiten, über Zölle ausgetragene Handelskonflikte inklusive, spürt man im Luftverkehr und damit auch bei der Lufthansa Technik Aero sofort in Gestalt sinkender Nachfrage. Steigende Lohnkosten, die über die Preise nicht durchgängig weiterzureichen sind, werfen branchenübergreifend die Frage der Wettbewerbsfähigkeit auf. Und doch ist das Unternehmen, das
2027 sein viertes Jahrzehnt am Standort Alzey komplett macht, auf Wachstumskurs.
2027 sein viertes Jahrzehnt am Standort Alzey komplett macht, auf Wachstumskurs.
Automatisierung, Effizienzprogramme und Investitionen in Innovation
Die Betriebe sind gefordert und gewillt, sich den Herausforderungen zu stellen. „Wir arbeiten kontinuierlich daran, unser Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen“, sagt Oliver Langner von der Treffert GmbH. „Dabei konzentrieren wir uns stärker auf kundenspezifische, technisch anspruchsvolle und wertschöpfungsstarke Lösungen. Gleichzeitig investieren wir in die Weiterentwicklung
unserer Prozesse, in Digitalisierung und in mehr Transparenz in unseren Abläufen. Auch Themen wie Nachhaltigkeit, Effizienz und eine vorausschauende Kapazitätsplanung spielen für uns eine wichtige Rolle.“
unserer Prozesse, in Digitalisierung und in mehr Transparenz in unseren Abläufen. Auch Themen wie Nachhaltigkeit, Effizienz und eine vorausschauende Kapazitätsplanung spielen für uns eine wichtige Rolle.“
Die Röhm GmbH sieht eine Gemengelage aus hohen Energiekosten, Nachfrage-Flaute und zunehmendem Importdruck. „Um uns zukunftssicher aufzustellen, haben wir an allen deutschen Standorten Effizienzprogramme aufgelegt“, sagt Weber. Es geht um Kosteneffizienz, um die Optimierung der Produktion und internen Prozesse sowie um Investition in nachhaltige Lösungen.
Erst vor drei Jahren wurde ein Innovationszentrum mit mehr als 100 Mitarbeitern für die Entwicklung neuer Produkte und Technologien eröffnet. Auch auf seine überdurchschnittliche Ausbildungsquote von sieben Prozent verweist das Unternehmen mit Stolz.
Erst vor drei Jahren wurde ein Innovationszentrum mit mehr als 100 Mitarbeitern für die Entwicklung neuer Produkte und Technologien eröffnet. Auch auf seine überdurchschnittliche Ausbildungsquote von sieben Prozent verweist das Unternehmen mit Stolz.
Der Verschluss-Hersteller Guala Closures stellt Nachhaltigkeit in den Fokus: „Für uns ist das Thema CO2-Fußabdruck wichtig“, sagt Geschäftsführer Kürschner. „Unsere Kunden legen darauf großen Wert. Wir haben als Gruppe schon vor über zehn Jahren eine Strategie entwickelt, um den Treibhausgas-Ausstoß deutlich zu verringern.“ Lufthansa Technik Aero nennt Automatisierung als weiteres Zukunftsthema: „Als Unternehmen versuchen wir, sinnvoll Kosten einzusparen“, führt Judith Wedlich-Blender aus. „Das geht durch Automatisierung, zum Beispiel den Einsatz von Robotik für logistische Tätigkeiten, und durch Effizienzsteigerung, wobei in manchen Fällen KI zum Einsatz kommt. Wir sind als Luftfahrtindustrie stark reglementiert, aber wir sind auf dem Weg und müssen das auch sein, um im internationalen Wettbewerb mitzuhalten.“
IHK-AUSSCHUSS FÜR INDUSTRIE UND BIOTECHNOLOGIE
Der Ausschuss beschäftigt sich mit Herausforderungen in den Bereichen Energie und Umwelt, mit Standortbedingungen, der Wettbewerbsfähigkeit der rheinhessischen Industrie und der aufstrebenden Biotechnologieregion. Vorsitzender ist Dr. Manfred Pertler, Prokurist bei der De Dietrich Process Systems GmbH aus Mainz.
IHK-Kontakt : Dr. Florian Steidl, Geschäftsführer, Telefon 06721 9141-14, florian.steidl@rheinhessen.ihk24.de.
Der Ausschuss beschäftigt sich mit Herausforderungen in den Bereichen Energie und Umwelt, mit Standortbedingungen, der Wettbewerbsfähigkeit der rheinhessischen Industrie und der aufstrebenden Biotechnologieregion. Vorsitzender ist Dr. Manfred Pertler, Prokurist bei der De Dietrich Process Systems GmbH aus Mainz.
IHK-Kontakt : Dr. Florian Steidl, Geschäftsführer, Telefon 06721 9141-14, florian.steidl@rheinhessen.ihk24.de.
Herr Langner, was zeichnet den Industrie-Standort Rheinhessen aus?
Oliver Langner, Treffert GmbH & Co. KG, Bingen, Leitung Marketing & Verkauf:
Rheinhessen ein attraktiver Industrie-Standort, weil hier vieles zusammenkommt: die zentrale Lage, gute Verkehrswege, die Nähe zu wichtigen Absatzmärkten und eine starke mittelständische Struktur. Für uns als produzierendes Unternehmen ist das ein echter Vorteil, weil wir sowohl Kunden als auch Lieferanten gut erreichen können. Sehr positiv sehen wir auch die Hochschullandschaft mit der Universität Mainz, der Hochschule Mainz und der TH Bingen. Diese Einrichtungen sind wichtig, wenn es um Fachkräfte, Praxisnähe und den Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft geht.
Rheinhessen ein attraktiver Industrie-Standort, weil hier vieles zusammenkommt: die zentrale Lage, gute Verkehrswege, die Nähe zu wichtigen Absatzmärkten und eine starke mittelständische Struktur. Für uns als produzierendes Unternehmen ist das ein echter Vorteil, weil wir sowohl Kunden als auch Lieferanten gut erreichen können. Sehr positiv sehen wir auch die Hochschullandschaft mit der Universität Mainz, der Hochschule Mainz und der TH Bingen. Diese Einrichtungen sind wichtig, wenn es um Fachkräfte, Praxisnähe und den Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft geht.
Frau Szwede, was macht den Industriestandort Rheinhessen so besonders?
Karina Szwede, Hauptgeschäftsführerin der IHK für Rheinhessen:
Rheinhessen überzeugt durch eine breite Branchenstruktur und zahlreiche leistungsstarke mittelständische Unternehmen, die oft im Verborgenen Weltmarktführer sind. Diese Mischung macht die Region widerstandsfähig. Hinzu kommen eine gute Erreichbarkeit und im Vergleich zu anderen Regionen noch moderate Standortkosten. Und: eine lebendige Gründungsszene und ein dynamisches
wirtschaftliches Umfeld.
Rheinhessen überzeugt durch eine breite Branchenstruktur und zahlreiche leistungsstarke mittelständische Unternehmen, die oft im Verborgenen Weltmarktführer sind. Diese Mischung macht die Region widerstandsfähig. Hinzu kommen eine gute Erreichbarkeit und im Vergleich zu anderen Regionen noch moderate Standortkosten. Und: eine lebendige Gründungsszene und ein dynamisches
wirtschaftliches Umfeld.
Herr Kürschner, was braucht es, damit Rheinhessen Industrie-Standort bleibt?
Peter Kürschner, Guala Closures Deutschland GmbH, Worms, Geschäftsführer:
Energie ist ein wichtiges Thema. Wir brauchen erneuerbaren Strom, denn unsere Kunden legen Wert auf einen sinkenden CO2-Fußabdruck. Dann hilft es, wenn Unternehmen Windkraftanlagen zur Deckung ihres Energiebedarfs auch genehmigt bekommen. Ich finde es gut, wenn Politik und Verwaltung sich bei den Unternehmen erkundigen, wie sie die Transformation gestalten.
Energie ist ein wichtiges Thema. Wir brauchen erneuerbaren Strom, denn unsere Kunden legen Wert auf einen sinkenden CO2-Fußabdruck. Dann hilft es, wenn Unternehmen Windkraftanlagen zur Deckung ihres Energiebedarfs auch genehmigt bekommen. Ich finde es gut, wenn Politik und Verwaltung sich bei den Unternehmen erkundigen, wie sie die Transformation gestalten.
Herr Dr. Weber, welche Schwierigkeiten ließen sich mit welchen politischadministrativen Maßnahmen beheben?
Dr. Robert Weber, Röhm GmbH, Standortleiter Worms:
Bürokratiehürden müssen abgebaut und Genehmigungsverfahren deutlich beschleunigt werden. Dies gilt nicht nur für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Unternehmen, sondern gerade auch im Hinblick auf die effektive Umsetzung von Innovationen in der Region. Deutschland darf nicht nur der Ideengeber sein. Wir müssen sicherstellen, dass innovative Technologien auch hier realisiert werden können. Dafür braucht es stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen, wettbewerbsfähige Energiepreise und eine gesicherte Rohstoffversorgung. Besonders wichtig ist jedoch eine bessere Planbarkeit bei den Rahmenbedingungen und den regulatorischen Vorgaben.
Bürokratiehürden müssen abgebaut und Genehmigungsverfahren deutlich beschleunigt werden. Dies gilt nicht nur für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Unternehmen, sondern gerade auch im Hinblick auf die effektive Umsetzung von Innovationen in der Region. Deutschland darf nicht nur der Ideengeber sein. Wir müssen sicherstellen, dass innovative Technologien auch hier realisiert werden können. Dafür braucht es stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen, wettbewerbsfähige Energiepreise und eine gesicherte Rohstoffversorgung. Besonders wichtig ist jedoch eine bessere Planbarkeit bei den Rahmenbedingungen und den regulatorischen Vorgaben.
Frau Wedlich-Blender, stirbt der Industrie-Standort Rheinhessen?
Judith Wedlich-Blender, Lufthansa Technik Aero, Alzey, COO:
Nein, er stirbt nicht! Er muss sich auf seine Stärken konzentrieren und diese schärfen. Es wird sicher Verschiebungen geben, aber wir haben immer noch alle Chancen. Die Politik sollte dazu die Rahmenbedingungen schaffen, auf zukunftsfähige Industriezweige und neue Technologien setzen und darüber nachdenken, auf welche Regularien man verzichten kann.
Nein, er stirbt nicht! Er muss sich auf seine Stärken konzentrieren und diese schärfen. Es wird sicher Verschiebungen geben, aber wir haben immer noch alle Chancen. Die Politik sollte dazu die Rahmenbedingungen schaffen, auf zukunftsfähige Industriezweige und neue Technologien setzen und darüber nachdenken, auf welche Regularien man verzichten kann.
TORBEN SCHRÖDER, FREIER JOURNALIST
Kontakt
Bingen, Mainzer Straße 136
Telefon: 06721 9141-0
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Mainz, Schillerplatz 7
Telefon: 06131 262-0
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Worms, Adenauerring 1
Telefon: 06241 9117-3
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