Medieninformation vom 6. November 2025
IHK-Außenwirtschaftsausschuss beschäftigt sich mit den Herausforderungen und Chancen der aktuellen US-Wirtschaftspolitik und mit dem Unionszollkodex 2.0
Der US-Markt bietet weiterhin große Chancen für exportorientierte Unternehmen in der Region, doch die Zollpolitik des amerikanischen Präsidenten bleibt nach wie vor eine Herausforderung. In der EU sollen die Zollprozesse dagegen durch Digitalisierung und Automatisierung vereinfacht und effizienter gestaltet werden. Diese beiden Schwerpunktthemen standen auf der Agenda des IHK-Außenwirtschaftsausschusses bei dem jüngsten Treffen bei der Helios GmbH & Co. KG in Villingen-Schwenningen.
Nach der Begrüßung durch Thorsten Kessler, Export Director bei Helios, gab Susanne Gellert als Geschäftsführerin der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer (AHK) in New York einen Einblick in die Folgen und Auswirkungen der aktuellen US-Wirtschafts-Zollpolitik. Ihrer Einschätzung nach seien die Zölle keine generelle Wachstumsbremse. Vielmehr gelte es, die nach wie vor bestehenden US-Marktchancen aktiv zu nutzen. Entscheidend sei es, flexibel zu bleiben, lokal zu denken und strategisch auf Veränderungen zu reagieren, anstatt sich von Unsicherheiten lähmen zu lassen. „Der US-M
arkt bleibt für deutsche Unternehmen hochattraktiv. Es lohnt sich, die Geschäfte in den Vereinigten Staaten von Amerika weiterhin aktiv voranzutreiben“, so Gellert.
Der US-Markt bleibt für deutsche Unternehmen hochattraktiv, das wurde beim IHK-Außenwirtschaftsausschuss bei der Firma Helios in Villingen-Schwenningen deutlich.
Die aktuelle Lage in der internationalen Handels- und Zollpolitik setzt auch die Struktur der europäischen Zollunion unter Druck. Zudem erschweren uneinheitliche IT-Systeme der Zollbehörden in den Mitgliedstaaten und fehlende zentrale EU-Zolldatenbanken eine reibungslose und verwaltungsarme Zollabwicklung. Vor diesem Hintergrund informierte Carsten Bente, Zollrechtsexperte bei AEB SE aus Stuttgart, die Ausschussmitglieder über den Status der Umsetzung des Mehrjährigen Strategieplans für das Zollwesen (MASP) und die geplante EU-Zollreform, die den bestehenden Unionszollkodex (UZK) grundlegend modernisiert und auf eine noch stärkere Digitalisierung und Vereinheitlichung der Zollverfahren abzielt.
Bernd Seemann von der Aesculap AG schloss die Sitzung in seiner Funktion als Vorsitzender des IHK-Außenwirtschaftsausschusses mit einem Überblick über aktuelle Sanktionen, neue Freihandelsabkommen, US-Zölle, die Entwaldungsverordnung sowie zum CO2-Grenzausgleichssystem (CBAM) ab.
Der IHK-Außenwirtschaftsausschuss ist das beratende Gremium des Wirtschaftsparlaments - der IHK-Vollversammlung - in allen außenwirtschaftlichen Angelegenheiten. Die Mitglieder beraten regelmäßig über aktuelle außenwirtschaftsrechtliche Themen und erarbeiten Ideen zur Stärkung der Rahmenbedingungen. Bei Interesse an einer Mitarbeit steht IHK-Außenwirtschaftsexperte Jörg Hermle zur Verfügung.
