Medieninformation vom 5. Mai 2026
Schienenverkehr und Energieversorgung als Top-Themen: IHK-Ausschuss im Gespräch mit der Deutschen Bahn und ExxonMobil
„Wir wollen mehr Güter auf die Schiene bringen.“ Diese Bilanz zogen die Vertreter des IHK-Ausschusses für Verkehr und Infrastruktur nach einem Arbeitsgespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Deutschen Bahn. Am Schwenninger Stammsitz der Erhard Bürk-Kauffmann GmbH wurden gemeinsame Sichtweisen und Kooperationspotenziale besprochen. Ebenso wurde der gemeinsame Wunsch nach einem Ausbau der Gäubahn unterstrichen und für ein zielgenaues Verwenden des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität formuliert.
„Die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg bietet großes Potenzial für den Schienengüterverkehr. Eben weil sie exakt zwischen den Wirtschaftszentren Stuttgart und Zürich liegt und die Verkehre zunehmen“, so der Ausschussvorsitzende Marius Neininger. Diesen Standortvorteil könne man allerdings nur ausspielen, wenn die überregionalen Verkehrswege zuverlässig sind und die Schiene leistungsfähig ist. „Der zeitnahe Ausbau der Gäubahn ist diesbezüglich zentral, ebenso die Aktivierung stillgelegter oder möglicher Gleisanschlüsse auf Firmengeländen“, ist Neininger überzeugt.
Als Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG berichtete Dr. Clarissa Freundorfer über die aktuellen Entwicklungen: „Wir bauen konsequent an einem zuverlässigen Schienennetz für die gesamte Branche“, so Freundorfer. Für Planung, Bau und Betrieb gebe es gesetzliche Rahmenbedingungen,
Finanzierungsfragen werden in enger Abstimmung zwischen Bund und Bahn geklärt. „Von den Mitteln aus dem Sondervermögen sollen sowohl unsere Fahrgäste als auch die gewerbliche Wirtschaft spürbar profitieren.“
Schienenverkehr und Energieversorgung als Top-Themen: Der IHK-Ausschuss für Verkehr und Infrastruktur zu Gast bei der Erhard Bürk-Kauffmann GmbH.
Die aktuellen Entwicklungen auf dem Energiemarkt beleuchtete Sebastian Franke, Head of Governmental Relations der ExxonMobil Central Europe Holding GmbH. „Für die Zukunft, ist es zentral, die Sicherheit der Energieversorgung zu stärken und gleichzeitig die Emissionen zu reduzieren.“ Dabei dürfe die heimische Energieproduktion nicht vernachlässigt werden. Insbesondere bei Lithium habe Deutschland Ressourcen, die es zu fördern gelte. „Von Berlin und Brüssel wünschen wir uns den Bürokratieabbau und die Vermeidung der Überregulierung von EU-Vorgaben“, sagt Franke.
Rolf Schumpp, Geschäftsführer und Gastgeber bei der Erhard Bürk-Kauffmann GmbH, bekräftigte die Investitionsbereitschaft des Mittelstandes. „Der Mittelstand ist bereit für Eigeninvestitionen – in Terminals, Anschlüsse und Zugverkehre. Was wir benötigen, ist Planungssicherheit: bei den Zeiträumen für Verladungen und Baustellen, aber auch bei den langfristigen Rahmenbedingungen am Energiemarkt.“ Beim Ausbau der Schiene müsse der Gütertransport konsequent mitgedacht werden. Bei der Organisation entsprechender Gütermengen agiere die regionale Wirtschaft bereits heute im Schulterschluss untereinander. „Wir setzen auf die Zusammenarbeit von Politik in Bund und Land mit der Deutschen Bahn.“
Hintergrund
Der IHK-Ausschuss für Verkehr und Infrastruktur ist das Beratungs- und Entscheidungsgremium der IHK für Fragen der Verkehrspolitik. Ihm gehören knapp 30 Unternehmer aus der Transport- und Logistikbranche, aus der verladenden Wirtschaft sowie von Bus-, Bahn- und Taxiunternehmen an. Die Mitglieder treffen sich zweimal jährlich, um aktuelle Themen der Verkehrspolitik aufzugreifen, das Netzwerk zu Verwaltungen und anderen Wirtschaftszweigen auszubauen und den Wissenstransfer zwischen den Firmen zu intensivieren.
Der IHK-Ausschuss für Verkehr und Infrastruktur ist das Beratungs- und Entscheidungsgremium der IHK für Fragen der Verkehrspolitik. Ihm gehören knapp 30 Unternehmer aus der Transport- und Logistikbranche, aus der verladenden Wirtschaft sowie von Bus-, Bahn- und Taxiunternehmen an. Die Mitglieder treffen sich zweimal jährlich, um aktuelle Themen der Verkehrspolitik aufzugreifen, das Netzwerk zu Verwaltungen und anderen Wirtschaftszweigen auszubauen und den Wissenstransfer zwischen den Firmen zu intensivieren.
