Medieninformation vom 12. Mai 2026
Koalitionsvertrag von Grünen und CDU: IHK fordert klare Umsetzungsperspektive
Der neue Koalitionsvertrag setzt aus Sicht der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald Baar Heuberg wichtige Signale für Bürokratieabbau, Digitalisierung und Innovationsförderung. Besonders die angekündigten Entlastungen für Unternehmen und die Modernisierung der Verwaltung könnten den Wirtschaftsstandort spürbar stärken. Gleichzeitig bleibt offen, wie schnell und verbindlich zentrale Maßnahmen umgesetzt werden, insbesondere bei Infrastruktur, Energie und Fachkräftegewinnung. Die IHK fordert deshalb eine verbindliche Umsetzungsagenda mit klaren Zeitplänen und messbaren Fortschritten.
„Die Unternehmen in unserer Region brauchen weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen und verlässliche Rahmenbedingungen. Der Koalitionsvertrag enthält dafür gute Ansätze, aber jetzt müssen Taten folgen“, sagt die Präsidentin der IHK, Birgit Hakenjos. Die Region sei geprägt von industrieller Stärke, internationaler Wettbewerbsfähigke
it und hoher Innovationskraft. „Damit wir diesen Vorsprung halten können, erwarten wir, dass die Landesregierung die angekündigten Entlastungen konsequent und ohne Verzögerung umsetzt.“
Im Detail begrüßt die IHK insbesondere die geplanten Schritte zum Abbau landesrechtlicher Berichtspflichten und die Einführung einer One in two out Regel sowie den Verzicht auf Gold-Plating. Diese Maßnahmen könnten Unternehmen in der Region Schwarzwald Baar Heuberg spürbar entlasten, vom Maschinenbau über die Medizintechnik bis hin zu den vielen mittelständischen Zulieferern. Gleichzeitig mahnt die Präsidentin jedoch, dass zentrale Zukunftsthemen wie Verkehrsinfrastruktur, Energiepreise und Fachkräftezuwanderung im Vertrag noch zu vage bleiben und dringend konkretisiert werden müssen. Die IHK werde die bisherige gute Zusammenarbeit mit der Regierung und den gewählten Abgeordneten fortführen und weiter ausbauen.
